{"id":3573,"date":"2025-09-26T22:18:11","date_gmt":"2025-09-26T20:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3573"},"modified":"2025-10-06T22:19:13","modified_gmt":"2025-10-06T20:19:13","slug":"kilimanjaro-tag-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/09\/26\/kilimanjaro-tag-4\/","title":{"rendered":"Kilimanjaro: Tag 4"},"content":{"rendered":"\n<p>Barranco-Camp &#8211; Karanga-Camp &#8211; Barafu-Camp (10km, 770hm, 9h) <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3606\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1000295302-1.jpg 1134w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Nacht war kalt und so auch der Morgen. Als wir aufstehen, ist es noch dunkel. Bis Avi fertig ist, ist es hell, aber immer noch sehr kalt. Die ersten Hubschrauber fliegen und holen Wanderer ab, die sich nicht mehr gut f\u00fchlen. Ab nun geht das in Dauerschleife. 3500USD kostet es, sich mit dem Hubschrauber abholen zu lassen. Ich k\u00e4mpfe weiter. Mit der gleiche Medikation wie gestern geht es wieder los. Wir gehen Richtung einer fast senkrecht empor steigenden Wand, der Barranco-Wall, w\u00e4hrend die Porter die letzten Zelte abbauen und ihr Gep\u00e4ck auf den Kopf schwingen. Heute haben wir unsere Wanderst\u00f6cke bewusst weg gelassen, da wir mehr klettern als wandern m\u00fcssen in den n\u00e4chsten Stunden. Sowie die Sonne \u00fcber den Berg kommt, wird es w\u00e4rmer. Wir fangen sogar an, zu schwitzen. Die Porter leisten eine unglaubliche Arbeit unser Essen, die Zelte und alles m\u00f6gliche hier hoch zu tragen. W\u00e4hrend wir uns den Wanderweg hinaufqu\u00e4len, finden die Porter doch immer wieder einen anderen Weg nebendran um uns zu \u00fcberholen. Und dann passiert es&#8230; Ein Porter st\u00fcrzt. Er f\u00e4llt und f\u00e4llt. Direkt springe ich in den Notarzt-Modus. Gottseidank tut ihm nur die Hand weh. Alles andere ist gut. Die Stimmung ist nun etwas gedr\u00fcckt, aber es muss weiter gehen. Irgendwann kommen wir oben an. Das Wetter ist super aber trotzdem kalt. Wir sind nun auf einem kleinen Plateau und haben und eine kleine Snack- und Teepause verdient. Nachdem wir ganz viele Fotos im Springen, im Hand-Stand oder sonst welchen Posen gemacht haben, m\u00fcssen wir unseren Sauerstoff-Haushalt wieder etwas herunterfahren. Wir setzen uns, hinter uns der Kilimanjaro. Wir genie\u00dfen unseren Ingwertee, Samosas und Kekse. Weiter geht es nach unten, um dann wieder nach oben zu wandern. Der Blick ist weit, \u00fcberall sehen wir abgebrannte B\u00e4ume. Der Boden wird immer trockener. Der Kilimanjaro ist daf\u00fcr ber\u00fcchtigt, dass er so staubig ist, dass man danach Husten, den ber\u00fchmten Kili-Husten, bekommt. Am Karanga-Camp angekommen, steht wieder unser Zelt bereit. Viele bleiben hier im Camp \u00fcber Nacht, nachdem wir unser Mittagessen zu uns genommen haben, schlie\u00dfen wir die 2. Tageswanderung an. Nun geht es wieder sanft Berg hoch. Da wir schon sehr lange auf den Beinen sind merke ich schon jetzt, wie sch mein k\u00f6rperlicher Zustand wieder verschlechtert und meine Temperatur steigt. Anstatt also bei jeder Pinkel-Pause von Avi zu stoppen, gehe ich ganz langsam aber sicher weiter. Avi schafft es auf 16 Mal Pinkeln an einem Tag durch die Tabletten gegen die H\u00f6henkrankheit. In den Wolken steigen wir auf. Ich bin wie in Trance und Versuche den besten Weg zu finden, da die anderen ja hinter mir sind. Ich versuche mich an den Portern zu orientieren, die den Weg heute zum zweiten Mal gehen, da sie Wasser in 10-Liter-Eimern von einer nahegelegenen Quelle am Karanga-Camp zum Barafu-Camp hinauf schleppen, damit wir Tee, Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen haben. Dee Weg wird immer l\u00e4nger und ich k\u00e4mpfe mit meinen Reserven. Ich ziehe den Hut vor den Portern, den waren Helden des Kilimanjaro. Mit Ankunft im Camp lasse ich die Wanderst\u00f6cke sacken, gehe schnell aufs Klo und schaffe es nicht mal mehr f\u00fcr ein Foto vor dem Barafu-Camp zu posieren. &#8220;Lasst mich alle in Ruhe!&#8221; Ich schaffe es heute nicht einmal mehr heraus, um zu essen oder die Sauerstoffs\u00e4ttigung im Blut zu messen. Alles kommt zu mir ins Zelt und da meine beiden Guides auch besorgt sind, kommen sie mit einem Medikament ins Zelt, dass gegen meinen Husten sein soll, der mir das Leben wirklich schwer macht. Atemnot, sobald ich mich flach hinlege, sodass ich nachts aufwache. So kann es nicht weiter gehen. Ich bin am Kilimanjaro, was eigentlich schon genug Herausforderung ist. Sie \u00fcberreichen mir ein Medikament, ich schaue kurz hinten drauf und lese ein Antibiotikum. Perfekt, das ist genau, was ich brauche. Ich nehme es wohlwollend an und lege mich wieder hin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Barranco-Camp &#8211; Karanga-Camp &#8211; Barafu-Camp (10km, 770hm, 9h) Die Nacht war kalt und so auch der Morgen. Als wir aufstehen, ist es noch dunkel. Bis Avi fertig ist, ist es hell, aber immer noch sehr kalt. Die ersten Hubschrauber fliegen und holen Wanderer ab, die sich nicht mehr gut f\u00fchlen. 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