{"id":3288,"date":"2025-08-01T22:37:03","date_gmt":"2025-08-01T20:37:03","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3288"},"modified":"2025-11-13T16:10:32","modified_gmt":"2025-11-13T15:10:32","slug":"3-in-1-paket","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/08\/01\/3-in-1-paket\/","title":{"rendered":"3-in-1-Paket"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"699\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250801-WA00353-699x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3287\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250801-WA00353-699x1024.jpg 699w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250801-WA00353-205x300.jpg 205w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250801-WA00353-768x1125.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250801-WA00353-600x879.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250801-WA00353.jpg 874w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach ein paar faulen Tagen stand heute mal wieder etwas Adrenalin auf dem Plan. Der Morgen begann wieder entspannter. Heute brachten mir die M\u00e4dels, die hier im Hostel im Restaurant kellnern, das Spiel Nsolo bei. Ich habe ja schon recht h\u00e4ufig auf Reisen beobachtet, wie Leute auf einem Spielbrett aus Holz, getrocknete Bohnen oder kleine Steine in Mulden hin und her schieben, aber ich habe nie so richtig verstanden, wie es wirklich von statten geht. Mancala ist der Oberbegriff f\u00fcr all diese Spiele, die mit diesem Spielbrett gespielt werden k\u00f6nnen. Hier in Zambia habe ich nun Nsolo lernen d\u00fcrfen. Und sogar meine ersten 2 Partien gewonnen, nachdem ich 2 mit Hilfe gespielt habe und die Regeln gelernt habe. &#8220;Du musst gut in Mathe sein.&#8221; sagten sie und ich musste etwas l\u00e4cheln. Irgendwann bekam ich dann gute Nachrichten, dass ich endlich mal wieder eine Aktivit\u00e4t machen kann, komplett gratis. Vorher ging es noch Mittagessen, was ein gro\u00dfer Fehler war. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, aber ich hatte von der Gorge Swing ein anderes Bild im Kopf. Da mein Magen noch voller B\u00fcffelgulasch, Nshima und Spinat mit Erdnuss war, probierte ich erstmal die Zipline aus, um mich auch kopflich auf die Gorge Swing vorzubereiten. In den Gurt hineingeschl\u00fcpft, bekam ich eine ActionCam in die Hand gedr\u00fcckt und durfte losrennen und sa\u00df mehr oder weniger komfortabel in der Zipline 120 Meter \u00fcber dem Zambesi-River. Jetzt wurde das Foto des Tages geschossen. Die Fahrt war entspannt, langsam und gem\u00fctlich, sodass ich einfach nur die Aussicht genie\u00dfen konnte. Nachdem der Schwung weg war, wurde ich wieder zur\u00fcck geholt und ich zog den Gurt einmal anders herum an, um den Flying Fox auszuprobieren, also die Zipline nur eben in Superman-Pose. Gleiches Spiel nur etwas cooler. F\u00fcr mich aber alles etwas zu langsam. Ich war bereit f\u00fcr die Gorge Swing. Ich bekam 2 andere Gurte angelegt, Handschuhe angezogen, wurde angeseilt und musste an den Abgrund treten. 3,2,1 und ich machte einen Schritt ins Nichts. Heute wollte ich nicht zu sehr dar\u00fcber nachdenken und ich fing tats\u00e4chlich mit einem Freudenschrei an, der sich aber in Nullkommanichts in einen Angstschrei verwandelte. 70 Meter freier Fall, fast 4 Sekunden, bis das Pendel zuschlug und mich durch die gesamte Schlucht schwang. Jetzt kam ein Rausch der Euphorie und ich h\u00f6rte mein lautes Lachen den Canyon entlanghallen. Von oben h\u00f6rte ich noch die anderen lachen und reden: &#8220;Das war ein guter Sprung&#8221;. Ich hang nun wortw\u00f6rtlich in den Seilen und baumelte etwas hin und her. Lie\u00df mich richtig h\u00e4ngen und konnte meine Freiheit nicht ganz fassen. Vor mich hin tr\u00e4llernd das Lied, das ich schon den ganzen Tag im Kopf hatte, wechselte ich immer noch Singen mit Lachen ab. Als ich mich ausgependelt hatte, wurde ich langsam nach unten gelassen und durfte nun wieder hinaufwandern. Wenn der Kopf noch nicht frei genug war, war jetzt Zeit daf\u00fcr. Ich folgte dem gut sichtbaren Weg nach oben. Die Sonne knallte ordentlich, die Steine heizten zus\u00e4tzlich ein und hier und da raschelte es im Geb\u00fcsch. War das ein Wildkatze, eine Schlange oder sonst irgendetwas cooles. Ich war aufmerksam. Ein Eichh\u00f6rnchen sah ich vor mir her flitzen, auch ein paar Eidechsen, aber die Wildkatzen lie\u00dfen nur von den Spuren im Sand von sich wissen. Als ich oben ankam, wurde ich gefragt, ob ich gerannt bin, dabei hatte ich mir Zeit gelassen, um die Natur in mich aufzusaugen. Mir wurde freudig berichtet, dass auch Thomas M\u00fcller hier 2010 die Gorge Swing herunter gesprungen war, als mir klar wurde, dass das schon 15 Jahre her ist. Alle bedankten sich bei mir, dabei m\u00fcsste ich diejenige sein, die sich bedanken muss. Ich hatte wieder 200 Dollar gespart. Danke an meine Rafting-Freunde, die mir all diese Aktivit\u00e4ten erm\u00f6glichen. Zur\u00fcck ging es genau mit diesen. Wir mussten wieder ein paar Erledigungen f\u00fcr das Unternehmen anstellen und fuhren in einen etwas abgelegeneren und auch deutlich \u00e4rmeren Stadtteil von Livingstone, Maramba. Befestigte Stra\u00dfen gab es hier keine, daf\u00fcr aber M\u00fcllberge, egal wo man hinschaute. Die Stra\u00dfen voller Kinder, die sich allein ihre Zeit vertrieben, w\u00e4hrend die Eltern noch arbeiteten. Eine Gruppe Kleinkinder spielt im M\u00fcll, ein anderer Junge hat einen Autoreifen und rollt ihn voller Begeisterung vor sich her. Die meisten sind am Stra\u00dfenrand und als wir mit unserem Pick-up-Truck durch die Stra\u00dfen fahren, erwecken wir Aufmerksamkeit und als sie dann noch die wei\u00dfe Patricia darin sitzen sehen, winken sie freudig. Die Erwachsenen starren mich nur an. Sobald ich ihnen aber ein L\u00e4cheln zukommen lasse, l\u00e4cheln sie auch zur\u00fcck. Wir steigen bei einem Schlosser aus. Es wird ohne Sichtschutz geschwei\u00dft. Die kleinen Jungs die in der N\u00e4he spielen sind mein kleines Highlight hier. Ein Junge hat keine Hose und Unterhose an. Sie tanzen, bewegen ihre Hintern und er hat absolut keine Scham. Er setzt sich in den Dreck auf die Stra\u00dfe macht seinen Po nochmal extra dreckig und zeigt den anderen Jungs voller Stolz seinen Hintern. Ich muss laut auflachen. Zu herzig. Die Leute haben hier nichts und haben doch so viel Spa\u00df. Irgendwann fahren wir weiter und bringen einen Rafting-Kollegen nach Hause. Ich darf in sein Haus hineinschnuppern. Die Ehefrau kocht bereits Abendessen auf ein paar Kohlen vor dem Haus. Ich darf die Toilette benutzen. Und werde etwas \u00fcberrascht. Ich bin ja nun schon viel gew\u00f6hnt. Ich bin in einem 1,5m\u00b2 gro\u00dfen Raum, \u00fcberall Beton. Es ist dunkel also schmei\u00dfe ich die Taschenlampe meines Handys an. Ich erschrecke etwas, als ich exakt nichts sehe. Kein Loch, keine Neigung im Boden, keine Rinne, einfach nur flacher Betonboden. Das ist selbst f\u00fcr mich zu viel. Ich gehe wieder heraus und d\u00fcnge Mutter Natur. Ich werde nun nur noch zur\u00fcck ins Hostel gebracht und bekomme noch spontanen Besuch von Omen, meinem Couchsurfer, als ich die ersten Tage hier in Livingstone angekommen war. Der Tag neigte sich dem Ende zu und als es drau\u00dfen zu kalt wurde, ging es mit einem Film ins Bettchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach ein paar faulen Tagen stand heute mal wieder etwas Adrenalin auf dem Plan. Der Morgen begann wieder entspannter. Heute brachten mir die M\u00e4dels, die hier im Hostel im Restaurant kellnern, das Spiel Nsolo bei. 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