{"id":3199,"date":"2025-07-10T23:22:29","date_gmt":"2025-07-10T21:22:29","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3199"},"modified":"2025-11-19T20:29:06","modified_gmt":"2025-11-19T19:29:06","slug":"namibia-rundreise-tag-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/07\/10\/namibia-rundreise-tag-2\/","title":{"rendered":"Namibia-Rundreise: Tag 2"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"643\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-1024x643.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3198\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-1024x643.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-300x188.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-768x482.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-1536x964.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-2048x1285.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250710_1117430762-600x376.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>5:30 Uhr klingelt der Wecker. Auch wenn ich nur 4 Stunden Schlaf hatte, bin ich hell wach und teile das direkt lautstark\u00a0mit den anderen: &#8220;Habt ihr die Wildhunde in der Nacht geh\u00f6rt?&#8221;, &#8220;Es ist gar nicht kalt drau\u00dfen!&#8221;, &#8220;Der Mond ist so hell!&#8221;. Die anderen brauchen etwas l\u00e4nger, aber wir sind alle recht aufgeregt und es geht schon eine halbe Stunde sp\u00e4ter f\u00fcr alle ins Auto. Rechts sehen wir den blutroten Mond w\u00e4hrend sich links die Sonne ank\u00fcndigt. In einer Autoschlange warten wir bis die Tore in den Nationalpark Namib Naukluft ge\u00f6ffnet werden. Hier gibt es nicht viel, nur viel Sand und jeder will es sehen, die \u00e4lteste W\u00fcste der Welt. Eine der Hauptaktivit\u00e4ten ist es auf den riesigen D\u00fcnen wandern zu gehen. Nat\u00fcrlich darf man nicht auf allen herumspazieren, wie man will, aber auf der h\u00f6chsten darf man es. Wir wechseln von unserem Bus in eine Allrad-Fahrzeug einer anderen Truppe, um dorthin zu gelangen. Ich bin schon jetzt v\u00f6llig beeindruckt. Sowie wir den Park befahren haben, er\u00f6ffnete sich ein Bild von roten D\u00fcnen links und rechts des Weges. An manchen Stellen ist der Sand dunkelblau-schwarz gef\u00e4rbt, wo das Eisen im Sand oxidiert ist. Das Auto wird geparkt und wir machen uns auf die Socken. Und wahrhaftig habe ich meine Schuhe schon nach kurzer Zeit ausgezogen. Der Aufstieg ist dadurch zwar etwas anstrengender, aber es ist sch\u00f6n den warmen Sand zu sp\u00fcren. Wir wollen die h\u00f6chste D\u00fcne namens &#8220;Big Daddy&#8221; besteigen. 350 H\u00f6henmeter liegen vor uns. Extrem weicher Sand und keine Wolke am Himmel. Christina landet schon nach wenigen Metern auf allen Vieren und versucht ihr Gl\u00fcck so. Ich gebe allen den Tipp in die Fu\u00dfstapfen des Vordermanns zu treten, was ihnen das Leben deutlich einfacher macht. Wir machen 2 Pausen auf dem Weg nach oben. Es ist unglaublich, wie viel Energie es einem raubt, im Sand aufzusteigen. Aber jeder Meter nach oben lohnt sich. Die Aussicht wird immer weiter und weit und breit sieht man nur rote Sandd\u00fcnen. Oben angekommen, wird das ganze Ausma\u00df sichtbar und nicht nur das. Wer wei\u00df, wie weit die D\u00fcnen noch reichen. Aber das ist einfach unglaublich hier. Das Gehirn kann die Sch\u00f6nheit nicht begreifen. Das ist total surreal. Es gibt eine lange Pause bis der angek\u00fcndigte Wind von heute morgen einsetzt und uns der Sand um die Ohren geblasen wird. Das ist der Moment in dem wir beschlie\u00dfen abzusteigen. Jetzt kommt der beste Teil der gesamten Wanderung. Die anderen sind \u00e4ngstlich, aber ich zeige ihnen, wie sicher es ist. Im 70\u00b0 Winkel geht es die 350m wieder nach unten. Ich renne ein St\u00fcck, schmei\u00dfe mich in den Sand und beobachte von etwas weiter unten, wie sich die anderen langsam herantasten. Marie ist auch sofort dabei und macht exakt das, was ich gemacht habe. Sie setzt sich auf den Sand und versucht zu rutschen. Wenn sich der Sand an der Oberfl\u00e4che bewegt, sp\u00fcre ich die Vibration und man kann es sogar recht laut h\u00f6ren. Unfassbar cool. Wir machen Musik indem wir eine Sandd\u00fcne heruntergehen. Der Weg nach unten ist senkrecht aber l\u00e4nger als gedacht. Mit Marie rollen wir herunter, mit Oscar gibt&#8217;s ein Wettrennen und Allie versucht ihr Gl\u00fcck und hat den Mund voller Sand. Am Ende haben wir alle \u00fcberall Sand. Unten angekommen, bietet sich diesmal ein ganz anderes Bild. Wir sind im Deadvlei, im toten Tal. Hier ist vor 1000 Jahren das Wasser verschwunden und die B\u00e4ume wurden von der Sonne und Hitze getrocknet und konserviert. Noch immer barfu\u00df laufen wir \u00fcber den ausgetrockneten gerissenen Boden, die F\u00fc\u00dfe f\u00e4rben sich wei\u00df. Kein einziger Stein piekst die F\u00fc\u00dfe. Es war schon vorher eine unbegreifliche Kulisse, aber jetzt? 1000 Jahre alte vertrocknete B\u00e4ume, die immer noch fest im Boden verwurzelt sind. Der Wind bl\u00e4st, wirbelt den wei\u00dfen Staub auf und vernebelt die Sicht. Das ist mein Augenblick f\u00fcr das Foto des Tages. Nachdem wir das Tal durchquert haben, f\u00e4llt bei allen das Energielevel. Wir brauchen Schatten, Wasser und vor allem: Essen. Nach 4 Stunden kommen wir v\u00f6llig geschafft am Auto an. Allein im Schatten zu sitzen verbessert unseren Zustand deutlich. Gottseidank fahren wir direkt zum Essen. Noch immer komplett mit Sand bedeckt, muss ich wenigstens erstmal den Sand aus meinem Gesicht, meinen Augen, meinen Armen und Dekolte waschen. Ein Schluck von meinem Aloe Vera Drink und ich f\u00fchle mich wieder wie ein Mensch. Jetzt muss nur noch der Zuckerspiegel erh\u00f6ht werden und mir geht&#8217;s wieder gut. Der Burger der Sesriem Campsite hat uns alle wieder zum Leben erweckt. Danach konnte es noch in den Sesriem-Canyon gehen. Wir spazieren etwas herum, spielen ein Wurfspiel, ich loche einen meiner Steine ein und gewinne das Spiel, bei dem wir versuchen m\u00fcssen, mit einem Stein ein Loch in der Wand zu treffen und dann muss der Stein dort auch noch liegen bleiben. Am Ende suchen wir Marie und da ich um ihre schlechte Orientierung wei\u00df, will ich den Canyon nicht ohne sie verlassen. Als sie wieder auftaucht, fallen wir alle ins Auto und es geht wieder zur\u00fcck zum Campingplatz. Was f\u00fcr ein Tag. Mit dem Sonnenuntergang haben wir den Park verlassen. Wir waren hier von Sonnenauf- bis -untergang. Die \u00e4lteste W\u00fcste der Welt hat ihre Spuren hinterlassen oder anders gesagt, mit der Ankunft am Campingplatz gehen wir alle direkt duschen, um den ganzen Sand loszuwerden. Wir hatten so viel Spa\u00df heute. Und wieder bin ich um einen Gl\u00fcckstag reicher. Was f\u00fcr ein Privileg, all diese wunderbaren Orte zu besuchen und dann gibt es Deutsche oder Franzosen, die sich die ganze Zeit beschweren, dass der Sand juckt oder es zu sonnig ist. Was f\u00fcr schwere Probleme. Menschen vergessen manchmal wie priviligiert sie sind einen so sch\u00f6nen Ort besichtigen zu d\u00fcrfen, Teil des Ganzen zu werden und diese Erinnerungen f\u00fcr immer in sich zu haben. Nachdem wir alle frisch waren, setzten wir uns wieder gemeinsam ums Lagefeuer und erz\u00e4hlten uns wahre Gruselgeschichten aus unserem Leben, bis wir alle v\u00f6llig geschafft ins Bett beziehungsweise ins Zelt fielen. So geschafft, dass ich nicht mehr f\u00e4hig war, mein Tagebuch zu schreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5:30 Uhr klingelt der Wecker. 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