{"id":847,"date":"2024-04-06T03:14:14","date_gmt":"2024-04-06T01:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=847"},"modified":"2024-04-06T03:14:24","modified_gmt":"2024-04-06T01:14:24","slug":"los-gigantes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/04\/06\/los-gigantes\/","title":{"rendered":"Los Gigantes"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1-769x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-846\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1-769x1024.jpg 769w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1-768x1023.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1-1154x1536.jpg 1154w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1-600x799.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img-20240405-wa0038649585543170409072-1.jpg 1502w\" sizes=\"auto, (max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als ich heute Morgen aufgestanden bin und Sachen gepackt und Fr\u00fchst\u00fcck zubereitet habe, hat Eve noch tief und fest geschlummert. Irgendwann kullerte sie dann auch aus dem Bett. Gottseidank durften wir das meiste Gep\u00e4ck in unserer Unterkunft lassen, sonst h\u00e4tten wir heute ordentlich zu schleppen gehabt. Zum Abschied gab es noch etwas Selbstgeh\u00e4keltes als Anh\u00e4nger f\u00fcr unsere Rucks\u00e4cke. F\u00fcr mich gab es eine Sonnenblume. Wir kamen dann also irgendwann mit etwas Versp\u00e4tung los und da ich wusste, dass wir noch gut eine Stunde bis zu unserem Ziel hatten, war ich etwas unruhig. Also Daumen raus und los geht&#8217;s. Per Anhalter war diesmal wirklich von N\u00f6ten, da der einzige Bus zu &#8220;Los Gigantes&#8221; um 8:30 fuhr und wir schlicht und ergreifend 2 Stunden zu sp\u00e4t daf\u00fcr waren, keine gef\u00fchrte Tour und somit auch keinen Transport dorthin und auch kein (funktionierendes) Auto besitzen. Zu zweit dauert es schon etwas l\u00e4nger bis uns das erste Auto mitnimmt, aber vielleicht lag es auch einfach daran, dass wir mitten in die Sierra wollten, wo nicht unbedingt die Hauptverkehrsader Argentiniens lang l\u00e4uft. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck tasten wir uns somit voran und haben am Ende 4 Anhalter und nur 1 Stunde f\u00fcr die 30 km unbefestigte Stra\u00dfe gebraucht, da gottseidank sp\u00e4testens jedes 2. Auto angehalten hat, das uns passierte. Irgendwo im Nirgendwo hat man auch einfach Mitleid mit 2 blonden M\u00e4dels, die in der prallen Sonne auf die n\u00e4chste Mitfahrgelegenheit warten. Wir kamen dann um die Mittagszeit an und haben uns nat\u00fcrlich schon sehr gro\u00dfe Sorgen dar\u00fcber gemacht, wie wir zur\u00fcck kommen, da wir ja auch eine ordentliche Wanderung machen wollten. Aber dazu sp\u00e4ter. Nachdem wir unsere fast 5\u20ac gel\u00f6hnt hatten, durften wir endlich los. Vom ersten Meter an hatten wir eine unglaublich sch\u00f6nen &#8220;Wanderweg&#8221; \u00fcber die Felsen stets bergauf und noch viel sch\u00f6nere Aussichten \u00fcber die gesamte Sierra Cordobas. Ein kleiner Sprint zwischendurch, um ein Foto von uns auf der anderen Seite des Berges zu machen, Sprint zur\u00fcck, um das Handy wieder einsammeln und weiter ging&#8217;s. Wir kamen schneller an unserem Ziel an, als wir dachten und wir hatten das Gl\u00fcck, dass wir eine Truppe aus Buenos Aires dort trafen, die mit einem Guide unterwegs waren. Einerseits deshalb, weil er uns auf 2 H\u00f6hlen aufmerksam machte die wir sonst nie gesehen h\u00e4tten und andererseits, weil sie uns schlussendlich mit zur\u00fcck nach Tanti, wo wir unsere Sachen einsacken konnten und dann sogar bis zum Busbahnhof in Villa Carlos Paz brachten. Und der Guide war froh, mal wieder sein Deutsch zu pr\u00fcfen. Die erste H\u00f6hle entstand dadurch, weil ein riesiger Fels auf anderen Felsen zu liegen kam. Hier konnten wir unsere Wasserreserven auff\u00fcllen und hier entstand auch das heutige Foto des Tages. Auf der anderen Seite mussten wir wieder herauskraxeln um zur anderen H\u00f6hle zu gelangen. Nach Klettern \u00fcber einen verkeilten Stein wurde die H\u00f6hle noch schmaler als sie bereits am Anfang war. Nicht nur schmaler sondern auch extrem hoch und schr\u00e4g. Uns wurde wirklich schwindelig dadurch. Unser Gehirn konnte es nicht verarbeiten und so torkelten wir von Wand zu Wand, die gottseidank stets in Reichweite waren, da die H\u00f6hle keinen Meter breit war. Wieder drau\u00dfen in der Wirklichkeit, sprachen wir mit unserer Truppe kurz ab, wann sie zur\u00fcck wollen und hatten nat\u00fcrlich genug Zeit, weil? Nat\u00fcrlich, weil sie ihre Mate-Siesta abhielten. Wir bekamen also eine schnelle Mate-Runde, ich wurde dabei gefilmt, weil sie es so unglaublich fanden, dass eine Deutsche Mate trinkt und dann beschlossen wir noch auf den Gipfel zu gehen. Da es keinen markierten Weg dorthin gab, hie\u00df es von nun an Autopilot und Eve folgte mir auf Schritt und Tritt. Oh, hast du das Meerschweinchen gesehen? Als es etwas brenzlicher wurde, mussten wir uns mal kurz absprechen. Wollen wir wirklich bis hoch? Wir setzten unsere Rucks\u00e4cke ab, ich probierte es kurz aus und schon war ich nach einer kleinen Bouldereinlage oben auf dem 40 cm X 60 cm breiten Gipfel. Eve folgte kurz darauf. Aber wir setzten uns beide direkt hin, da es ziemlich im Bauch kribbelte, bei der Sicht nach unten. Zu allen Seiten ging es ziemlich steil bergab, aber das Echo hier oben, der Wind, das Anfeuern der anderen von unten und die Kondore \u00fcber uns, lie\u00dfen uns schweben. Die Aussicht war atemberaubend. Da nicht ein W\u00f6lkchen am Himmel war, konnten wir \u00fcber die gesamte felsige Mondlandschaft nach Villa Carlos Paz bis nach Cordoba schauen. Nach 10 Minuten war es aber genug hier oben, die Beine wurden langsam weich und wir mussten ja auch wieder herunter klettern. Beim ersten Schritt wieder auf halbwegs sicherem Boden rutsche Eve aus, aber alle Knochen blieben gottseidank ganz, auch wenn die Wunde nicht ganz so toll aussah. Zusammen mit den anderen, die auf uns gewartet haben und einem Hund, der leider zu anderen Wanderern geh\u00f6rte, stiegen wir ab und quetschten uns zu sechst ins Auto zur\u00fcck nach Carlos Paz. Ich bin wieder einmal erstaunt dar\u00fcber was die Natur zu bieten hat und wie gro\u00df die Gastfreundschaft der Argentinier ist. Man kann fast sagen: &#8220;Ich hatte einen gigantischen Tag in Los Gigantes!&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich heute Morgen aufgestanden bin und Sachen gepackt und Fr\u00fchst\u00fcck zubereitet habe, hat Eve noch tief und fest geschlummert. Irgendwann kullerte sie dann auch aus dem Bett. 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