{"id":568,"date":"2024-02-09T23:52:45","date_gmt":"2024-02-09T22:52:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=568"},"modified":"2024-02-09T23:53:14","modified_gmt":"2024-02-09T22:53:14","slug":"verkehrschaos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/02\/09\/verkehrschaos\/","title":{"rendered":"Verkehrschaos"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"725\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124-1024x725.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-567\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124-300x212.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124-768x544.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124-1536x1087.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124-600x425.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pxl_20240209_19350679721611825422655068124.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der urspr\u00fcngliche Plan war es, erst auf den Cerro de Montevideo zu radeln und dann noch zum Pferderennen zu fahren. Zum Pferderennen haben und wollten wir es am Ende aber nicht mehr schaffen. Unser Start verz\u00f6gerte sich etwas, weil wir erstmal unseren Hunger stillen mussten, dann ein paar R\u00e4der ausfindig machen mussten und letztendlich wieder im Viajero Hostel endeten, wo sich alle freuten, mich wieder zu sehen. Leider haben sie nur ein Fahrrad und wir gehen in ein anderes Hostel, welches die gleichen R\u00e4der anbietet. Wir k\u00f6nnen nur in bar zahlen, aber von uns beiden reicht das Bargeld nur exakt f\u00fcr ein Rad, also leihen wir schon mal eins, ich radel zur Bank, meine Karte wird nicht akzeptiert, radel zur n\u00e4chsten und bekomme Bares. Wieder zur\u00fcck und wir bekommen das 2. Rad. Als wir losfahren, bemerken wir, dass das Rad von Nils ohrenbet\u00e4ubend quietscht, also geht es wieder in das andere Hostel, wir tauschen schnell die R\u00e4der und dann geht&#8217;s endlich los. Montevideo hat ziemlich viele Radwege f\u00fcr eine s\u00fcdamerikanische Gro\u00dfstadt, aber nat\u00fcrlich nicht dort, wo wir lang fahren. Gut aber, dass fast alle Stra\u00dfen Einbahnstra\u00dfen sind und es meist einen Parkstreifen gibt, so ist man wenigstens etwas raus aus der Schusslinie. Ich habe jedoch noch nie so oft einen Schulterblick gemacht, wie heute. Wenn die Busse und LKWs anged\u00fcst kommen und du an den parkenden Autos vorbei musst, ist man schnell mal zu Brei gefahren. Aber wie ihr seht, auch das habe ich \u00fcberlebt, sonst k\u00f6nnte ich jetzt nicht dar\u00fcber schreiben. Also alles halb so wild. Ich freue mich sehr, als wir aus dem Stadtzentrum in die etwas \u00e4rmeren Gebiete kommen. Viele heruntergekommene H\u00e4user oder besser gesagt H\u00fctten, noch viel mehr Stra\u00dfenst\u00e4nde, das ganze Leben spielt sich hier auf der Stra\u00dfe ab. In mir kommt etwas Asien-Feeling auf, bei dem wilden Verkehr, dem M\u00fcll auf der Stra\u00dfe, den Leuten, die auf den Gehwegen sitzen, mich anl\u00e4cheln und gr\u00fc\u00dfen und den vielen verschiedenen Ger\u00fcchen, durch die man durchf\u00e4hrt. Uns wurde gesagt, wir sollen aufpassen, es kann gef\u00e4hrlich werden, aber ich f\u00fchle mich hier sehr wohl. Ich fahre an einem Mann vorbei, der sein Geld mit dem Waschen von Autoscheiben an den Stra\u00dfenkreuzungen verdient, als ich ihm symbolisiere, dass er meine Sonnenbrille waschen kann, zaubere ich ihm ein riesiges L\u00e4cheln ins Gesicht, w\u00e4hrend mich sein einziger Zahn anstrahlt, was mir witzigerweise ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubert. Damit die Fahrzeuge nicht all zu schnell Fahren, gibt es hier sehr viele Bremsschwellen. Auf unseren Drahteseln hoffe ich jedes Mal, dass sie es \u00fcberleben und nicht w\u00e4hrend der Fahrt unter mir auseinander fallen. Als ich \u00fcber eine F\u00e4hre, rufe ich &#8220;Jiiihaaa!&#8221;. Es macht einfach zu viel Spa\u00df \u00fcber die Huckel zu fahren und das Auto neben mir hupt, f\u00e4hrt langsam neben mir weiter, der Fahrer l\u00e4chelt mich kurz an und freut sich, dass ich so viel Spa\u00df habe und setzt seine Fahrt fort. Es ist ein tolles Gef\u00fchl, so vielen Menschen ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern. Das l\u00e4sst mir die Fahrt leichter erscheinen, denn die R\u00e4der sind echte Kr\u00fccken und ich muss mich wirklich die ganze Zeit ziemlich arg anstrengen. Nach 15 km und 2,5 Stunden m\u00fcssen wir die letzten Meter nach oben schieben, denn wir haben keine G\u00e4nge. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt, wir haben einen sehr weiten Blick auf die Stadt, ruhen uns kurz im Schatten aus, genie\u00dfen den Wind, der uns um die Ohren weht und m\u00fcssen uns auch schon wieder in den Feierabendverkehr st\u00fcrzen, da wir keine Lichter oder Reflektoren am Rad haben. Und diesmal sind wir richtig schnell. Bereits nach 1 Stunde und 15 Minuten kommen wir wieder beim Hostel an, aber v\u00f6llig klitschnass geschwitzt. Wir haben heute 2-3 Liter getrunken und scheinbar alles ausgeschwitzt, denn auf Toilette mussten wir nicht. Ich bin ziemlich zufrieden aufgrund der Bewegung und der heutigen Eindr\u00fccke. Das Gef\u00fchl hat mir ein wenig gefehlt in der letzten Zeit, mal wieder richtig k.o. zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der urspr\u00fcngliche Plan war es, erst auf den Cerro de Montevideo zu radeln und dann noch zum Pferderennen zu fahren. Zum Pferderennen haben und wollten wir es am Ende aber nicht mehr schaffen. 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