{"id":3474,"date":"2025-09-05T21:28:07","date_gmt":"2025-09-05T19:28:07","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3474"},"modified":"2025-11-25T15:06:27","modified_gmt":"2025-11-25T14:06:27","slug":"immer-diese-tage-voller-uberraschungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/09\/05\/immer-diese-tage-voller-uberraschungen\/","title":{"rendered":"Immer diese Tage voller \u00dcberraschungen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"608\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-608x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3473\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-608x1024.jpg 608w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-178x300.jpg 178w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-768x1294.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-912x1536.jpg 912w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-1216x2048.jpg 1216w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-600x1011.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/PXL_20250905_0809499832-scaled.jpg 1520w\" sizes=\"auto, (max-width: 608px) 100vw, 608px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Plan ein gutes Angebot f\u00fcr eine Bootstour zu finden, wollte ich heute das Hostel verlassen. Am Tor traf ich dann auf William, den Portier, der mich neugierig fragte, was ich vor haben w\u00fcrde. Nachdem mein Plan offenbart war, lie\u00df er mich nicht los, bis ich mit seinem Freund gesprochen hatte. Mein Angebot war in der Tasche und William brachte mich auch direkt ans Wasser. Auf der Fahrt, wurde ein Plan f\u00fcr morgen ausgeheckt und ich war noch gl\u00fccklicher. Am Victoria-See, dem zweitgr\u00f6\u00dften Frischwassersee der Welt, angekommen, bin ich erstaunt, was hier alles \u00fcber die Ladenkante geht. Fisch wird in Massen abgewogen und in riesige Styroporkisten verfrachtet. Sand wird von extrem tiefergelegten Booten an Land geschaufelt, um dann in Lastwagen geschaufelt zu werden, alles mit der Hand. Und vorher musste es noch von den Inseln aufs Boot geschaufelt werden. Eine unglaubliche Arbeit. Dann geht es auch direkt aufs Boot. Ich werde einmal quer \u00fcber den See zur nahegelegenen Halbinsel ins Fischerd\u00f6rfchen Kikondo gefahren. Und mit Fischerdorf ist diesmal wirklich nicht zu wenig versprochen. Direkt mit der Ankunft trete ich eigentlich schon auf Fisch herauf. Jedoch nicht auf frischen, sondern auf kleine sonnengetrocknete Silberfische und Buntbarsche in Miniaturausf\u00fchrung, die in der Nacht zuvor mit Licht und einer speziellen, nennen wir es mal afrikanischen Konstruktion, massenweise gefangen wurden. Nun sorgen die Frauen daf\u00fcr, dass sie auch wirklich von allen Seiten gleich gut getrocknet werden und ich schie\u00dfe direkt mein Foto des Tages. Das ganze Dorf ist voll damit. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Fisch gesehen. Auf dem Platz vor der deutschen Schule, die wirklich wie jede deutsche Grundschule aussieht, ist alles voll. In den kleinen Gassen fassen mich die Kinder an, trocknen die Leute Mais, stellen Holzkohle her, w\u00e4hrend ein Kind mit einem Motorradreifen spielend an mir vorbeirennt und mir ein Ball, aus Plastikt\u00fcten hergestellt, zugepasst wir. Ich bin wirklich froh, dass ich nicht nur eine gew\u00f6hnliche Bootstour abbekommen habe, sondern in ein D\u00f6rfchen eintauchen kann, dass ich gar nicht besichtigen wollte. Es geht wieder aufs Boot. Das gesamte Ufer entlang waschen Leute ihre Kleidung, w\u00e4hrend wir schon auf Vogelbeobachtung umgeschaltet haben. Ich kann mit meinem Wissen gl\u00e4nzen und deshalb geht es doch noch etwas mehr ins Detail. Vom Victoria-See, kommen wir nun an eine Stelle, weshalb ich die Bootstour vorwiegend machen wollte. Das Wasser ist von ganz ruhig umgeschwenkt zu extrem unruhig, Wellen, Strudel und Str\u00f6mung. Da brodelt doch was unter Wasser&#8230; Richtig! W\u00e4re der Wasserstand aufgrund eines Dammes nicht so hoch, k\u00f6nnte man sogar eine bis zu 2 m hohe Fontaine sehen. Die Quelle des Nils. Hier ist sie. V\u00f6llig unglaublich, aber hier ist eine Kraft dahinter. Wir werden direkt abgetrieben. Mit Kraft und Zeit k\u00e4mpfen wir uns zur\u00fcck. Es gibt nicht nur eine Quelle, sondern noch viele andere kleine. Es sieht aus, als w\u00fcrde das Wasser sieden. Und auch wenn hier gewaltige Wassermassen aus dem Erdboden kommen, wird der Nil doch immer noch zu 70% aus dem Victoria-See gespeist. Als John Hanning Speke 1858 die Quelle des Nils als erster Europ\u00e4er entdeckte, hatte dieser noch einen anderen Namen. Als er sich aber danach erkundigen wollte, wie der Fluss hei\u00dfe, bekam er nur die Antwort: &#8220;Titwende nale&#8221;, ausgesprochen: &#8220;Titwidi Neile&#8221;, oder \u00fcbersetzt eben: &#8220;Wir wissen gar nichts&#8221;. Da also keiner die Sprache der Anderen sprach, dachte sich Speke, der Name sei Neile und der Name Nil (Engl.: Nile) war geboren. Wenn man es also genau nimmt, hei\u00dft der Nil nun &#8220;gar nichts&#8221;. Urspr\u00fcnglich war hier mal eine kleine Insel, die allerdings auch mit dem steigenden Wasserstand inklusive H\u00fctten versenkt wurde. Eine H\u00fctte hat es noch \u00fcberlebt, in der man nun, direkt bei der Nilquelle, Souvenirs shoppen kann. Hier steht auch ein Zeichen mit dem wir flei\u00dfig Fotos schie\u00dfen und dann geht es zur\u00fcck. Neben V\u00f6geln sehen wir nun auch andere spektakul\u00e4re Tiere wie Fischotter und eine Schwarze Mamba. Als wir diese entdecken, springt der F\u00fchrer fast aus den Socken. Man bekommt hier nur etwa alle 5-6 Jahre eine zu sehen. Die Fischer, die sich in der N\u00e4he befinden werden direkt gewarnt und auch die Eidechse flitzt ganz schnell davon. Nachdem die Tour beendet ist, geht es mit dem Bodaboda zum B\u00fcro einiger Busunternehmen, wo ich mich nach einer Fahrt nach Kenya erkunde. Nachdem ich einige B\u00fcros abgeklappert habe, habe ich alle Preise und Abfahrzeiten im Kopf und kann nun wieder zur\u00fcck zum Hostel gehen. Mein Spaziergang wird von den vielen Bodaboda-Fahrern nicht akzeptiert, aber ich bleibe fest dabei, dass ich eine Stunde lang durch die Hitze laufen werde, um mir die Stadt mal etwas anzusehen. Beim Hostel angekommen, wartet Zulufa, die ich gestern im Bus kennen gelernt habe, als \u00dcberraschung auf mich. Wir quatschen erst etwas bevor es zu einem viel zu sp\u00e4ten Mittagessen, das eher zum Abendessen wird, geht. Vollgefressen ruhen wir uns im Garten des Hostels im Sofa etwas aus, ich spiele mit den Hunden und ich beginne auf irgendwas extrem zu reagieren. Meine Haut f\u00e4ngt an zu brennen, als h\u00e4tte ich in Ameisens\u00e4ure gebadet. Ich versuche es erstmal mit kaltem Wasser abzusp\u00fclen. Zulufa nimmt schon ein Handtuch, macht es nass und versucht mich abzureiben. Eine Loratadin, raus aus meinen Klamotten und ich wei\u00df nicht wirklich wohin mit mir. Vielleicht doch unter die Dusche, bevor ich noch 20 Mal im Zimmer auf und ab laufe, w\u00e4hrend meine H\u00e4nde nicht wissen was sie machen sollen. Ich wasche mich drei Mal gr\u00fcndlich mit Seife bevor ich den Wasserhahn ausdrehen kann. Ich schmei\u00dfe noch eine Loratadin hinterher und es beruhigt sich etwas. Nun werde ich m\u00fcde, der K\u00f6rper entspannt sich, auch wenn er immer noch juckt, was allerdings auszuhalten ist. Das Bett ist heute zum Freitag Abend reserviert f\u00fcr mich und wird nicht mehr verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Wildtiersichtungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Malachite Kingfisher<br \/>Pied kingfisher<br \/>Kormoran<\/p>\n\n\n\n<p>Monitor lizards (4)<br \/>White egret<br \/>Snake bird<br \/>Open billed stork<br \/>Fischotter<br \/>Black mamba<br \/>Pelikan<br \/>Marabu<\/p>\n\n\n\n<p>Woodlands kingfisher <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Plan ein gutes Angebot f\u00fcr eine Bootstour zu finden, wollte ich heute das Hostel verlassen. 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