{"id":3191,"date":"2025-07-08T23:38:41","date_gmt":"2025-07-08T21:38:41","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3191"},"modified":"2025-11-19T18:54:17","modified_gmt":"2025-11-19T17:54:17","slug":"namibia-land-der-mutigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/07\/08\/namibia-land-der-mutigen\/","title":{"rendered":"Namibia &#8211; Land der Mutigen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3190\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PXL_20250708_1229012362-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Sightseeing war ich heute mit Marie verabredet. Nachdem ich also gefr\u00fchst\u00fcckt hatte in meinem trauten Heim, teilte ich mir mit dem anderen chinesischen Couchsurfer ein Taxi in die Stadt und als wir ankamen, konnte ich gar nicht so schnell schauen, da war er auch schon wieder verschwunden. Egal, ich wollte mich ja eh mit Marie treffen, machte mich also zum vereinbarten Treffpunkt, den Weg kannte ich bereits von gestern und wartete vorm Checkers auf sie. Als wir uns dann sahen, wusste ich vom ersten Augenblick, wir w\u00fcrden uns gut verstehen. Marie aus Paris ist zwar etwas zerstreut und hat keine Orientierung, aber den Plan und den inneren Kompass habe ich ja stets bei mir, also war das kein Problem. Nachdem wir uns im Checkers mit Snacks f\u00fcr den Tag eingedeckt hatten, konnte es losgehen und sie vertraute mir wirklich blind. Zun\u00e4chst ging es zur Hauptattraktion von Windhoek, der katholisch-lutheranischen Kirche. Auf dem Weg dorthin, wurde ich auf deutsch von einem Schwarzen angesprochen. Ohne h\u00f6rbaren Akzent wurde ich neugierig. Er meinte er kommt aus Stuttgart und wollte wissen, wo ich herkomme. Ich war aber noch immer etwas skeptisch und meinte abwinkend Jena. Seine Augen erstrahlten. In Jena sei er aufgewachsen, er sei in die Salvador-Allende-Schule gegangen. Nat\u00fcrlich, die kenne ich, die ist in Lobeda. Was f\u00fcr ein Zufall. Sie wurden damals mit nach Deutschland genommen. Jetzt versucht er hier Spenden f\u00fcr das Goethe-Institut zu sammeln. Schon verr\u00fcckt. Ich \u00fcbersetze alles f\u00fcr Marie und es gibt eine klitzekleine Spende. Die Kirche ist recht schick, aber nichts besonderes also sparen wir uns den Eintritt. Stattdessen gehen wir ins Independence-Museum weiter, ins Unabh\u00e4ngigkeitsmuseum. Davor eine riesige Statue von Sam Nujoma, dem Gr\u00fcnder und ersten Presidenten von Namibia. Es gab also erstmal was zu lernen. Wir waren beide bereit, da wir absolut null Ahnung von Namibia haben. Der Eintritt war kostenlos und mit dem Fahrstuhl ging es in dem impressionanten Geb\u00e4ude nach oben. Das Museum ist \u00fcber 3 Etagen verteilt in einem runden Geb\u00e4ude. Wir wurden mit vielen Bildern und Gem\u00e4lden \u00fcberh\u00e4uft. Wir vermissten aber irgendwie die Erkl\u00e4rungen um das Ganze. Ein paar Informationen. Das Museum hat so viel Potential und keinerlei Infos. Am Ende angekommen, sahen wir die Resultate der Unabh\u00e4ngigkeit, die neue Flagge, eine Nationalhymne &#8220;Namibia, Land of the brave&#8221; &#8211; &#8220;Land der Mutigen&#8221;. Und ich meine zu Marie nur: warte mal, wann war denn jetzt die Unabh\u00e4ngigkeit, irgendwie hab ich was verpasst. Wir waren im Unabh\u00e4ngigkeitsmuseum und mussten googlen wann die Unabh\u00e4ngigkeit geschehen ist. 1990, Namibia ist also auch ein sehr junges unabh\u00e4ngiges Land. Bilder von Deutschen, Bilder von der Besiedlung w\u00e4hrend des ersten Weltkrieges, politische Freidenker wurden in Gef\u00e4ngnisse gesteckt, auch der zweite Weltkrieg ging an Namibia nicht vorbei. Bilder sahen wir genug und am Ende hatten wir auch die n\u00f6tigen Infos nachgelesen. Von der letzten Etage aus hatten wir eine tolle Aussicht auf die Stadt und unsere Tour ging weiter an der Alten Feste, eine Festung, wo der Friede zwischen verschiedenen St\u00e4mmen und Eroberern gewart werden sollte. Leider finden derzeit Restaurierungsarbeiten statt, weshalb wir nicht wirklich was sehen konnten. Am Rathaus vorbei kamen wir zu einem kleinen Handwerkermarkt. In der Mitte angekommen st\u00fcrzten sich ein paar Frauen auf uns. Wollten uns unbedingt ein paar Armb\u00e4nder von ihrem Stamm verkaufen. Fast schon aggressiv mussten wir verschieden Armb\u00e4nder probieren, aber wir wissen ja eigentlich selbst, wie unser Geschmack ist. Mir gef\u00e4llt, wie authentisch das Ganze hier ist. Ich wei\u00df, sie haben das alles selbst gemacht. Die anderen Verk\u00e4ufer verkaufen Dinge, die sie irgendwo anders erstanden haben. Die Himba-Frauen, die wir gerade vor uns haben, k\u00e4mpfen f\u00fcr ihr Geld. Allein f\u00fcr die M\u00fche, die sie sich machen, aber auch, weil ich ein Foto haben m\u00f6chte und weil es ein tolles Andenken an diesen Moment ist, kaufe ich ein Armband. Daf\u00fcr springt als Gegenleistung das Foto des Tages heraus. Eine Himba-Frau mitten in der Hauptstadt. Weiter geht&#8217;s. In einem Einkaufszentrum sehe ich eine Blutspendeaktion und will mitmachen. Leider darf ich nicht. Ich muss mindestens 2 Monate im Land gewesen sein. Dass ich in S\u00fcdafrika war, interessiert nicht, auch wenn alles so gleich ist. Dann leider nicht. Wir gehen weiter und wollen uns in den Parlamentsg\u00e4rten etwas ausruhen. Auf dem Weg dorthin haben sich ein paar Dassies in der Gosse des Regierungsgeb\u00e4udes ein zu Hause gesucht. Marie sieht zum ersten Mal Dassies. Es geht weiter. Wir setzen uns einfach nur auf die Mauer und genie\u00dfen den Schatten und die Ruhe und werden sogar dort weggescheucht, da die G\u00e4rten aus irgendeinem unerkl\u00e4rlichen Grund geschlossen sind. Ich konnte aber noch mein Gemmer Bier verk\u00f6stigen, was ein nichtalkoholisches einheimisches Erfrischungsgetr\u00e4nk aus Wasser, Zucker, Hefe und Rosinen ist. Eine Rosine ist sogar in der Flasche herumgeschwommen und auch das Etikett sah sehr improvisiert aus. Durch die viele Kohlens\u00e4ure brauchte ich etwa 10 Minuten bis ich die Flasche ge\u00f6ffnet hatte, aber dann war es wirklich sehr interessant. Erstmal wie eine Sprite und dann kickte die Hefe rein. Interessant. Ich mag solche kleinen Erfahrungen ja immer. Weiter ging&#8217;s in eine Verkaufsstra\u00dfe in dessen Zentrum einige Meteoriten positioniert sind. Mein kleines pers\u00f6nliches Highlight hier, dass ich 5 Minuten mit einem kleinen Jungen Fu\u00dfball spielen konnte, bis er nicht mehr konnte. Der n\u00e4chste Junge wollte auch mit mir spielen, aber es war ja leider nicht mein Fu\u00dfball. Von da aus ging es nur noch mit etwas Umweg zu einem weiteren Aussichtspunkte, wo wir uns endlich entspannen konnten. Zum Feierabend kam Oscar hinzu, bei dessen Familie ich gerade zu Hause bin und der die n\u00e4chsten Tage unser Guide sein wird. Gemeinsam fuhren wir zu einem Restaurant, um dort die zwei weiteren Mitglieder unserer Truppe f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage zu finden. Damit w\u00e4ren wir vollst\u00e4ndig. Ein Kennenlern-Dinner mit Oscar aus Tansania, Marie aus Paris, Allie aus Hawaii und Christine aus Texas. Auf den Tellern befanden sich Zebra und Co. Ges\u00e4ttigt und m\u00fcde nach dem ersten Austausch verabschiedeten wir uns bis morgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Sightseeing war ich heute mit Marie verabredet. 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