{"id":3077,"date":"2025-06-16T22:59:09","date_gmt":"2025-06-16T20:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3077"},"modified":"2025-06-16T23:32:13","modified_gmt":"2025-06-16T21:32:13","slug":"youth-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/06\/16\/youth-day\/","title":{"rendered":"Youth Day"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"564\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-564x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3076\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-564x1024.jpg 564w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-165x300.jpg 165w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-768x1395.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-846x1536.jpg 846w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-1127x2048.jpg 1127w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-600x1090.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250616_1114265752-scaled.jpg 1409w\" sizes=\"auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Passend zum Youth Day ging es heute zum ersten Mal in ein Township in S\u00fcdafrika. Man h\u00f6rt ja immer b\u00f6se Sachen, dass es f\u00fcr Wei\u00dfe absolut nicht sicher ist und dass dort t\u00e4glich 1 Person get\u00f6tet wird, aber wir nahmen die Herausforderung trotzdem an und waren neugierig. Wir hatten eine Verabredung mit Mama. Wir treffen uns im Nutrition and Community Development Center oder ganz salopp gesagt in der Suppenk\u00fcche, die eine Familie aus liebe zur Gemeinschaft schmei\u00dft. Jeder ist involviert, aber Mama hat das Zepter in der Hand. Bei der Begr\u00fc\u00dfung ist jeder noch sch\u00fcchtern. W\u00e4hrend wir einen Plan f\u00fcr den Tag aushecken, taut jeder langsam auf. Als erstes klammert sich die J\u00fcngste an mich. Als ich zur\u00fcck knuddel, merke ich erstmal, wie sehr ich das vermisst habe. Vom Shop gegen\u00fcber kaufen wir 20 Toastbrote, 3 kg Fleischwurst und 3 mal Butter. Zur\u00fcck, darf Ed die Wurst raspeln, ich schmiere die Butter aufs Brot und packe die fertigen Sandwiches weg, nachdem Mama die Brote mit Wurst belegt hat. Nach gut 2 Stunden Brot schmieren sind wir fertig. Ich bin schon hungrig, aber es gibt noch kein Mittag. Ich werde von hinten \u00fcberfallen, meine Haare sind\u00a0 verf\u00fchrerisch weich und ich habe wechselnd 4 verschiedene Kinder an mir, die mir Z\u00f6pfe flechten, die Haare mit den Fingern k\u00e4mmen oder einfach nur durch die Haare streichen und st\u00e4ndig sagen, wie soft es ist. W\u00e4hrenddessen habe ich noch ein Kind auf meinem Scho\u00df sitzen, ein Kind, das meine Hand h\u00e4lt und das ich Krabbel und eines, dass mir die ganze Zeit versucht auf den R\u00fccken zu krabbeln. Dann wird das Kommando gerufen, alles nach drau\u00dfen. Wir machen uns in den Garten. Wir bekommen alle eine Gabel oder Gie\u00dfkanne in die Hand und d\u00fcrfen Unkraut j\u00e4ten. Keiner wehrt sich. Jeder hilft mit. Immerhin sorgt Mamas Familie hier t\u00e4glich f\u00fcr eine Mahlzeit. Die die doch keine Lust haben, schnappen sich mein Handy und filmen sich heimlich beim Singen und Tanzen, was sp\u00e4ter meine Lieblingserinnerungen an den Tag sind. Auch das Foto des Tages entsteht bei dieser Geheimaktion, w\u00e4hrend Bruno Mars und ein traditionelles s\u00fcdafrikanisches Lied gesungen wird. Nach 1 Stunde werden alle wieder herein gerufen. Die Kinder, die in die Kirche m\u00fcssen, bekommen schon ihr Brot, alle anderen m\u00fcssen noch warten. Ich gebe jedem pers\u00f6nlich ein Brot in die Hand und jeder bedankt sich. Brav wird in einer Reihe abgestanden nachdem alle gemeinsam gebetet und Gott f\u00fcr das Essen gedankt haben. Dann gibt es wieder mehr Aktion. Wir haben die Orangen mitgebracht, die wir gestern bekommen haben, auch wenn sie wirklich lecker sind, aber mir war wichtig, dass die Kinder heute auch etwas gesundes Essen. Wer h\u00e4tte ahnen k\u00f6nnen, dass 100 M\u00e4uler gestopft werden wollen. So viele Orangen hatten wir dann doch nicht, also wurde ein Spiel daraus gemacht. Man trat im 1-gegen-1 gegeneinander an, nach dem Startschuss musste mal m\u00f6glichst viele Plastikflaschen von einem Korb ans andere Ende in den anderen Korb bringen. Eine Flasche pro Strecke. Auch wir durften antreten. Ich wollte keinem die Orange wegnehmen, aber gewinnen wollte ich trotzdem. Und wie sich herausstellte, hatte ich eine super Technik, da ich so viele Flaschen wie keiner transportierte. Gutm\u00fctig gab ich die Orange aber ab und danach gab es eh Mittag. Von den 20 Laiben Toast blieb f\u00fchr unter Kinder bis 10 Jahre ein Sandwich und f\u00fcr Kinder ab 11 Jahre. 2 Sandwiches \u00fcber. Unglaublich eigentlich. Ed und ich bekamen 1,5 zugeteilt. Auch der Saft war in kleinen 200 ml Flaschen portioniert. Jeder war gl\u00fccklich damit, es war schlie\u00dflich gratis. Danach gab es wieder ein wenig Frisierstunde und dann wurde die Musik angeschmissen. Die kleinen lieben es zu tanzen. Gemeinsam studiert eine Tochter von Mama mit ihnen Choreographien ein, w\u00e4hrend ich flei\u00dfig Versuche hinterher zu kommen, denn die meisten kennen alle Schritte schon und Ed sitzt bereits ausgepowert auf der Bank. Wir lachen viel und machen sehr viel Quatsch. Das Gef\u00fchl der Gemeinschaft ist unwahrscheinlich stark. Am eine eines jeden Liedes Tanzen wir alle im Kreis, einer ist in der Mitte, der mit dem Schlusst\u00f6ne nach oben geschmissen wird. Das Vertrauen in die anderen ist gro\u00df. Auch mir vertrauen die kleinen bereits extrem. Manchmal standen sie vor mir und haben sich einfach nach hinten fallen lassen, ohne zu schauen, vertr\u00e4umt habe ich sie dann manchmal im letzten Moment aufgefangen. Oder ein anderes Beispiel, ich bin gerade mit drei anderen besch\u00e4ftigt und von hinten springt ein Kind auf meinen R\u00fccken. So schnell das Gleichgewicht zu finden, wenn es vorher nicht angek\u00fcndigt war ist gar nicht so einfach, aber ich habe es heute immer hinbekommen. Ich hatte heute quasi ein kostenfreies Training. Umso mehr der Tag sich dem Ende neigte, umso anh\u00e4nglicher wurde jeder. Nat\u00fcrlich hatte ich meine Lieblinge. Knuddeln, auf dem Scho\u00df sitzen, in die H\u00e4nde klatschen, Huckepack, an der Hand halten, kitzeln, pisacken, k\u00fcssen oder einfach nur Streicheleinheiten abholen. Ich war f\u00fcr alles da und das wussten sie. Linomthacharles nannte mich die ganze Zeit Mama und kam in Tr\u00e4nen zu mir, als sie realisierte, dass der Tag bald vorbei ist. Ich hatte einen riesigen Klo\u00df im Hals. Ich h\u00e4tte sofort meine 4 Lieblinge eingepackt. Auch wenn nicht alle davon Eltern haben, ist es doch nicht ganz so legal. Ich hoffe, Mama k\u00fcmmert sich gut um sie, kauft ihnen eine Schuluniform, dass sie in die Schule gehen k\u00f6nnen und ihre Traumjobs verwirklichen k\u00f6nnen. Mama bringt ihnen lesen und schreiben bei. Die meisten Leute, die in Townships aufwachsen, haben absolut keine Perspektive und sind ihr gesamtes Leben arbeitslos. Ich hoffe, mit Mama hat Linomthacharles die M\u00f6glichkeit eine Krankenschwester zu werden. Lange habe ich nicht mehr so pure Liebe erfahren. Kleine Kinder sind einfach die besten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier der Link zur Seite von Mamas Suppenk\u00fcche, helft gern mit: <a href=\"https:\/\/trip-buddies.com\/mamasplace\/\">https:\/\/trip-buddies.com\/mamasplace\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passend zum Youth Day ging es heute zum ersten Mal in ein Township in S\u00fcdafrika. 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