{"id":811,"date":"2024-03-29T00:04:19","date_gmt":"2024-03-28T23:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=811"},"modified":"2024-03-29T18:34:46","modified_gmt":"2024-03-29T17:34:46","slug":"irgendwo-im-nirgendwo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/03\/29\/irgendwo-im-nirgendwo\/","title":{"rendered":"Irgendwo im Nirgendwo"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-810\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375-600x450.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240328_13481016438136515659365091375.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Was tun in Iguazu, wenn man die Wasserf\u00e4lle von allen Seiten und zu jeder Uhrzeit gesehen hat? Einfach den Rest der Gegend erkunden, der weniger touristisch ist. Das kann ich ja eh am besten. Mich irgendwo im Nirgendwo verlieren und die Zeit mit den Einheimischen, der Natur und dem authentischen Leben vor Ort genie\u00dfen. Deshalb hab ich mich heute einfach wieder ins Ungewisse gewagt, auch wenn ich prim\u00e4r ins Gr\u00fcne wollte, war allein der Weg dorthin meiner Meinung nach spektakul\u00e4r. Ich laufe durch das Barrio hermoso (Sch\u00f6nes Stadtviertel). Die H\u00e4user k\u00f6nnten aber unterschiedlicher nicht sein. Am Anfang der Stra\u00dfe stehen Villen und ich laufe noch auf Teer, am ende habe ich M\u00fche ordentlich geradeaus zu laufen, weil der Weg so h\u00fcgelig und voller Steine und M\u00fcll liegt. Die Leute gr\u00fc\u00dfen mich aber erst hier hinten. Umso \u00e4rmer, umso freundlicher. Ein Mann mit Moped kommt mir auf der Huckelpiste entgegen. Er f\u00e4hrt seinen Hund chaufieren. Es wird immer Gr\u00fcner. Manche H\u00e4user sind ziemlich herunter gekommen, manche werden gerade erst gebaut. Ich schie\u00dfe mein heutiges Foto des Tages. Ich stolper \u00fcber ein paar Avocados auf dem Weg, schaue nach oben und tats\u00e4chlich, ein riesiger Baum voller Avocados, leider viel zu hoch. Ein bisschen weiter und die ersten Schmetterlinge d\u00fcsen an mir vorbei, Metallic blau, 15 cm gro\u00df, wundersch\u00f6n. Als es komplett ins Gr\u00fcne gehen soll, trennt mich ein kleiner Fluss von der anderen Seite. Da es eh viel zu warm ist, entscheide ich mich daf\u00fcr meine Schuhe und Socken auszuziehen, ihn zu \u00fcberqueren und nach 2 Minuten sind die F\u00fc\u00dfe auch schon wieder trocken aufgrund der Hitze. Also Schuhe wieder an und weiter geht&#8217;s. Rechts steht ein Haus und Ziegen grasen davor, also gehe ich nach links. Die Wege sind wieder nur Trampelpfade, rote Linien im saftigen Gr\u00fcn und ich tapse direkt in ein indigenes Dorf hinein. Auf der Suche nach dem Weg heraus, dringe ich nur immer tiefer hinein. Und diesmal f\u00fchle ich mich wirklich wie ein Eindringling. Die Kinder freuen sich zwar alle wie Bolle, winken mir zu, aber die Erwachsenen sind sehr skeptisch. Die Frauen trauen sich nicht mit mir zu sprechen und meiden Blickkontakt. Es reicht sogar soweit, dass ich einer alten Dame entgegenkomme, sie, bevor sich unsere Wege kreuzen, auf einen anderen Trampelpfad ausweicht und nach dem ich sie passiert habe, wieder auf ihren urspr\u00fcnglichen Weg zur\u00fcckgeht. Ich f\u00fchle mich sehr unwohl. Ein Mann bittet mich zu gehen, was ich ja auch vorhabe, aber man kann nie einsehen, wo man hingeht, da \u00fcberall Mais, Bananen und Maniok steht und die Sicht verbaut. Am Ende hilft mir ein Junge auf seinem Fahrrad, wei\u00dft mir den richtigen Weg und ich begegne nur noch einmal einer Familie, die sich und ihre Kleidung gerade im Fluss w\u00e4scht. Jetzt will ich nur noch zur\u00fcck in die Zukunft. Ich schlender noch etwas durch das Stadtviertel bis mein Gesicht aufgrund der Mittagssonne zu einem Wasserfall wird. Im Hostel angekommen, gibt es nur noch eine Handlung: Bikini an und rein in den Pool. Ich habe noch nicht ganz realisiert, was mir eben widerfahren ist, aber vermutlich werde ich das auch nie begreifen k\u00f6nnen, da ich niemals irgendwo im Nirgendwo aufgewachsen bin und nichts als die umgebende Natur zum Leben hatte. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was tun in Iguazu, wenn man die Wasserf\u00e4lle von allen Seiten und zu jeder Uhrzeit gesehen hat? Einfach den Rest der Gegend erkunden, der weniger touristisch ist. Das kann ich ja eh am besten. Mich irgendwo im Nirgendwo verlieren und die Zeit mit den Einheimischen, der Natur und dem authentischen Leben vor Ort genie\u00dfen. 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