{"id":3233,"date":"2025-07-19T18:31:28","date_gmt":"2025-07-19T16:31:28","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3233"},"modified":"2025-07-19T20:01:46","modified_gmt":"2025-07-19T18:01:46","slug":"arbeitstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/07\/19\/arbeitstag\/","title":{"rendered":"Arbeitstag"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"583\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-583x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3232\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-583x1024.jpg 583w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-171x300.jpg 171w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-768x1349.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-875x1536.jpg 875w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-1166x2048.jpg 1166w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693-600x1054.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250719_0911531693.jpg 1243w\" sizes=\"auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da ich mich mal wieder etwas bet\u00e4tigen wollte, aber nicht so Recht wusste, was ich mit mir anfangen konnte, half ich Oscar heute einfach mal bei seiner Arbeit beziehungsweise bei seinen Wegen, die er zu erledigen hatte. Wir kauften Fleisch und W\u00fcrste von einer Gro\u00dfschlachterei in\u00a0 deutscher Metzger-Meister-Hand. Als alles verladen war, wurde alles in Oscars Metzgereien verteilt. Diese liegen etwas mehr au\u00dferhalb. Bisher kannte ich von Windhoek nur die sch\u00f6nen Seiten, heute ging es also in die Slums. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, auch wenn man klar M\u00fcll in den Gassen gefunden hat, dass es der bisher sauberste Slum war, den ich bisher gesehen habe. Es gab einen Pub, eine Metzgerei und noch viele andere kleine L\u00e4den. Was es traurig macht, ist wie immer die fehlende Unterst\u00fctzung der Regierung. Wie immer gibt es f\u00fcr den gesamten Slum nur eine Wasserleitung. Aber immerhin gibt es eine. Wir fahren am Mittelpunkt des Slums vorbei in dem sich ein Fu\u00dfballfeld befindet und da heute Samstag ist, findet auch ein Spiel statt, beziehungsweise laufen die ersten Spieler gerade aufs Spielfeld, sie haben sogar wundersch\u00f6ne Trikots, w\u00e4hrend sich die letzten noch im Handumdrehen umziehen. Umkleide? Gibt es hier keine. Es wird sich direkt neben dem Spielfeld umgezogen. Ich bin erstaunt, worauf Menschen Fu\u00dfball spielen k\u00f6nnen, da der Platz ein harter Lehm-Stein-Boden ist, auf dem noch viel mehr gro\u00dfe Steine herum liegen, mit denen man sich super leicht verletzten kann, sobald man nur ann\u00e4hernd f\u00e4llt oder eben durch die man erst f\u00e4llt, wenn man auf sie tritt und umknickt. In den Teerstra\u00dfen um den Slum herum, stehen hier und da Steine paarweise mitten auf der Stra\u00dfe, die ein Tor bilden, da die kleineren schon mal \u00fcben. Zum Mittag essen wir heute Einheimisch. Es gibt Cove Spinach, zweierlei Pap (fester Maisbrei), Oshingali (Bohnenmus) und Kapana (gegrillte Rindfleischstreifen). Vorher werden die H\u00e4nde am Tisch gewaschen. Ich ahne nichts, doch als kein Besteck kommt und ich mit meiner Frage, bekommen wir noch Besteck, bl\u00f6d angeschaut werde, wird mir klar, wieso wir H\u00e4nde waschen mussten. Heute wird mit den H\u00e4nden gegessen. Ich muss meine Fertigkeiten erstmal wieder ausgraben. Ewig habe ich nicht mehr mit den H\u00e4nden gegessen, wenn die Konsistenz halb musig war. Aber ich finde wieder Gefallen daran. Weiter geht&#8217;s, wir kaufen schon mal mein Bus-Ticket f\u00fcr morgen und dann geht es in ein anderes Gebiet, wo ein Laden geschlossen wurde und wir die Werbetafeln abmontieren m\u00fcssen. Ich werde heute dauerhaft mit gro\u00dfen Augen angestarrt. Eine Wei\u00dfe, hier? Kinder winken mir zu, freuen oder sch\u00e4men sich. Viele Erwachsene freuen sich aber auch und gr\u00fc\u00dfen mich freundlich. Ich bekomme Hilfe von einer 6 j\u00e4hrigen beim Abmontieren. Als die Werbetafeln im Auto verladen werden und wir uns auf den Weg machen wollen, gibt es sogar ein paar Abschiedstr\u00e4nen von der Kleinen. Zum Abschluss der Tages und als kleines Dankesch\u00f6n fahren wir noch auf einen nahegelegenen H\u00fcgel, von dem aus wir einen sch\u00f6nen Blick auf den Goreangab-Damm haben, w\u00e4hrend zwei Frauen neben uns lautstark beten, ja eher schreien. Als sie nach 10 Minuten fertig sind, ist es Stille und das Stresslevel sinkt direkt. Nun m\u00fcssen wir uns nur noch zur\u00fcck durch den Feierabendverkehr qu\u00e4len und k\u00f6nnen diesen Arbeitstag beenden. Heute habe ich sehr viele Eindr\u00fccke vom wahren Leben in Windhoek bekommen, was kein normaler Tourist sonst zu sehen bekommt, wof\u00fcr ich sehr dankbar bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich mich mal wieder etwas bet\u00e4tigen wollte, aber nicht so Recht wusste, was ich mit mir anfangen konnte, half ich Oscar heute einfach mal bei seiner Arbeit beziehungsweise bei seinen Wegen, die er zu erledigen hatte. Wir kauften Fleisch und W\u00fcrste von einer Gro\u00dfschlachterei in\u00a0 deutscher Metzger-Meister-Hand. 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