{"id":3577,"date":"2025-09-28T15:20:45","date_gmt":"2025-09-28T13:20:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3577"},"modified":"2025-10-07T15:20:46","modified_gmt":"2025-10-07T13:20:46","slug":"kilimanjaro-tag-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/09\/28\/kilimanjaro-tag-6\/","title":{"rendered":"Kilimanjaro: Tag 6"},"content":{"rendered":"\n<p>Millenium-Camp &#8211; Mweka-Gate (9km, 2300hm, 5h)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"502\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863-1024x502.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3608\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863-1024x502.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863-300x147.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863-768x376.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863-1536x752.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863-600x294.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000299863.jpg 1666w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir wollen fr\u00fch los, denn wir haben heute noch viel vor. Der Kilimanjaro liegt hinter uns. Wir hatten nicht ausreichend Schlaf, aber es geht los. Die Aussicht ist wundersch\u00f6n. Auf der einen Seite zeigt sich der Gipfel, er scheint friedlich zu ruhen. Auf der anderen Seite er\u00f6ffnet sich ein Wolkenmeer. Noch immer sind wir \u00fcber den Wolken. Die Erde scheint zugedeckt. Ganz gem\u00fctlich. Es sieht aber auch einfach nur aus, wie das Meer, aber es sind Wolken. Genau da m\u00fcssen wir hin. Unser Abstieg beginnt. Je weiter wir absteigen, desto gr\u00fcner wird es. Zu unserer Linken befindet sich pl\u00f6tzlich ein gr\u00fcnes Tal. Wir lassen uns Zeit. Wir sind heute alle gut drauf. Die Strapazen sind vor\u00fcber. Nach 2 Stunden kommen wir im Mweka-Camp an, welches eine Alternative zur letzten Nacht gewesen w\u00e4re, f\u00fcr uns aber absolut nicht in Frage kam. Mit den Wolken betreten wir langsam in den Cloud forest, den Wolkenwald. Wir k\u00f6nnen nicht fassen, wie sch\u00f6n der heutige Weg ist. Wo springen denn die vielen Elfen, Feen und Kobolde herum? Hier liegt auch nicht ein bisschen M\u00fcll herum. Ein gro\u00dfer Unterschied zum 1. Tag unserer Wanderung. Riesige alte B\u00e4ume, riesige Farn-B\u00e4ume und dann diese Lianen. Ich kann mich nicht zusammenrei\u00dfen und schwinge mich elegant wie Tarzan an einer herum. Auch wenn meine Stimme noch nicht wieder Radio Patricia anschmei\u00dfen kann, mache ich zu viele Kaspereien und sorge so f\u00fcr viele Lacher. 300 m vorm der Ziellinie ist die Aufmerksamkeit weg. Ein paar Arbeiter graben links und rechts vom Weg Tiefe Rinnen f\u00fcr die Regenzeit und Schaufeln die Erde auf den Weg. Ich rutsche auf einem Stein aus und lande mit meinem Knie auf einem anderen spitzen Stein. Nicht wirklich oder? Verdammt tut das weh. Die letzten Meter muss ich nun also Humpeln. Die Stimmung ist hin\u00fcber. Sowie es ein wenig bergab geht habe ich starke Schmerzen, auf der Geraden geht es. Am Gate finde ich eine Waage. Wir waren gespannt, was wir an Gewicht verloren haben, aber wir w\u00fcrden scheinbar zu gut ern\u00e4hrt am Berg. Die Waage zeigt gleiches Gewicht an. An der Ziellinie warten schon ein paar Leute auf mich. Meine Emotionen \u00fcberkommen mich. Ich bleibe stehen, drehe mich um und breche in Tr\u00e4nen aus. Ich f\u00fchle mich wie ein Verlierer, weil ich nicht bis zum h\u00f6chsten Punkt gegangen bin. Alle schw\u00e4rmen um mich herum und \u00f6ffnen mir nochmal die Augen, was ich geschafft habe. Ich kann also bis zum Endpunkt gehen, seperiere mich und weine weiter. Oskar, dem die Tourenagentur &#8220;Aika&#8221; geh\u00f6rt, setzt sich zu mir und findet die richtigen Worte, um mir wieder ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern. Nun k\u00f6nnen wir unser Abschlussfoto schie\u00dfen und d\u00fcrfen unsere Zertifikate abholen. F\u00fcr mich gibt es eines zum Stella-Point auf dem h\u00f6chsten frei stehenden Berg der Welt auf 5756 m und f\u00fcr die anderen beiden bis zum Uhuru-Peak auf 5895 m. Als alle wieder im Bus Platz gefunden haben, fahren wir zu einem nahegelegenen Restaurant, wo unser pers\u00f6nlicher Kellner Juma, einer von den Portern, unsere letzte gemeinsame Mahlzeit serviert. Danach gibt es noch ein kleines Kunstwerk mit Obstspie\u00dfen und eine Torte. Als weiteres Andenken \u00fcberreicht uns Oskar noch ein T-Shirt &#8220;I climbed Kilimanjaro am 27.09.2025&#8221;. Eine Danksagung folgt der n\u00e4chsten. Wir sind alle sehr emotional und einfach nur extrem dankbar f\u00fcr alles. Die Guides waren immer f\u00fcr uns da und haben f\u00fcr uns gesorgt. Die Porter haben extreme Arbeit geleistet. Nach einer Fotorunde, bei der das Foto des Tages entstanden ist, fahren wir zur\u00fcck nach Moshi. Hier werden alle geliehenen Klamotten zur\u00fcckgegeben und wir \u00fcberreichen das wenige Trinkgeld mit einer festen Umarmung an jeden, der uns auf unserem Weg geholfen hat: Isack und Rahim (Guides), Elias (Porter+Koch), Juma (Porter+Kellner), Amin und Sadic (Summit Porter), Abdul, Abraham, Godwin, Toni, Dana und Kalebi (Porter). Danach ist Edwin schon da, bei dem wir vorher couchsurfen waren. Er f\u00e4hrt heute nach Arusha und nimmt uns mit. Wieder v\u00f6llig ersch\u00f6pft kommen wir um 8 Uhr abends in Arusha an. Anna nimmt uns in Empfang und gibt uns allen ein gratis Einzelzimmer in ihrem Hotel, damit wir uns ordentlich ausruhen k\u00f6nnen. Nachdem sie uns auch noch Abendessen gekocht hat, sieht sie mir an, dass es mir wirklich nicht gut geht und schickt ihren Mann nochmal in die Apotheke. Der Apotheker spricht mit mir und ich bekomme eine ordentliche Keule an Antibiotika und Prednisolon und Hustensaft. Mit den Worten: &#8220;Morgen wird es dir viel besser gehen;&#8221; verabschiedet er sich. Nun m\u00fcssen nur noch die Klamotten gewaschen werden. Der Kilimanjaro-Staub sitzt in jeder Ritze und ich habe noch nie so schwarzes Wasser gesehen. Ich brauche wirklich ewig, bis das Wasser sich nur noch hellgrau f\u00e4rbt. Geschafft F\u00e4lle ich in mein Bett aber finde nicht wirklich in den Schlaf. Im Zelt habe ich besser geschlafen als im Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Millenium-Camp &#8211; Mweka-Gate (9km, 2300hm, 5h) Wir wollen fr\u00fch los, denn wir haben heute noch viel vor. Der Kilimanjaro liegt hinter uns. Wir hatten nicht ausreichend Schlaf, aber es geht los. Die Aussicht ist wundersch\u00f6n. Auf der einen Seite zeigt sich der Gipfel, er scheint friedlich zu ruhen. 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