{"id":3557,"date":"2025-09-19T23:06:37","date_gmt":"2025-09-19T21:06:37","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3557"},"modified":"2025-09-19T23:06:44","modified_gmt":"2025-09-19T21:06:44","slug":"zu-besuch-bei-den-massai-von-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/09\/19\/zu-besuch-bei-den-massai-von-heute\/","title":{"rendered":"Zu Besuch bei den Massai von heute"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3556\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000292057.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute war ich bei der Familie eingeladen, bei deren Schwester ich vor einigen Tagen Couchsurfen war. Mit dem Dala Dala ging es nach Shangarai. Nach der kurzen Fahrt wurde ich noch mehr als sonst, angestarrt, angesprochen und konnte h\u00f6ren, wie wirklich jeder \u00fcber mich redete, an dem ich vorbei lief. W\u00e4hrend ich den Weg mit Google Maps zu finden versuchte, kam mir Norah schon entgegen und nahm mich in Empfang, denn das Haus war hinter einem anderen Haus versteckt und stand in seiner eigenen Bananenplantage, war also gut getarnt. Zun\u00e4chst wechselte ich erstmal die Schuhe, denn das kleine Grundst\u00fcck \u00e4hnelte einem gro\u00dfen Bauernhof. Direkt erstmal in H\u00fchnersch&#8230; getreten zur Begr\u00fc\u00dfung von Naimani und er nahm mich mit zu den K\u00fchen, die einen klein gehakten Bananenstumpf zum Fressen bekamen. 4 K\u00fche, 2 M\u00fctter und ihre 2 K\u00e4lber waren zu versorgen, versorgen aber auch im Gegenzug die Familie. Hier schie\u00dfe ich direkt das Foto des Tages. Nachdem Norah und ich das Geschirr vom Fr\u00fchst\u00fcck drau\u00dfen an der Wasserstelle in 2 gro\u00dfen Sch\u00fcsseln abgewaschen hatten und die H\u00fchner die Essensreste fein s\u00e4uberlich aufpickten, machten wir uns schon an die Zubereitung des Mittagessens. Auch die Mutter des Hauses schaute jetzt mal kurz vorbei. Da ich von Naimani wusste, dass sie Massai ist, war ich nicht \u00fcberrascht, als eine wundersch\u00f6ne, gro\u00dfe, schlanke Frau vor mir stand. Aber nicht sie k\u00fcmmerte sich ums Mittagessen, sondern die 18 j\u00e4hrige Norah. Ich half ihr dabei. Drau\u00dfen in einer separaten H\u00fctte w\u00fcrde ein Feuer angesch\u00fcrt, wo sp\u00e4ter der Reis drauf gekocht wurde. Dauerhaft um uns herum geisterten die 2 s\u00fc\u00dfen K\u00e4tzchen. Kein Tier hier auf dem Hof hat einen Namen, nicht mal Hund und Katze. Wir sind nun drinnen und w\u00e4hrend ich M\u00f6hren raspel, wird mir &#8220;frische&#8221; Sauermilch angeboten. Ich probiere erstmal skeptisch, aber bin auch extrem neugierig, da sie ja von den eigenen K\u00fchen ist, die wir vorhin erst gef\u00fcttert haben und 2 mal t\u00e4glich gemolken werden. Es schmeckt erstaunlich gut und da ich schon ewig nichts s\u00fc\u00dfes mehr gegessen habe, ist es fast wie eine Nachspeise als Einstimmung f\u00fcrs Mittagessen, das aber erst noch zubereitet werden muss. Alles geschieht ohne Tisch. Der Topf steht auf einem Kochaufsatz auf einer Gasflasche. Ich raspel die M\u00f6hren in einer Sch\u00fcssel auf meinem Scho\u00df und Norah schneidet das andere Gem\u00fcse gekonnt ohne Brettchen in ihren H\u00e4nden w\u00e4hrend das Fleisch im Topf schon mit klein geriebenem Ingwer, um weicher zu werden, vor sich hin k\u00f6chelt. Wieder was gelernt, denke ich mir. Und raspel flei\u00dfig weiter als etwas in Erinnerungen schwelge und Norah von unserem M\u00f6hren-Salat mit daran geraspeltem Apfel erz\u00e4hle. Da sie begeisterte K\u00f6chin ist, fragt sie mich, ob ich den M\u00f6hren-Salat bitte zubereiten k\u00f6nnte, wozu ich nat\u00fcrlich nicht nein sagen kann. Am Ende wird noch frischer Spinat mit Zwiebeln angebraten und das Men\u00fc ist fertig. Reis mit einer Art Gulasch, Spinat und guter deutscher M\u00f6hrensalat. Jeder der kostet ist \u00fcberrascht und ich freue mich, auch ein wenig meiner Kultur \u00fcbermitteln zu k\u00f6nnen. Nachdem wir gegessen haben, sind auf einmal alle m\u00fcde. Norah und Naimani schlafen auf der Couch ein. Als auch ich mich hinlegen m\u00f6chte, kommt Thomas, ein weiterer Bruder ins Haus und wir f\u00fchren eine lange und sehr gute Unterhaltung. Er studiert Psychologie und wir finden 1000 verschiedene Themen \u00fcber die wir reden k\u00f6nnen, von Rassismus \u00fcber die Schwierigkeit des Erlernens einer neuen Sprache, wie Suaheli, Deutsch, Spanisch oder Chinesisch, zu Musik in Afrika bis hin zu meinem Aufenthalt in Tansania von vor 6 Jahren. Die Themen scheinen endlos zu sein, doch irgendwann wird es sp\u00e4t und bevor es dunkel ist, m\u00f6chte ich doch wieder zur\u00fcck in der Stadt sein, also verabschieden wir uns auf ein Wiedersehen. Das v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllte Dala Dala bringt mich zur\u00fcck und zum Abendessen g\u00f6nne ich mir heute nochmal einen Ingwer-Zitronen-Honig-Tee und zur Abwechslung mal eine Pizza. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war ich bei der Familie eingeladen, bei deren Schwester ich vor einigen Tagen Couchsurfen war. Mit dem Dala Dala ging es nach Shangarai. Nach der kurzen Fahrt wurde ich noch mehr als sonst, angestarrt, angesprochen und konnte h\u00f6ren, wie wirklich jeder \u00fcber mich redete, an dem ich vorbei lief. 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