{"id":3489,"date":"2025-09-08T19:06:35","date_gmt":"2025-09-08T17:06:35","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3489"},"modified":"2025-09-08T19:06:41","modified_gmt":"2025-09-08T17:06:41","slug":"unterwegs-in-neuen-revieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/09\/08\/unterwegs-in-neuen-revieren\/","title":{"rendered":"Unterwegs in neuen Revieren"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"612\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-1024x612.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3488\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-1024x612.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-300x179.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-768x459.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-1536x918.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-2048x1224.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1000286211-12-600x358.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Alles klappert und klirrt. Die Nacht ist lang oder kurz, ja nachdem, wie man es sehen will. Ich habe einen jungen Kenyaner neben mir sitzen der gerade sein \u00d6kologie-Studium beendet hat, dementsprechend haben wir viele Themen \u00fcber die wir sprechen k\u00f6nnen. Da er aber auch der modernste schwarze Afrikaner ist, den ich bisher kennen gelernt habe, k\u00f6nnen wir eh \u00fcber alles sprechen und machen das auch, Filme, Musik, Fotografie und Kochen. W\u00e4hrend die anderen schlafen unter-halten wir uns. Irgendwann schlafen wir dann doch mal kurz, aber wirklich nur ganz kurz. Am Grenz\u00fcbergang Busia kommen fast alle Busunternehmen gleichzeitig an. Dementsprechend viel zu tun gibt es auf einen Schlag. Zun\u00e4chst wird die Gelbfieberimpfung im Impfausweis und die K\u00f6rpertemperatur kontrolliert. Erst wenn hier alles einwandfreie war, darf man sich in die n\u00e4chste viel zu lange Schlange zur Pass- und Visa-Kontrolle anstellen. Wie fast immer wird ein Foto gemacht, die Fingerabdr\u00fccke genommen und viel einfacher als gedacht, habe ich meinen Stempel im Pass und das ganz ohne Korruptionsgelder zu verlangen, weil ich die einzige Wei\u00dfe hier bin. Aber vielleicht kommt der Andrang mir ganz entgegen, da gar keine Zeit f\u00fcr Verhandlungen oder Diskussionen sind. Wieder im Bus, geht es nun auf kenyanischer Seite etwas ruhiger zu. Die Stra\u00dfen sind hier deutlich besser. Als wir am Morgen in Naivasha ankommen, werde ich herausgelassen und alle anderen fahren weiter nach Nairobi. Direkt hier sehe ich auf der anderen Stra\u00dfenseite eine Giraffe und ein Zebra. Ich habe weder Bargeld noch Handyempfang aber ich kann mit einem Bodaboda-Fahrer einen guten Deal aushandeln. Er f\u00e4hrt mich von der Umgebungsstra\u00dfe erstmal in die Stadt, dann zur Bank, zu Safari im, wo mir eine Sim-Karte eingerichtet wird und dann auch noch zum richtigen Matatu (Sammeltaxi), dass sich erst noch f\u00fcllen muss, bevor es seine Runde um den Naivasha-See startet. V\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllt fahren wir los. Die Kenyaner sind wirklich sehr nett und vielleicht liegt es daran, dass Naivasha nicht sehr gro\u00df ist, aber es scheint mir auch extrem sicher zu sein. Ich fahre trotzdem aus Naivasha raus. Als wir einmal zur H\u00e4lfte um den See sind, werde ich herausgelassen. Am Fisherman&#8217;s Camp Frage ich nach einer Unterkunft und ich bekomme gottseidank die letzte H\u00fctte hier. 20 m vom Wasser entfernt. Zum Wasser hin ist allerdings ein Elektrozaun, dass die vielen Hippos uns nicht zu nahe kommen, denn bereits jetzt habe ich welche entdeckt. Ich falle trotzdem erstmal ins Bett und schlafe 3 Stunden durch. Danach treibt mich der Hunger heraus ins nahegelegene Dorf. An der Stra\u00dfe geht es also entlang, ich werde Zeugin der Geburt eines kleinen L\u00e4mmchen und suche im Dorf die Lokalit\u00e4t, die mir empfohlen wurde, damit ich keine &#8220;Mzungu-Preise&#8221;, also \u00fcberteuerten Preise f\u00fcr Wei\u00dfe zahlen muss. Ich nehme mein Essen mit ein paar H\u00fchnern und G\u00e4nsen zu mir. W\u00e4hrend ich meinen Chapati mit verschiedenen Blattgem\u00fcsen zu mir nehme, gesellt sich Diana zu mir. Die Sch\u00fcler kommen nach 2 Stunden Schule zur\u00fcck nach Hause und schauen mich mit gro\u00dfen Augen an. Diana m\u00f6chte mir noch ihr Haus zeigen und ich bin \u00fcberrascht auf wie kleinem Raum man leben kann. Was ich pro Nacht zahle, zahlt sie pro Monat als Miete, 16\u20ac. Zwei Zimmer w\u00e4ren zu teuer, also leben 4 Leute in einem Raum mit Bett, einer Couch, einem Fernseher und K\u00fcchenzeile. Hier, wo die Wohnung ist, gibt es ganz viele dieser. Nachdem man durch eine alte Holzt\u00fcr gegangen ist, er\u00f6ffnen sich einem 3 Hinterhofg\u00e4nge die miteinander verbunden sind und alle 4 m eine neue T\u00fcr in ein neues Zuhause f\u00fchrt. Nun gehen wir noch zusammen einkaufen, damit ich eine Idee bekomme, was hier Dinge kosten. Die Kortison-Creme f\u00fcr meinen Hautausschlag durch die Raupe von vor ein paar Tagen kostet mich ganze&nbsp; 50 Cent. Als wir uns verabschieden, verabreden wir uns f\u00fcr den morgigen Tag. Jetzt muss ich etwas die F\u00fc\u00dfe in die Hand nehmen, da ich wei\u00df, dass die Hippos am Abend aus dem Wasser kommen. Und ganz genau so ist es auch, als ich im Camp wieder ankomme. 5 Nilpferde haben beschlossen, dass es Zeit ist zu fressen. Die Sonne hat nachgelassen und deshalb wagen sie sich nach drau\u00dfen. Das hat mir noch gefehlt, ein gutes Foto eines Hippos. Ich schaue ihnen 2 Stunden lang zu, wie sie sich langsam hin und her bewegen, immer mal fressen, immer mal mit ganz weit ge\u00f6ffnetem Maul g\u00e4hnen und sich sogar manchmal von mir bedroht f\u00fchlen und ihr Revier verteidigen wollen und ich schnell auf Abstand gehen muss. Der Elteozaun mag sie vielleicht konditioniert haben, aber stellt trotzdem keine H\u00fcrde da, wenn sie mich wirklich \u00fcber den Haufen rennen wollen. Mit meine Foto des Tages bin ich aber \u00e4u\u00dferst zufrieden, als das Hippo nur noch 4 m von mir entfernt war. Jetzt wird nun noch der Plan f\u00fcr morgen fertig gemacht und dann geht es auch ganz fr\u00fch ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles klappert und klirrt. Die Nacht ist lang oder kurz, ja nachdem, wie man es sehen will. Ich habe einen jungen Kenyaner neben mir sitzen der gerade sein \u00d6kologie-Studium beendet hat, dementsprechend haben wir viele Themen \u00fcber die wir sprechen k\u00f6nnen. 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