{"id":3591,"date":"2025-10-02T17:49:35","date_gmt":"2025-10-02T15:49:35","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3591"},"modified":"2025-11-12T16:49:39","modified_gmt":"2025-11-12T15:49:39","slug":"safari-durch-tansania-tag-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/10\/02\/safari-durch-tansania-tag-4\/","title":{"rendered":"Safari durch Tansania: Tag 4"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"567\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-567x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3626\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-567x1024.jpg 567w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-166x300.jpg 166w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-768x1387.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-851x1536.jpg 851w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-1134x2048.jpg 1134w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-600x1083.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f86b45fc-7b9f-4f34-9d40-683685678918-1_all_36131-1-scaled.jpg 1418w\" sizes=\"auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Nacht werde ich munter. Ein schnelle Schritte, ein quiekendes Aufjaulen w\u00e4hrend das gesamte Zelt wackelt, als etwas an Zelt f\u00e4llt. Ein Schmatzen sp\u00e4ter wird klar, hier wurde gerade irgendetwas genau an unserem Zelt get\u00f6tet. Voller Adrenalin kann ich nicht mehr einschlafen. Umso l\u00e4nger ich wach liege, umso mehr wird der Druck in meiner Blase. Aber traue ich mich aufs Klo? Ich bin mir nicht sicher. Ich warte, bis ich es nicht mehr aushalte und dann ist es doch soweit. Es ist stockfinster. Das gesamte Camp noch am Schlafen. Meine Stirnlampe geht rundum wie ein Leuchtturm, um hoffentlich aufblitzende Augen nicht zu sehen. Ganz schnell wieder zur\u00fcck und durchatmen sowie der Rei\u00dfverschluss am Zelt komplett geschlossen ist. Kurz darauf klingelt auch schon der Wecker. Es ist um 5 Uhr. Nun d\u00e4mmert es etwas. Als ich vom Z\u00e4hne putzen zum Zelt zur\u00fcck gehe, l\u00e4uft gerade eine Giraffe vorm Sonnenaufgang durchs Camp. Was habe ich f\u00fcr ein Gl\u00fcck, hier sein zu d\u00fcrfen. Mit der Sonne kommt auf wieder die W\u00e4rme und auch der Tee soll uns zus\u00e4tzlich w\u00e4rmen. Nachdem wir zusammengepackt haben, geben wir unserem Koch, der uns auf unserer Safari begleitet hat ein Trinkgeld. Was keiner von uns erwartet h\u00e4tte, dass nun ein gro\u00dfes Drama entsteht. Nico kommt mit dem eingesammelten Geld, was wir mit gro\u00dfer Freude \u00fcbergeben hatten zu uns und fragt uns, ob dies unser ernst ist. Ein Koch bek\u00e4me 10 USD Trinkgeld pro Tag pro Gast. Was in unserem Fall pro Person 40 USD, also insgesamt 280 USD in 4 Tagen gewesen w\u00e4ren. Dass wir aber alle Budget-Reisende sind, haben sie nicht auf dem Schirm. Total verst\u00e4ndlich ist die gute Laune nun im Keller und wir alle sehr entt\u00e4uscht. 280 USD sind ein Monatslohn in Tansania. Aber man kann ja immer versuchen, den Wei\u00dfen Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir sind alle entt\u00e4uscht. Ich habe nicht wirklich Lust, nun noch eine Safari zu machen. Versp\u00e4tet aufgrund der Vorkommnisse geht es los. Es herrscht Schweigen im Auto. Als wir in den 20 km\u00b2 gro\u00dfen Ngorongoro-Krater hineinfahren werden b\u00f6se Erinnerungen wach. Alles sieht aus, wie bei unserem Unfall in Uganda. Die Stra\u00dfe geht sehr steil nach unten. Warum sitze ich ausgerechnet ganz vorn. Bevor ich v\u00f6llig unbeherrscht in Tr\u00e4nen ausbreche, setze ich mich mit dem R\u00fccken zum Abgrund. Avi kennt meine Geschichte und sieht es mir direkt an. Er reagiert genau richtig und lenkt mich ab. Aus den Augen aus dem Sinn und sobald wir unten heile angekommen sind, ist auch alles wieder schnell vergessen. Was f\u00fcr ein emotionaler Morgen. Wir beobachten die Flamingos im Salzsee. Heute habe ich mich dazu entschieden keine Liste zu f\u00fchren. Wir sehen einfach st\u00e4ndig etwas und abh\u00e4ngig davon, in welche Richtung ich schaue, sehen wir mehr und mehr. Grund daf\u00fcr ist der Vulkankrater. Wie ein nat\u00fcrlicher Zaun fungiert der Krater und die Tiere hier vermehren sich weiter und weiter. Wie in meinen Erinnerungen treffen wir hier wieder auf gro\u00dfe Gnu- und Zebraherden. Auch Hy\u00e4nen und Hippos im Frischwassersee k\u00f6nnen wir beobachten. Nico legt f\u00fcr uns eine verbotene Pipi-Pause ein. Wir suchen daf\u00fcr lange nach einem geeigneten Ort. Denn \u00fcberall stehen W\u00e4chterh\u00e4uschen, die uns nicht au\u00dferhalb des Autos sehen wollen. W\u00fcrde das der Fall sein, w\u00e4re Nico seine Lizens los. Wir parken also und erst d\u00fcrfen die Frauen alle auf der rechte Seite des Auto ihr Gesch\u00e4ft erledigen und dann die M\u00e4nner. Alles mit etwas Druck, denn 100m weiter liegt ein L\u00f6we im Gras. Noch nie war ich so schnell. Mein gro\u00dfer Wunsch f\u00fcr den Ngorongoro-Krater wird heute leider nicht erf\u00fcllt. Die Spitzmaulnash\u00f6rner hat heute leider keiner gefunden. Somit bleibt dieses Tier auf meiner Liste w\u00e4hrend meiner Reise durch Afrika ungesichert. Wir fahren den Krater wieder nach oben und raus aus dem Park. Am Parkeingang nehmen wir unser Mittagessen zu uns, dass uns unser Koch noch vor dem Trinkgeldvorfall zubereitet hatte. Weiter auf dem Plan heute steht die Besichtigung eines Massai-Dorfes. In einem Massai-Dorf lebt eine Familie, was in unserem Fall 68 Leute sind, also 1 Vater seine 10 Frauen und dessen Kinder. Wenn die M\u00e4dchen oder Frauen verheiratet werden wechseln sie das Dorf. Die S\u00f6hne d\u00fcrfen sich Frauen aus anderen D\u00f6rfern suchen. Sie wohnen dann in einer H\u00fctte, die von den Frauen aus Akaziens und Kuhdung gebaut wird. In der Regensaison werden sie mit Kuhfellen abgedeckt und danach bekommen sie wieder eine neue Schicht Kuhdung. Die H\u00e4user sind etwa 9 m\u00b2 gro\u00df und beinhalten eine Schlafnische f\u00fcr Kinder, eine Schlafnische f\u00fcr die Eltern, eine Kochstelle auf dem Boden und ein Minifenster f\u00fcr den Rauch zum abziehen. Auch eine Schule hat das Dorf. Die Lehrerin ist eine Frau der Familie. Die Kinder werden im Dorf unterrichtet und au\u00dferhalb werden offiziell die Pr\u00fcfungen abgelegt. Werden sie geschafft, d\u00fcrfen die Kinder in eine richtige Schule gehen, wenn nicht, dann halt nicht. Man sieht das ganz locker hier. Ein Sohn ging nicht zur Schule, der n\u00e4chste, der nicht viel anders aussieht, studiert Jura. Ich frage den Leuten L\u00f6cher in den Bauch. Wie immer brauchen wir deutlich l\u00e4nger als urspr\u00fcnglich angesetzt, aber ich m\u00f6chte alles wissen. Jedes noch so unscheinbare Detail. Mich interessiert ihre Ern\u00e4hrung. Da die Massai ja immer noch autark leben, Frage ich nach. Hier im Dorf, wird pro Woche eine Kuh oder 2 Ziegen geschlachtet. Man kann sich also vorstellen, wie viel Vieh sie haben m\u00fcssen. Das Blut wird frisch getrunken, alles andere zum Essen gegart oder weiterverarbeitet. Nichts wird weggeschmissen. Scheinbar kann man mit dieser Lebensweise gut alt werden. 87 Jahre ist die Dorf\u00e4lteste, die sich zwar von mir ablichten l\u00e4sst, aber leider kein L\u00e4cheln f\u00fcr mich hat. Die n\u00e4chste Frau, die mir \u00fcber den Weg l\u00e4uft, ist j\u00fcnger und auch offener., schenkt mir ein L\u00e4cheln und wird das heutige Foto des Tages. Doch Nico der Fahrer macht Stress. Er will weiter. Wieso verstehe ich nicht, denn wir m\u00fcssen nur noch zur\u00fcck nach Arusha fahren. Von Mama Anna werden wir in Arusha in Empfang genommen. Wie immer macht sie alles f\u00fcr uns. \u00dcber sie haben wir die Tour gebucht und deutlich g\u00fcnstiger als irgendwo anders bekommen und nun bekommen wir wieder ein Zimmer zum Ausruhen, eine gro\u00dfe Flasche Wasser und eine Cola. Nachdem wir den Staub der letzten 4 Tage abgesucht haben, spendiert sie uns noch ein Abendessen und freut sich, dass es mir sichtlich besser geht. Noch ein Abschiedsfoto und wir werden von den T\u00f6chtern zum Busbahnhof gebracht, wo wir auf unseren Nachtbus nach Dar es salaam warten. Einmal im Bus nickt Avi direkt ein. Bei mir dauert es noch etwas. Ich werde mich in Moshi noch vom Kilimanjaro verabschieden bis ich voller guter Erinnerungen in meine Tr\u00e4ume finde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht werde ich munter. Ein schnelle Schritte, ein quiekendes Aufjaulen w\u00e4hrend das gesamte Zelt wackelt, als etwas an Zelt f\u00e4llt. Ein Schmatzen sp\u00e4ter wird klar, hier wurde gerade irgendetwas genau an unserem Zelt get\u00f6tet. Voller Adrenalin kann ich nicht mehr einschlafen. 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