{"id":3396,"date":"2025-08-23T19:01:28","date_gmt":"2025-08-23T17:01:28","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3396"},"modified":"2025-11-16T00:39:52","modified_gmt":"2025-11-15T23:39:52","slug":"safari-durch-uganda-tag-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/08\/23\/safari-durch-uganda-tag-2\/","title":{"rendered":"Safari durch Uganda: Tag 2"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"551\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-551x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3395\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-551x1024.jpg 551w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-162x300.jpg 162w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-768x1426.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-827x1536.jpg 827w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-1103x2048.jpg 1103w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-600x1114.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250823_0628130642-scaled.jpg 1378w\" sizes=\"auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute bin ich leider noch nicht in der Lage, \u00fcber mein Erlebtes zu schreiben. Ich muss erst alles noch verarbeiten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal dar\u00fcber geschlafen, ordentlich geweint, als die meiste Anspannung weg war und alles ist etwas sortierter im Kopf. Dabei fing alles so gut an. Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Die Sonne ist schon am aufgehen und Perez und ich d\u00fcrfen erst noch unser gutes Fr\u00fchst\u00fcck genie\u00dfen, bevor wir uns aufmachen, einmal den Berg hinunter hinein in den Nationalpark. Direkt wieder zu Anfang lassen sich zahlreiche Wasserb\u00f6cke sehen. Unsere Mission heute ist es ein Eland zu finden, da ich die gr\u00f6\u00dfte Antilope noch nie auf meiner Reise zu Gesicht bekommen habe. Wir fahren also ein bisschen umher, es ist wirklich wie in einem riesigen Zoo hier. Man hat die ganze Zeit Anblick. Ob Zebra, Impala, Pumba oder Wasserbock, eines davon sieht man immer. Wir bekommen einen Anruf und drehen um. Nun geht es etwas schneller zu Linda, die ich gestern am See schon kennengelernt habe. Sie ist die befreundete Rangerin des Parkes von Perez. Sie ist mit 2 Italienern unterwegs auf einer Safari zu Fu\u00df. Sie hat uns eingeladen, der Exkursion zu folgen, da sie etwas entdeckt hat. Wir parken also unser Auto an der Seite und sind mit von der Partie. Direkt zu Anfang sehe ich in der anderen Richtung, in die wir nicht gehen, ein paar Giraffen mit einer Baby-Giraffe, die Probleme beim Laufen hat. Ihre Vorderl\u00e4ufe sind im 45\u00b0-Winkel an den Knien eingesteift. Linda erz\u00e4hlt mir, dass die Giraffe, die erst eine Woche alt ist so geboren wurde und in \u00e4rztlicher und physiotherapeutischer Behandlung ist und bereits besser wird. Wow, immerhin. Aber wir gehen in die andere Richtung weiter, nicht weit und auch hier sehen wir Giraffen. 2 M\u00fctter und 3 K\u00e4lber. Gemeinsam mit ihnen gehen wir bergauf. Sie sind \u00fcberhaupt nicht scheu und gehen die gesamte Zeit etwa 20 m vor uns hinweg und lassen sich nicht st\u00f6ren. Ab und zu halten sie an, um an den Akazien etwas herum zu knabbern und dann geht&#8217;s auch weiter. Wir verabschieden uns von der &#8220;Giraffenreise&#8221;, wie eine Truppe von Giraffen genannt wird, die am Laufen ist, anders als eine Gruppe von Giraffen, die steht und grast, die &#8220;Tower&#8221;, also &#8220;Turm&#8221; genannt wird. Linda meint :&#8221;nun werden wir eine m\u00e4nnliche Giraffe sehen&#8221;. Schon gestern habe ich mit Perez die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Giraffen studiert. Wir gehen weiter bergauf. Sowie wir \u00fcber den H\u00fcgel sind traue ich meinen Augen nicht. Vor uns stehen 9 Giraffen. Eine h\u00fcbscher als die andere. Diese Roths-Child-Giraffen haben ein so sch\u00f6nes Muster. Schade, dass sie gef\u00e4hrdet sind, aber gut, dass sie hier im Park eingef\u00fchrt wurden, um sich zu vermehren. Und das scheinen sie auch gut zu tun. Sie sind v\u00f6llig unbeeindruckt von uns. Links liegt noch ein m\u00e4nnlicher Wasserbock, ein paar Topis ziehen davon und ein m\u00e4nnliches Impala streift durch die Kante. Dies wird einesr der sch\u00f6nsten Momente f\u00fcr mich auf meiner Reise durch Afrika sein. Die Giraffen stehen im Kreis um eine Akazie herum und fressen. Von Zeit zu Zeit taucht eine weitere hinter einem Busch auf oder eine andere verschwindet. Und wir mittendrin. Ich stehe 2 m von einer jugendlichen Giraffe entfernt. Was f\u00fcr ein riesiges Tier. Wir sind v\u00f6llig entspannt. Doch dann f\u00e4ngt sie an, wie Giraffen eben rennen, in Zeitlupe in meine Richtung zu rennen und ich sp\u00fcre \u00fcber den Boden die Ersch\u00fctterung und den Wind als sie an mir vorbeirennt. Sie atmet tief aus und bleibt 2 m hinter mir wieder stehen. Irgendwas hat sie aufgeschreckt. Und sie hat mich aufgeschreckt. Ich wollte heute eigentlich nicht von einer Giraffe tot getrampelt werden. Aber sie ist mit Abstand an mir vorbei und hatte nicht die Absicht, mir weh zu tun. Wieder etwas beruhigt, ist Fotosession angesagt. Ich steige auf einen Termitenh\u00fcgel und Perez macht Bilder von mir. Als ich die H\u00e4nde in die H\u00f6he Strecke, wird die Giraffe hinter mir aufmerksam und kommt n\u00e4her auf mich zu und wundert sich, was dieser ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe Mensch da macht. Ich drehe mich um und Perez schie\u00dft das heutige Foto des Tages. 3 m entfernt, Auge in Auge mit einer jungen Giraffe, was f\u00fcr ein Moment. Und dann kommt der Auftritt des Giraffenbullen. Deutlich gr\u00f6\u00dfer und dunkel gef\u00e4rrbt stolziert er in voller Muskelpracht an uns vor\u00fcber. Das ist nochmal ein anderes Kaliber. Jeder hat Respekt. Aber er ist ruhig und geht auch an die gleiche Akazie zum Fressen. Nun sehe ich, die 5 H\u00f6rner, von denen mir berichtet wurden, dass sie m\u00e4nnliche Giraffen haben. Super interessant. Als wir uns satt gesehen haben und befriedigt sind, drehen wir wieder um und gehen wieder bergab, als Perez am Horizont ein Eland entdeckt. Also gehen wir erstmal noch dort hin, damit auch ich mein Eland abhaken kann. Auf dem R\u00fcckweg zu den Autos geht wieder eine andere Giraffenreise vor uns her und ich bin einfach nur v\u00f6llig begeistert. Danke an Linda, die uns Bescheid gegeben hat. Was heute hier los war, glaubt mir keiner und kann man mit Worten nur schwer beschreiben. Wir waren 3 Stunden unterwegs. Da es nicht der Plan war heute eine Wanderung zu machen, hatte ich nur meine Latschen an. Jeder der mich gesehen hat, dachte sich vermutlich, was f\u00fcr eine Touristin. Total unvorbereitet, aber am Ende hatte ich weniger Blessuren als die anderen. Wir machten uns wieder auf den R\u00fcckweg, hielten nochmal bei meinen geliebten Ankole-Langhorn-Rindern an, trafen hier nochmals auf die Italiener und verabschiedeten uns. Zur\u00fcck in der Lodge gab es Mittagessen und eine gute Mittagspause.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut ausgeruht, wollten wir um 3 Uhr zu unserer zweiten Safari starten. Wir stiegen ins Auto, starteten das Auto und rollten los. Wir sind auf einem sehr steilen H\u00fcgel und wollen wieder herunter in den Nationalpark. Keine 5 m gerollt und das Chaos beginnt. P\u00e9rez schreit nur &#8220;Bremsen!&#8221; und ich realisiere erst jetzt, dass die Bremsen nicht funktionieren. Ich schaue auf seine F\u00fc\u00dfe, das Pedal ist durchgetreten, aber wir werden schneller und schneller, ich will zur Handbremse greifen, aber Perez Hand ist schneller da. Auch die Handbremse funktioniert nicht. Mein schlimmster Albtraum wird war. Wie oft habe ich davon getr\u00e4umt, mit einem Auto von einem Berg zu st\u00fcrzen und so zu sterben. Heute scheint es soweit zu sein.\u00a0 Wir rasen immer weiter Richtung Abgrund. Alles geht extrem schnell, da der Berg so steil ist. P\u00e9rez sein Arm kommt zu mir und h\u00e4lt meinen Oberk\u00f6rper in Position. Die Stra\u00dfe ist von einer kleinen, einen halben Meter hohen Mauer eingegrenzt. Wie wir es hier hoch schaffen, wei\u00df ich am Ende nicht. Nun ist der Abgrund da. Wir rammen einige kleine B\u00fcsche und machen alles platt. Ich sehe uns den Hang herunter fallen und sterben. Ein weiterer Busch und wir werden langsamer und landen schlie\u00dflich in einer Baumkrone die uns immer weiter abbremst und an den gro\u00dfen St\u00e4mmen g\u00e4nzlich anh\u00e4lt. Das Auto ist extrem schr\u00e4g. Wir stehen, aber links neben mir aus dem Fenster blicke ich dem Abgrund entgegen. Mein Instinkt sagt mir, dass es noch nicht vorbei ist, das Auto kann jederzeit abrutschen. Ich sage zu Perez: &#8220;Schnell aus dem Auto heraus!&#8221;, aber er ist wie eingefroren. Nochmal sage ich es, aber er bewegt sich kein St\u00fcck, also muss ich Richtung Abgrund aus dem Auto \u00fcber die Baumkrone herausklettern. Am Boden angekommen gehe ich am Hang, das Auto \u00fcber mir schnell hinters Auto, er sitzt immer noch im Auto. Ich klettere den Hang hinauf, \u00f6ffne die T\u00fcr und ziehe Perez aus dem Auto. Das Auto steckt gottseidank immer noch fest. Mittlerweile kommen auch ganz viele Leute vorbei, die das Ganze geh\u00f6rt haben und nach uns schauen. Wir zittern am ganzen K\u00f6rper. Geht es dir gut? Mein Knie tut weh, sein Ellbogen tut weh, aber wir leben. Wir k\u00f6nnen es noch nicht fassen. Jeder redet mit uns, alle sind besorgt. Doch alles ist gut. Die Zeit vergeht, wir nehmen uns Zeit f\u00fcr uns, m\u00fcssen weg von diesem Ort und setzen uns an ein ruhiges Pl\u00e4tzchen, um klar zu kommen. Wir reden und tr\u00f6sten uns gegenseitig. Unser Kopf wei\u00df nicht, ob er weinen oder lachen soll. Wir haben dem Tod ins Auge geschaut, aber wir sind fast v\u00f6llig unversehrt davon gekommen. Wir sind am Leben und keiner von uns h\u00e4tte das je gedacht. 4 Stunden vergehen. Das Auto wird mit einem Laster mit M\u00fche aus dem Unfallort gezogen. Der einzige Baum der hier am Hang steht. &#8220;Ihr hattet 1000 Schutzengel!&#8221;, &#8220;Das ist ein Wunder!&#8221;, &#8220;Gott wollte euch noch nicht gehen lassen!&#8221;, &#8220;Du hast noch viele Leben zu retten!&#8221;. Jeder versucht uns aufzumuntern, aber wir brauchen einfach nur Zeit. Nach dem Abendessen verabschieden wir uns in unsere Zimmer. Es gibt eine lange Umarmung. P\u00e9rez ist nun nicht mehr nur mein Guide. In den n\u00e4chsten Tagen werden wir uns gegenseitig brauchen. Nur wir wissen, durch was wir gegangen sind. Nur wir k\u00f6nnen uns wirklich verstehen. Hier ist ein Bund f\u00fcrs Leben entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Wildtiersichtungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Pumbas<\/li>\n\n\n\n<li>Brown snake eagle<\/li>\n\n\n\n<li>Impalas<\/li>\n\n\n\n<li>Bushbock<\/li>\n\n\n\n<li>Waterbock<\/li>\n\n\n\n<li>Topi<\/li>\n\n\n\n<li>Zebras<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fcffel<\/li>\n\n\n\n<li>White brown coucal<\/li>\n\n\n\n<li>Vervet monkey<\/li>\n\n\n\n<li>Black headed gonred<\/li>\n\n\n\n<li>Go away bird<\/li>\n\n\n\n<li>Giraffen<\/li>\n\n\n\n<li>Short tailed eagle<\/li>\n\n\n\n<li>Woodland kingfisher<\/li>\n\n\n\n<li>Gray castrol<\/li>\n\n\n\n<li>Banded mongoose<\/li>\n\n\n\n<li>Paviane<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute bin ich leider noch nicht in der Lage, \u00fcber mein Erlebtes zu schreiben. Ich muss erst alles noch verarbeiten&#8230; Einmal dar\u00fcber geschlafen, ordentlich geweint, als die meiste Anspannung weg war und alles ist etwas sortierter im Kopf. Dabei fing alles so gut an. 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