{"id":460,"date":"2024-01-16T04:48:41","date_gmt":"2024-01-16T03:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=460"},"modified":"2024-01-16T04:49:04","modified_gmt":"2024-01-16T03:49:04","slug":"bewegter-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/01\/16\/bewegter-weg\/","title":{"rendered":"Bewegter Weg"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"820\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/pxl_20240115_185945219_exported_296_170537295916824661128135296931571-1024x820.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-459\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/pxl_20240115_185945219_exported_296_170537295916824661128135296931571-1024x820.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/pxl_20240115_185945219_exported_296_170537295916824661128135296931571-300x240.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/pxl_20240115_185945219_exported_296_170537295916824661128135296931571-768x615.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/pxl_20240115_185945219_exported_296_170537295916824661128135296931571-600x480.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/pxl_20240115_185945219_exported_296_170537295916824661128135296931571.jpg 1089w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein Tag. Im Moment bewege ich mich nur noch wie eine Omi fort. Wie es dazu kam, erz\u00e4hle ich euch gern. Wir parken das Auto am Stra\u00dfenrand und gehen Richtung Bahia Lopez und direkt zum Mirador Brazo Tristeza. Bis dahin verlief alles gut. Da ich keine Lust auf Touristenmassen habe, habe ich uns einen schweren Wanderweg auf den Cerro Lopez ausgesucht. Die Frau in der Touristeninformation hat uns gestern mit riesigen Augen angeschaut, als ich ihr von unserem Vorhaben erz\u00e4hlt habe. Sie meinte, der Weg ist wirklich sehr sehr schwer und sie versicherte mir, dass dort kein Schnee mehr l\u00e4ge. Als der schwere Weg anzufangen scheint, steht direkt ein Schild dort: &#8220;Wanderweg gesperrt!&#8221; Wer mich kennt, wei\u00df, dass das kein Hindernis f\u00fcr mich ist. Die ersten Personen kommen uns direkt nach ca. 200 m wieder entgegen. Es f\u00e4llt uns am Anfang etwas schwer, den Weg auszumachen, es gibt quasi keinen Weg und tausende. Wir drehen ein paar Mal wieder um, bis wir herausfinden, dass die Steinm\u00e4nnchen, aufgestapelte Steine hier die einzige Wegmarkierung sind, aber da das Terrain so alpin ist, findet man sie fast alle 20m. Wir gehen also zu einem Steinm\u00e4nnchen, um von dort aus nach dem n\u00e4chsten Ausschau zu halten, was gar nicht so einfach ist, da der Cerro Lopez einfach nur ein riesiger Steinhaufen ist. Der Untergrund bewegt sich dauerhaft. Entweder qu\u00e4len wir uns auf Sand nach oben, 2 Fu\u00dfl\u00e4ngen vorw\u00e4rts und wieder eine zur\u00fcck oder wir rutschen auf Schotter wieder etwas talw\u00e4rts. Ich bevorzuge auf den riesigen Steinen nach oben zu klettern und diesmal ist klettern wirklich der richtige Ausdruck, denn wir m\u00fcssen fast dauerhaft unsere H\u00e4nde mitbenutzen, so steil ist es. Meine Wanderst\u00f6cke sind hier v\u00f6llig nutzlos. Ab und zu Wackeln die riesigen Steine etwas und man muss hoffen, dass sie gut genug in einander verkeilt sind. Ich glaube, Gustavo hat mich ein paar Mal zwischendurch ein paar Mal verflucht f\u00fcr meine Auswahl, auch wenn er ganz ruhig geblieben ist und nur ab und zu eine kurze Minute Pause brauchte. Gut, dass der Wind so stark weht, sonst w\u00fcrden wir wegschmelzen in der Sonne. Nach 6h sind wir endlich oben am Gipfel. Ich muss zugeben, dass ich das erste Mal beim Wandern zwischendurch etwas Angst hatte. W\u00e4re ich allein gewesen, w\u00e4re ich definitiv umgedreht. Wir wollen unseren Augen nicht ganz trauen. Auf dem Grat ist es unm\u00f6glich weiter zu gehen. Hier absteigen, wo wir aufgestiegen sind, noch viel unm\u00f6glicher. Dort, wo der eigentliche Weg verl\u00e4uft, ist ein riesiges Schneefeld. So viel also dazu, es liegt kein Schnee mehr hier oben. Naja, da es unsere einzige M\u00f6glichkeit ist, teste ich erstmal, wie der Schnee beschaffen ist, ob er uns tr\u00e4gt und ob wir Tritte hinein stampfen k\u00f6nnen, denn der Hang ist ziemlich steil und wir w\u00e4ren schneller wieder im Tal als uns lieb ist. Die Angst bleibt also. Jeder Tritt wird ein paar Mal \u00fcberpr\u00fcft und so schleichen wir \u00fcber den Schnee. Da wir die Schutzh\u00fctte, das Refugio Lopez schon vom Gipfel aus gesehen haben, wissen wir, wo wir ankommen sollten, denn ab hier m\u00fcssen wir uns auf unsere Erfahrung verlassen und selbst einen Weg suchen. 3 Schluchten machen es uns etwas schwer, aber am Ende klappt es doch irgendwie. Wir haben uns beide mindestens einmal heute lang gelegt und sind am Ende doch mit allen 10 Fingern und 10 Zehen am Refugio angekommen. Leider gibt es kein Essen und Trinken dort, also essen wir schnell unsere letzten Snacks, f\u00fcllen Wasser nach und sind schon wieder auf den Beinen. Ab hier ist der Weg recht leicht und eindeutig, aber er zieht sich und scheint nach 2 h endlos zu sein. Wir sind sehr z\u00fcgig unterwegs aber auch unsere K\u00f6rper werden nach 10 Stunden laufen ziemlich m\u00fcde. Umso erfreulicher ist es, als uns ein Auto die letzten 2 km auf der Stra\u00dfe bis zum Auto f\u00e4hrt. Jetzt gab es nur noch einen Berg warmes Abendessen, was wir uns in der Hostelk\u00fcche schnell zubereitet haben, eine hei\u00dfe Dusche, die Schuhe durften wieder mit duschen, weil sie so dreckig waren und ein warmes kuscheliges Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr ein Tag. Im Moment bewege ich mich nur noch wie eine Omi fort. Wie es dazu kam, erz\u00e4hle ich euch gern. Wir parken das Auto am Stra\u00dfenrand und gehen Richtung Bahia Lopez und direkt zum Mirador Brazo Tristeza. Bis dahin verlief alles gut. 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