{"id":3240,"date":"2025-07-21T22:52:24","date_gmt":"2025-07-21T20:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3240"},"modified":"2025-07-21T22:52:38","modified_gmt":"2025-07-21T20:52:38","slug":"waschen-muss-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/07\/21\/waschen-muss-sein\/","title":{"rendered":"Waschen muss sein"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"573\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-573x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3242\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-573x1024.jpg 573w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-168x300.jpg 168w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-768x1374.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-859x1536.jpg 859w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-1145x2048.jpg 1145w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-600x1073.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250721_103507304-scaled.jpg 1431w\" sizes=\"auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie in Trance werde ich immer mal wieder wach und schaue aus dem Fenster. Ich sehe nicht viel, nur einen Sichelmond, viele Sterne, blinkende Augen am Wegrand und ein Wasserloch. Als es Tag geworden ist, fahren wir noch immer. Das Bild hat sich in nur einer Nacht gewendet. In Sichtweite keine H\u00e4user mehr, sondern Lehmh\u00fctten. Am Stra\u00dfenrand wird Feuerholz verkauft. In Katima Mulilo wechseln wir von einem normalen Bus in einen kleineren und haben wirklich Schwierigkeiten allen einen Sitzplatz zuzuteilen, aber am Ende klappt es doch. Ein kleiner Einkaufsbummel und der Mann neben mir schenkt sich einen Rum nach dem anderen um 9 Uhr morgens ein. Und dann sind wir auch schon bald an der ersten Grenze. Wir fahren \u00fcber den Chobe-River und m\u00fcssen unsere Schuhsohlen desinfizieren beziehungsweise einmal durch etwas hindurch laufen. Auch das Auto musste durch eine Wassermulde fahren, um eine Unterbodenw\u00e4sche zu bekommen. Namibia nach Botswana ist schnell erledigt. Jetzt fahren wir durch den n\u00f6rdlichsten Teil, der schon zum Chobe-Nationalpark geh\u00f6rt und deshalb wird die Busfahrt zur kleinen Safari. Zwei riesige Herden Zebras wechseln direkt vor uns die Stra\u00dfenseite. Dann eine Junggiraffe, eine starke Elefantenherde auf der anderen Seite, Wasserb\u00f6cke und zum Abschluss eine halbaufgefressene Giraffe. Willkommen im wahren Afrika! Bald kommen wir zum zweiten Grenz\u00fcbergang, Botswana &#8211; Zambia, der mit der \u00dcberfahrt \u00fcber den Zambesi-River gekennzeichnet wird. Nachdem wir uns etwas im Anstehen ge\u00fcbt haben, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst erstmal zur medizinischen Inspektion. Das hei\u00dft, H\u00e4nde waschen, wo ich das Foto des Tages schie\u00dfe, H\u00e4nde desinfizieren, Schuhe desinfizieren und dann, weil ich wei\u00df bin oder warum auch immer, wird nur ein Foto von mir gemacht und ich bekomme meinen Schnipsel Papier mit Stempel darauf, den die Immigrationsbeh\u00f6rde sehen will. Auch hier bekomme ich wieder ganz einfach meinen Stempel. Heute brauchte ich weder in Botswana noch in Zambia ein Visum. Alles ging super einfach von der Hand bis wir auf einmal alle auf den Busfahrer warten. Nach 20 Minuten war keiner da. Nach 1 Stunde auch nicht. Das war die Zeit in denen sich neue Bekanntschaften und Freundschaften schlossen. Ich stehe mit einer Namibianerin drau\u00dfen und wir rei\u00dfen einen Witz nach dem anderen,die Grenzbeamten haben zwei Fahrr\u00e4der hier stehen. 2 M\u00e4dels schnappen sie sich und fahren zwischen den Grenzen hin und her. Ich fahre 10 m und steige lieber wieder ab. Damit fahre ich nicht weiter und vor allem nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit. Langsam taut sogar die Nonne auf und f\u00e4ngt an mit uns zu scherzen, wo der Busfahrer sein k\u00f6nnte, der nach 1,5 Stunden immer noch nicht wieder aufgetaucht ist. Ich meine ja er h\u00e4lt ein Mittagsschl\u00e4fchen, die anderen meinen er sei Verwandte im Ort besuchen, er ist was essen oder einfach nur Papierkram erledigen. Nach 2 Stunden bekommt er einen Applaus und selbst die Zollbeamten haben Mitleid mit uns und durchsuchen unser Gep\u00e4ck nicht, da sie uns die gesamte Zeit beobachten konnten. Es konnte also endlich zum Endspurt gehen und jetzt konnte ich meine Augen nicht mehr offen halten. Nach einem viel zu kurzem Mittagsschlaf kamen wir mit 2 Stunden Versp\u00e4tung in Livingstone an. Wir tauschten alle noch Nummern aus und ruckzuck waren wir nur noch zu zweit. Max aus Australien und ich warteten auf Omen, meinen Couchsurfer, der mich abholen wollte. Daher aber nicht wie erwartet mit dem Auto kam, begleiteten wir Max noch zu ihrem Hostel. Danach ging es direkt noch ins Zentrum ein paar Dinge einkaufen. Ich merkte gleich, dass hier mehr Trubel ist. Auf der Stra\u00dfe ist viel mehr los. Es gibt Stra\u00dfenverk\u00e4ufer wie in S\u00fcdamerika und ich werde von allen Seiten mit gro\u00dfen Augen angeschaut. Und dabei ist Livingstone eine sehr touristische Stadt. Ich komme mir trotzdem wie ein schwarzes Schaf vor. Was die Situation etwas auflockern ist, dass Omen alle 20 m jemanden gr\u00fc\u00dft und ich einfach immer mit einstimmen. Das Taxi f\u00e4hrt uns zum Stadtrand, wo er mit seinem Bruder eine Haush\u00e4lfte mietet und ich heute \u00fcbernachten darf. Zum Abendessen bringe ich ihm bei, wie man Spagetti und Tomatenso\u00dfe kocht, da der arme Junge niemals lernen durfte, wie man kocht. Willkommen in Afrika. Geschlechterrollen werden hier noch gro\u00df geschrieben. Bl\u00f6d nur, wenn einige im 21. Jahrhundert angekommen sind und mit 30 Jahren noch Junggesellen sind. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie in Trance werde ich immer mal wieder wach und schaue aus dem Fenster. 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