{"id":646,"date":"2024-02-28T03:36:30","date_gmt":"2024-02-28T02:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=646"},"modified":"2024-02-28T22:34:22","modified_gmt":"2024-02-28T21:34:22","slug":"antarktis-reunion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/02\/28\/antarktis-reunion\/","title":{"rendered":"Antarktis-Reunion"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240227_20070808825802926868767932019-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-645\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240227_20070808825802926868767932019-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240227_20070808825802926868767932019-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240227_20070808825802926868767932019-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240227_20070808825802926868767932019-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240227_20070808825802926868767932019.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Und wieder einmal fr\u00fch aus den Federn. Diesmal bin ich ziemlich traurig, Fr\u00fchst\u00fcck gibt es bis 7:30, da hiernach das Schiff in Gruppen verlassen wird. Ich bin wie in einem Film, alles zieht an mir vorbei. Ich m\u00f6chte nicht vom Schiff herunter. Ich kann es einfach nicht fassen. Kann ich mich irgendwo verstecken, dass ich nochmal mit kann? Ich m\u00f6chte nicht raus in diese dreckige und stressige Welt voller Menschen und Internetverbindung. Wir sind seit Stunden im Hafen aber keiner m\u00f6chte seine Internetverbindung anschalten. Nach nur 10 Tagen haben wir uns komplett davon entw\u00f6hnt. Was f\u00fcr eine seltsame Welt das doch da drau\u00dfen ist. Meine Gruppe wird aufgerufen und ich habe leider keine andere Wahl. Die Schiffs\u00e4rztin sagt Tsch\u00fcss zu mir und hofft, dass wir uns in der n\u00e4chsten Saison wieder sehen. Die Expeditionsleiterin schenkt mir ein verschmitzes L\u00e4cheln, irgendwie habe ich eine besondere Verbindung zu ihr aufgebaut. Und einige der Crewmitglieder w\u00fcnschen mir zum Abschied viel Erfolg mit meinem Auto. Verdammt, das wirkliche Leben ruft wieder. Jeder der Inception gesehen hat, kann vielleicht etwas f\u00fchlen, wo ich mich gerade befinde. Ich komme von Ebene 3 zu Ebene 2 zur\u00fcck. Von einer Realit\u00e4t, die nicht ganz wahr ist, zur\u00fcck in die Realit\u00e4t, die immer noch nicht ganz die Realit\u00e4t ist, da ich mich auf Weltreise befindet und nicht zur\u00fcck nach Deutschland in den Alltag muss. Alles ist wie ein Traum im Traum. Was ist die Wirklichkeit? Die Gef\u00fchle \u00fcberrennen mich als ich aus dem Bus aussteige und auf die Stra\u00dfen schaue. Habe ich noch Gefallen an dieser Welt nachdem ich die reine Sch\u00f6nheit dieser Erde gesehen habe? Ich habe das Gef\u00fchl man hat mir jeglichen Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen. Ich muss hier weg, die Tr\u00e4nen rennen \u00fcber mein Gesicht und ich werde von meinen Freunden aufgefangen, die selbst ziemlich melancholisch sind und nicht mehr genau wissen, was wirklich ist und was nicht. Ich war in einer Blase, das Schiff war unsere Komfortzone und nun haben wir sie verlassen, einige lassen sich ziemlich schnell wieder von der eigentlichen Welt einholen, h\u00e4ngen an ihren Handys und eilen weiter zum n\u00e4chsten Ziel, w\u00e4hrend ich noch in der Antarktis h\u00e4nge und Angst habe, was mich hier erwartet. Die Gruppe wird in St\u00fccke gerissen, was mich noch mehr zweifeln l\u00e4sst, w\u00e4hrend ich weiterhin eine Schulter neben mir habe, auf die ich mich st\u00fctzen kann. Es wird immer Menschen geben, die dich verlassen. Es wird aber auch immer Menschen geben, auf die man sich verlassen kann. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, ist es dann doch irgendwann Zeit getrennte Wege zu gehen, da wir alle in unsere Unterk\u00fcnfte gehen und etwas in Ushuaia ankommen. UV und ich sind noch nicht ganz so weit und machen noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Was mir sehr hilft, wir treffen zuerst Luh und Frank vom Schiff wieder. Jeder freut sich den anderen zu sehen. Kurz darauf sehen wir Claudia und Hanna, ebenfalls Crew-Mitglieder und urspr\u00fcnglich aus Deutschland. Ich Frage, ob es nicht hart sei, jedes Mal neue Kontakte zu kn\u00fcpfen und diese so schnell wieder gehen zu lassen, denn sie sind schon wieder auf dem Weg zum Schiff welches sich noch heute wieder auf den Weg in die Antarktis macht. Ein Film, der immer und immer wieder abgespielt wird. Aber ich bekomme eine gute Antwort: Das Leben geht weiter und wir werden uns definitiv wieder sehen, jeder sammelt seine Erfahrungen in dieser Zeit und dann kann man sich wieder austauschen und au\u00dferdem sind die Passagiere nicht alle immer so nett wie bei unserer Tour. Wir wahren eine wirklich super Truppe. Das w\u00e4rmt mein Herz und ab diesem Zeitpunkt kann ich wieder L\u00e4cheln. Ich treffe meinen Host in der Stadt und er nimmt mich in seinem Auto mit zu seinem Haus. Nach einem Mate entscheiden wir kurzfristig zum Wasserfall Cascada Velo de la Novia zu wandern, wo ich mein heutiges Foto des Tages aufnehme. Eine super sch\u00f6ne kurze Wanderung. Ich sehe, dass die Welt auch au\u00dferhalb der Antarktis sch\u00f6n ist. Was so besonders daran ist, kann ich nur schwer beschreiben. Man muss selbst da gewesen sein, um die Magie dieses Ortes zu verstehen. Eine schnelle Dusche und schon sehe ich die anderen zum Abendessen wieder. Wir k\u00f6nnen doch noch nicht voneinander loslassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder einmal fr\u00fch aus den Federn. Diesmal bin ich ziemlich traurig, Fr\u00fchst\u00fcck gibt es bis 7:30, da hiernach das Schiff in Gruppen verlassen wird. Ich bin wie in einem Film, alles zieht an mir vorbei. Ich m\u00f6chte nicht vom Schiff herunter. Ich kann es einfach nicht fassen. 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