{"id":3349,"date":"2025-08-13T00:53:21","date_gmt":"2025-08-12T22:53:21","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3349"},"modified":"2025-11-14T17:10:20","modified_gmt":"2025-11-14T16:10:20","slug":"eine-zugfahrt-die-ist-lustig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/08\/13\/eine-zugfahrt-die-ist-lustig\/","title":{"rendered":"Eine Zugfahrt die ist lustig&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"825\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-1024x825.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3348\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-1024x825.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-300x242.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-768x619.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-1536x1238.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-2048x1651.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/PXL_20250812_090236852.MP3-600x484.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es wackelt und wird mit jeder Minute k\u00e4lter. Ich hole w\u00e4hrend der Nacht immer mehr Kleidung aus meinem Rucksack. Als ich mal auf Toilette gehe, erkenne ich das Problem, die T\u00fcren\u00a0vom Zug sind zwar geschlossen, aber Fenster sind keine mehr drinnen. Die Toilette ist erstaunlich sauber, was mir ein gutes Gef\u00fchl gibt. In der Nacht kann ich nicht all zu viel schlafen. Bei jedem Halt, ert\u00f6nt die viel zu laute &#8220;Hupe&#8221;. Um 4 Uhr machen wir einen einst\u00fcndigen Halt und irgendwelche besoffenen M\u00e4nner kommen in den Zug und argumentieren oder streiten. Gottseidank bleibt die Kabinent\u00fcr die ganze Zeit \u00fcber geschlossen. Am Morgen wird es etwas ruhiger im Zug und ich kann noch etwas Schlaf finden bis in Monze meine Fahrkabinen-Begleitung wechselt. Der Zug wird jetzt richtig voll. Aus einem 1.-Klasse-Schlafwagen wird ein Familienabteil mit 8 Kindern und 6 Erwachsenen, statt 4 Personen. Ich muss also mein Bett freigeben. Hier wird jetzt alles gemacht: Windeln gewechselt, ges\u00e4ugt, gegessen, getrunken, geschlafen und ja, sogar das Gesch\u00e4ft wird hier verrichtet. F\u00fcr das kleine gibt es einen Becher in einer T\u00fcte und f\u00fcr das gro\u00dfe f\u00fcr jedes Kind eine Windel, die direkt danach durch das kaputte Fenster nach drau\u00dfen geworfen wird. Ich bevorzuge dann doch die Toilette, aber es wird langsam echt schwer, sich bis dahin durch zu k\u00e4mpfen. Die Schiebet\u00fcr, die ohnehin schon schwer zu \u00f6ffnen ist, da es von innen keinen Griff gibt, bekomme ich nicht weggeschoben. Von au\u00dfen sitzen die Leute so sehr dran gepresst, dass es mir unm\u00f6glich wird. Irgendwann komme ich dann doch raus. Und will eigentlich direkt wieder umdrehen, als ich den Gang sehe. Oder eher gesagt, keinen Gang mehr sehe. Wie soll ich hier durchkommen? Es sind nur 10 m aber die fordern einen heraus. Ich brauche eine ganze Weile. Bis hierhin sch\u00f6n und gut. Das n\u00e4chste Mal, als ich wieder auf Toilette musste, war es schon sp\u00e4ter und im Gang schlief man, ich musste aufpassen, dass ich auf keinen Kopf trete, w\u00e4hrend ich eine kleine freie Stelle f\u00fcr meinen Fu\u00df suchte und quetschte mich mit Zwang durch die Menschenmassen. Bei der Toilette angekommen, sah ich keine Toilette mehr. Ich konnte nicht erkennen, wie viele Leute hier drinnen schliefen, aber es waren zwischen 5-10, da sie gestapelt schienen. Da der Zug gerade mal wieder irgendwo im nirgendwo, wie fast die ganze Zeit stand, bat ich die Leute einfach die Zugt\u00fcr f\u00fcr mich zu \u00f6ffnen. Einige sagten zwar, geh nicht raus, wir fahren ohne dich weiter, aber ich musste wirklich dringend pinkeln. Ich kletterte also den Zug herab und unter vielen Blicken entleerte ich mich schnellstens und war direkt wieder drinnen. Zur\u00fcck in meinem Abteil, es wurde mittlerweile etwas geleert, weil einige nicht erste Klasse bezahlt hatten, bekam ich erstmal mit, wie gut es ist, dort das Bett hinter einer T\u00fcr zu haben. Die Fahrt z\u00f6gerte sich immer weiter hinaus. Als es das zweite Mal w\u00e4hrend einer Zugfahrt dunkel wurde, wurde auch ich langsam ungeduldig. Meine Couchsurfer warteten bereits seit 4 Stunden am Bahnhof auf mich. Am Ende hatten wir 6 Stunden Versp\u00e4tung mit einer Gesamtreisezeit von 26 Stunden. Jetzt musste ich nur noch mit Sack und Pack aus dem Zug kommen und ich war endlich in Lusaka. Ich wurde abgeholt von Alissa aus Deutschland, ihrem Partner von hier und dem kleinen 3-Monate alten Alysa. Sie hatten mir Essen und Trinken gekauft, da ich schon halb verhungert war und es ging direkt zu ihnen nach Hause. Alysa feixte etwas mit mir herum und w\u00e4hrend wir unseren deutschen Tee schl\u00fcrften, unterhielten wir uns, als w\u00fcrden wir uns schon immer kennen. Eine Sache, die wir auch schon klar gemacht haben: Alissa wird in 1 Woche nach Deutschland fliegen und meine geflochtene Schale mitnehmen, was hei\u00dft, ich muss nicht damit durch die Gegend reisen. Jackpot!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wackelt und wird mit jeder Minute k\u00e4lter. Ich hole w\u00e4hrend der Nacht immer mehr Kleidung aus meinem Rucksack. Als ich mal auf Toilette gehe, erkenne ich das Problem, die T\u00fcren\u00a0vom Zug sind zwar geschlossen, aber Fenster sind keine mehr drinnen. Die Toilette ist erstaunlich sauber, was mir ein gutes Gef\u00fchl gibt. 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