{"id":680,"date":"2024-03-04T04:54:40","date_gmt":"2024-03-04T03:54:40","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=680"},"modified":"2024-03-04T04:54:53","modified_gmt":"2024-03-04T03:54:53","slug":"wer-suchet-der-findet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/03\/04\/wer-suchet-der-findet\/","title":{"rendered":"Wer suchet, der findet!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/img-20240303-wa004425464680252507620189-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-679\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/img-20240303-wa004425464680252507620189-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/img-20240303-wa004425464680252507620189-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/img-20240303-wa004425464680252507620189-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/img-20240303-wa004425464680252507620189-600x450.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/img-20240303-wa004425464680252507620189.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einem recht sp\u00e4ten Fr\u00fchst\u00fcck brachen Claudia aus Neuquen und ich heute auf zu unserer Wanderung zum Gipfel des Cerro del Medio. Wir wussten in welcher Richtung sich der Weg befindet, aber nicht genau, wo wir hin mussten, also schauten wir nach und das Telefon schlug uns einen komplett anderen Weg vor, also entschieden wir, diesen bergauf zu gehen und den anderen bekannteren abzusteigen. Es stellte sich aber heraus, dass der Weg nach oben gar nicht so einfach zu finden war. Nach oben ist erstmal nicht schwer, wenn man in einer Stadt ist. Wenn man sich aber, ich nenne es jetzt einfach mal beim Namen, in den Slums von Ushuaia befindet, wei\u00df man manchmal nicht, ob das eine Stra\u00dfe ist oder nur ein Weg zu einer H\u00fctte. Wir haben uns ein paar mal verlaufen, mussten \u00f6fter nach dem Weg fragen und fanden heraus, dass die Einheimischen hier oben oftmals keine Ahnung vom Namen ihres Hausberges hatten. Wir mussten uns an unheimlich vielen Hunden vorbeischl\u00e4ngeln und einige Treppen aus Paletten zwischen den H\u00e4usern erklimmen, bis wir vor dem Wald standen. Man hatte uns gesagt, hier sei irgendwo ein Zaun, wenn wir den gefunden haben, diesen immer bergauf gehen, der f\u00fchrt uns direkt auf den Weg. Am Ende war es auch so, aber erstmal mussten wir in einem ziemlich dicht bewachsenen Wald unseren Weg ebnen und in einem Wald etwas zu suchen, ist unheimlich schwer, wenn man nur 5 Meter Sichtweite hat und ich nicht verstanden habe, wonach wir \u00fcberhaupt suchen. Wir m\u00fcssen uns zudem an unheimlich vielen Wassertanks und Plastikrohrleitungen vorbeizw\u00e4ngen, die hier deponiert wurden. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter haben wir es geschafft. Das war spa\u00dfig, aber mit einem Weg ist es deutlich einfacher und schneller. Wir machen nun schnell H\u00f6henmeter. Wir sind ein gutes Wander-Duo. Sowie der Wald aufh\u00f6rt, gehen wir erst in einer moorigen Landschaft, dann wie gestern am Gletscherfluss und dann den riesigen Schutthaufen entlang. Es ist wirklich interessant, dass hier jeder Berg eigentlich nur ein riesiger Haufen Schutt ist. Was gestern alpines Wandern war, soll heute ein Weg sein. Was ich sagen will, wir haben zwar immer wieder Markierungen, aber es ist kein Weg vorhanden, dementsprechend anstrengend ist es, den losen Schotter geradewegs steil bergauf zu kraxeln. 3 Stunden sp\u00e4ter sind wir auf dem Gipfel. Schnell warm einpacken und in die Sonne brezeln. Die gibt heute ihr Bestes, ohne sie w\u00e4re es unglaublich kalt, aber so sind perfekte Wander- und Pausentemperaturen. Ein kurzes Schl\u00e4fchen sp\u00e4ter geht es auf der anderen Seite geradewegs wieder nach unten, bis wir auf den Weg treffen. Es macht uns Spa\u00df unseren eigenen Weg zu suchen. Die Markierung f\u00fchren uns dann wieder in einen Wald, der diesmal aber ganz anders aussieht, sehr verwunschen, die B\u00e4ume sind sehr niedrig und krumm. Weiter unten stehen dann H\u00e4user im Wald, bestimmt 100 St\u00fcck, alle weit verstreut. Als ich eine Frau mit einer Glasscheibe in der Hand aufsteigen sehe, frage ich sie, ob sie hier wohne und ja, das ganze Jahr \u00fcber (wir haben gerade Sommer und es sind durchschnittlich 10\u00b0C), ohne Strom, sie bauen gerade ein neues Viertel auf, im Wald, ohne Zugang von Fahrzeugen. Alles muss also erstmal eine halbe Stunde bergauf zum Haus getragen werden. Wie unterschiedlich man ein Leben f\u00fchren kann. Von Menschen, die nicht viel haben, zu Menschen, die nicht viel haben wollen, zu Menschen, die Zugang zu allem haben k\u00f6nnen. Nach meiner Wanderung bin ich froh, eine so tolle Freundin gefunden zu haben, die mich zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen zu sich einl\u00e4dt. Ich bekomme von Yuval Shakshuka serviert, ein israelisches Gericht, so lecker, dass ich den Teller danach ablecken muss. Danach die Verabschiedung, die mir erstaunlich leicht f\u00e4llt, da ich wei\u00df, dass wir uns wiedersehen werden.&nbsp; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem recht sp\u00e4ten Fr\u00fchst\u00fcck brachen Claudia aus Neuquen und ich heute auf zu unserer Wanderung zum Gipfel des Cerro del Medio. 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