{"id":3259,"date":"2025-07-25T23:13:04","date_gmt":"2025-07-25T21:13:04","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3259"},"modified":"2025-08-02T12:42:14","modified_gmt":"2025-08-02T10:42:14","slug":"spontan-sein-ist-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/07\/25\/spontan-sein-ist-alles\/","title":{"rendered":"Spontan sein, ist alles"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250730-WA0096-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3292\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250730-WA0096-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250730-WA0096-300x200.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250730-WA0096-768x512.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250730-WA0096-600x400.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG-20250730-WA0096.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn man aufwacht und mehrere verpasste Anrufe auf dem Telefon hat ist man schon mal nicht so entspannt. Ein R\u00fcckruf und ich soll in 2 Minuten fertig sein. Oh Gott, ich bin doch gerade erst aufgewacht. Z\u00e4hne putzen muss ich mir heute also sparen. Ich muss in 2 Minuten auschecken, meine Sachen packen und alles vorbereiten f\u00fcr&#8230; RAFTING! Richtig. Lisa sollte heute mit ihrem Unternehmen Raften gehen, da sie aber viele andere Dinge zu tun hat, darf ich gratis einspringen. Nachdem ich also einmal wie ein Wirbelwind durch das Hostelzimmer gesprungen bin, muss ich am Ende noch 10 Minuten warten. Gemeinsam mit einer Kollegin von ihr, werden wir vom Hostel abgeholt, da es noch einen zahlenden Gast hier gibt. Gemeinsam fahren wir nun an den Zambesi-River zur Stromschnelle 14. Hier ist eine moderne Mission erbaut, mit allem, was das Herz der Amerikaner, die den Einheimischen ihre Religion lehren, begehrt. H\u00e4user, Spielplatz f\u00fcr die Kinder, Fu\u00dfballfeld, Volleyballfeld, Pool und ein Pool zum Bahnen schwimmen. Wir bekomme eine Sicherheitseinweisung im Schnelldurchlauf und m\u00fcssen erst einmal zum Fluss hinabsteigen. Mit Rettungsweste, Helm und Paddel bewaffnet, steigen wir die gef\u00fchlt tausend Stufen hinab. Wir m\u00fcssen etwa 200 Meter in die Schlucht hinabsteigen. Unten pumpen schon ein paar M\u00e4nner unser Boot auf. Es sind insgesamt 10 Leute die hier f\u00fcr uns arbeiten und nur ein zahlender Tourist, wie sich das rechnet, wei\u00df ich nicht. Da ich schon Erfahrung habe, darf ich vorn sitzen. Von Stromschnelle 14 geht es bis zur 25 flussabw\u00e4rts. Ich habe riesigen Spa\u00df. Aber das Wasser ist sehr kalt. Als wir die ersten Stromschnellen \u00fcberstanden haben und ich direkt bei der ersten komplett geduscht wurde, kamen wir an ein ruhigeres St\u00fcck, wo wir hineinspringen durften. Ich wollte erst nicht hinein, weil mir bereits kalt war, aber dann dachte ich mir, dass ich es bereuen w\u00fcrde, wenn ich die Gelegenheit nicht nutze, im Zambesi zu baden, in dem Wasser, das vermutlich 2 Minuten vorher den Victoria-Fall hinunter gest\u00fctzt ist. Also sprang ich doch hinein. Und zu meinem Erstaunen war es einmal im Wasser recht angenehm. Also blieb ich noch etwas am Boot h\u00e4ngen. Das es hier Krokodile g\u00e4be, nahm ich als Witz auf und hang ganz entspannt am Boot. Wieder im Boot ging es wieder ein paar Stromschnellen nach unten und dann h\u00e4tten wir mal nicht das Kommando: Paddeln!, Stop!, Runter!, oder High Five!, sondern: Raus aus dem Boot und gut festhalten! Diesmal ging es Bodyrafting. Oberste Regel f\u00fcr uns war: Keine Panik! Was gar nicht so einfach ist, wenn das Wasser mit einem macht, was es will und man absolut keine Kontrolle mehr \u00fcber sich hat. Aber wir alle \u00fcberstanden es gut. Wir machten eine kleine Snackpause an einem Strand, an dem der Sand quietschende Ger\u00e4usche von sich gab, wenn man \u00fcber ihn lief. Wir hatten super viel Spa\u00df damit. Im n\u00e4chsten Moment flog ein Hubschrauber durch die Schlucht und machte einen Filmmoment aus der gesamten Situation. Mein pers\u00f6nliches Highlight an diesem Tag. Wieder im Boot, bekamen wir nun den Beweis, dass es hier wirklich Krokodile gibt, denn wir bekamen 2 zu Gesicht, aber uns wurde versichert, dass diese hier nur Fisch essen w\u00fcrden. Begeistert von der wundersch\u00f6nen Umgebung verpasste ich immer \u00f6fter das Kommando zu Paddeln. Die Schlucht, unten super glatter, mattschwarzer Basalt in seinen nat\u00fcrlichen perfekten s\u00e4ulenartigen Strukturen angeordnet, weiter oben, wurde er durch braunes Gestein abgel\u00f6st und irgendwann kamen dann die B\u00e4ume, wie Baobon und Jackalberry-B\u00e4ume hinzu. Oben an der Klippe sah man dann ab und zu eine Lodge f\u00fcr die etwas wohlhabenderen unter uns. Auch wenn die Muskeln langsam m\u00fcde wurden, hielt ich durch. Die Stromschnellen waren nun nicht mehr so be\u00e4ngstigend riesig wie am Anfang. Entweder hatte ich mich bereits daran gew\u00f6hnt und vertraute auf das Boot und unseren King James, der das Boot sicher in seine Richtungen wies oder ich war wirklich m\u00fcde. Eine kleine Anekdote habe ich noch bevor wir zum Endpunkt unserer Raftingtour kommen: ein &#8220;High Five&#8221; mit den Paddeln sollte immer mit dem lauten Schrei &#8220;King James&#8221; enden. Ich hatte meine Truppe aber soweit, dass wir am Ende die Tour mit dem Ausschrei &#8220;Queen Patricia&#8221; beendeten. Ich musste schmunzeln und alle hatten ihren Spa\u00df dran. Am Ende warteten die M\u00e4nner bereits auf uns, um alles wieder zusammen zu packen und wir durften die Schlucht wieder herabsteigen. Nachdem wir uns nach dem k\u00fchlen Nass also wieder aufgew\u00e4rmt hatten, bekamen wir, oben angekommen, sogar Mittagessen und Erfrischungsgetr\u00e4nke. Die andere Touragentur war in Eile und gab seinen G\u00e4sten nichts zu Essen. Jackpot. Nachdem wir alle ausgeruht und alles zusammen gepackt war, quetschten wir uns alle in einen Pickup und machten uns auf den Weg zur\u00fcck. Diesmal fuhren wir durch die noch sehr traditionellen D\u00f6rfer. Da die meisten der M\u00e4nner, hier wohnten, wurde nach und nach das Auto leerer und wir bekamen sehr viel wissen \u00fcbermittelt. Gelebt wird in Lehmh\u00fctten mit Rebdach. Ein einzelnes Haus, bedeutet, die Person ist single, ein umz\u00e4untes Haus bedeutet verheiratet, ganz einfach. In Mukuni dem Hauptdorf steht die Schule bis zur 12. Klasse inklusive Internat. Da nicht alle im Internat schlafen und trotzdem einen langen Schulweg haben, wurden wir von vielen Kindern am Stra\u00dfenrand angeschrieben, dass wir ihnen doch unsere leeren Wasserflaschen zuwerfen sollen, dass sie sie f\u00fcr den langen Weg f\u00fcllen k\u00f6nnen. Ich bin begeistert und erschrocken zugleich, denn hier ist es extrem sauber und sie betteln nicht um Geld, sondern um leere Plastikflaschen. Irgendwann waren wir soweit vorgedrungen, dass wir nun einen Blick auf den Zambesi erhaschen k\u00f6nnten, bevor er sich in die Tiefe st\u00fcrzt, selbst aus kilometerweiter Entfernung sah man die Wasserwolke hinaufsteigen, die die herabst\u00fcrzenden Wassermassen verursachen. Wieder auf befestigter Stra\u00dfe sahen wir Elefanten und mein Tag war perfekt. Ich hatte nur noch danach gefragt und kurz vor Ende zeigten sie sich. Wir w\u00fcrden wieder am Hostel abgesetzt und da ich heute bei Lisa \u00fcnernachten wollte, wartete ich von nun an. Ich duschte, f\u00fchrte Telefonate, bekam ein Abendessen spendiert, wir fingen an 3 verschiedene Kartenspiele zu spielen, spielten Rage Cage und Beerpong. Alles ohne Alkohol, einfach nur zum Vergn\u00fcgen. Als die anderen sich um 10 ins Bett oder zu einer Party verabschiedeten, wartete ich immer noch und beschloss mein Tagebuch zu schreiben. Jetzt bin ich am Ende und habe immer noch keine R\u00fcckmeldung, also werde ich mich vermutlich nochmal in mein Hostelbett legen, dass noch frei ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man aufwacht und mehrere verpasste Anrufe auf dem Telefon hat ist man schon mal nicht so entspannt. Ein R\u00fcckruf und ich soll in 2 Minuten fertig sein. Oh Gott, ich bin doch gerade erst aufgewacht. Z\u00e4hne putzen muss ich mir heute also sparen. 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