{"id":808,"date":"2024-03-28T00:12:59","date_gmt":"2024-03-27T23:12:59","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=808"},"modified":"2024-03-28T00:13:49","modified_gmt":"2024-03-27T23:13:49","slug":"filmreife-wirklichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/03\/28\/filmreife-wirklichkeit\/","title":{"rendered":"Filmreife Wirklichkeit&nbsp;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"454\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566-1024x454.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-807\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566-1024x454.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566-300x133.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566-768x341.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566-1536x681.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566-600x266.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/pxl_20240327_152308257540288761050715566.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da die Iguazuf\u00e4lle die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bilden und ich gestern die argentinische Seite besichtigt habe, stand heute was auf dem Plan? Richtig, die brasilianische Seite! Der Bus brachte mich zusammen mit Anna, die ich gestern kennengelernt habe, auch \u00c4rztin und auch auf Weltreise, an die Grenze. Hier hie\u00df es: alles aussteigen, kurzer Pass-Check, wieder alle rein in den Bus und dann ging es auch schon weiter. Die brasilianische Seite der Wasserf\u00e4lle ist ganz anders als die argentinische, wo wir ja einen riesigen Park mit verschiedenen Wanderwegen hatten, hat aber den Vorteil, dass man besser auf die Wasserf\u00e4lle schauen kann, da sich diese zum Gro\u00dfteil in Argentinien befinden. Die Ausblicke waren also heute noch viel spektakul\u00e4rer als gestern. Der Nationalpark-Bus brachte uns dann zu unserem 1,5km langem Weg. Die ganze Zeit am Wasser entlang ging es Richtung Devil&#8217;s Throat, dem Teufelsrachen, wo die meisten Wassermassen herunter kommen. Mit jedem Schritt wurden die Ausblicke spektakul\u00e4rer. Mit jedem Schritt wurde es lauter. Mit jedem Schritt wurde man langsamer. So beeindruckend mit welcher Kraft das Wasser hier herunter st\u00fcrzt. Anna erz\u00e4hlt mir, dass hier ein James Bond und Indiana Jones gedreht wurden. Die Kondore genie\u00dfen die Aussicht von oben. Beim Devil&#8217;s Throat angekommen, f\u00fchrt uns ein Steg mit Aussichtsplattformen und viel zu vielen Menschen mitten in das wilde Treiben. Wir werden ordentlich nass. Wir k\u00e4mpfen uns bis nach vorn durch und genie\u00dfen f\u00fcr eine halbe Stunde einfach nur den Ausblick. Wir m\u00fcssen etwas schmunzeln, als uns auff\u00e4llt, dass den kleineren, aber eigentlich noch ziemlich gro\u00dfen Wasserf\u00e4llen an der Seite, die Show gestohlen wird. Alles schaut nur in den Teufelsrachen, den man aufgrund des Wasserdampfes durch die auftreffende Kraft des Wassers gar nicht wirklich sehen kann. Das Auge kann gar nicht fassen, was es gerade sieht, einfach grandios. Ich schie\u00dfe das heutige Foto des Tages. Danach geht es wieder mit dem Bus zur\u00fcck, \u00fcber die Grenze und ich habe mir \u00fcberlegt, die indigene Bev\u00f6lkerung, die Guarani, zu besuchen. Von meinem Guide der Vollmondwanderung habe ich erfahren, wo sie wohnen. Anna kommt mit. Ganz am Anfang steht eine bilinguale Schule, die Erde ist rot, einen Fu\u00dfballplatz gibt es auch, der darf einfach nicht fehlen. Als wir tiefer eindringen, spricht uns ein Junge an und m\u00f6chte Geld. Er spricht spanisch mit uns, auch wenn sie untereinander eine andere Sprache sprechen. Er erz\u00e4hlt uns, dass er 8 Jahre alt ist und in die Schule geht, die nur f\u00fcr sie gebaut wurde. Wir gehen weiter und kommen an einem Haus vorbei. Die alte Dame kann kaum noch laufen, die F\u00fc\u00dfe tragen die rote Farbe der eisenhaltigen Erde, da sie keine Schuhe tr\u00e4gt. Sie hat nur eine Art Rock an, kein T-Shirt, keinen BH und nebenan schauen sich tausende Touristen Wasserf\u00e4lle an. Das ist doch nicht fair. Bin ich hier noch in Argentinien? Aus Respekt schie\u00dfe ich hier keine Fotos der Menschen. Etwas weiter begegnen wir ein paar anderen Touristen, die gerade eine F\u00fchrung bekommen. Ich finde das ziemlich piet\u00e4tlos, die Leute m\u00fcssen sich vorkommen wie im Zoo. Sie halten vor den Grundst\u00fccken an, unterhalten sich \u00fcber die indigene Bev\u00f6lkerungsgruppe, bestaunen sie und gehen weiter. Ich gehe der Nase nach in Richtung meines Hostels und komme zu den ganz hintersten Familien, sie sind alle au\u00dferhalb ihrer H\u00fctten aus Bambus, lachen, die Kinder tollen umher, flechten sich gegenseitig die Haare und sind einfach gl\u00fccklich mit dem, was sie haben, nicht mehr als einem Grundst\u00fcck und einer H\u00fctte, aber das scheint zu reichen. Eine Dame kommt mir entgegen und versucht mir den Weg durch den Regenwald zu meinem Hostel zu erkl\u00e4ren. Anfangs noch ein gut sichtbarer Trampelpfad verliere ich mich bald im Dickicht. Sollte ich umdrehen? Ich habe die letzten Tage die vielen Warnschilder gesehen, aber die Bl\u00f6\u00dfe will ich mir nicht geben. Ich k\u00e4mpfe mich durch das Pflanzenwirrwarr. Ein paar mal nehme ich riesige Spinnnetze mit und hoffe einfach, es ist nichts giftiges dabei. F\u00fcr die Wildkatzen bin ich eh zu laut. Ein kurzer Blick ins Handy, dass ich die richtige Richtung halte, gar nicht so einfach. Und endlich, ich sehe ein Haus, aber ein Maschendrahtzaun trennt uns. Ich gehe einige Meter weiter, was hier Minuten dauert. Der Zaun ist immer noch da. Ich k\u00e4mpfe mich \u00fcber den Zaun, indem ich ihn zu mir biege und mit all den Pflanzen auf meiner Seite einen Haufen bilde. Keine Ahnung wo ich bin, aber ich sollte definitiv nicht hier sein. Ich tue einfach mal so, als w\u00e4re ich hier richtig und husche schnell auf einen Weg. Durch ein gerade so ge\u00f6ffnetes Tor komme ich raus in die Zivilisation und bin tats\u00e4chlich direkt neben meinem Hostel. Bikini an und ab in den Pool zur Abk\u00fchlung. Das war n\u00f6tig. Die Entspannung kommt gerade Recht nach einem Tag mit so vielen Eindr\u00fccken und Erlebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da die Iguazuf\u00e4lle die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bilden und ich gestern die argentinische Seite besichtigt habe, stand heute was auf dem Plan? Richtig, die brasilianische Seite! Der Bus brachte mich zusammen mit Anna, die ich gestern kennengelernt habe, auch \u00c4rztin und auch auf Weltreise, an die Grenze. 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