{"id":3067,"date":"2025-06-15T02:36:33","date_gmt":"2025-06-15T00:36:33","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3067"},"modified":"2025-08-15T22:58:50","modified_gmt":"2025-08-15T20:58:50","slug":"strandgefuhle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/06\/15\/strandgefuhle\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfer Rassismus"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"577\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG-20250619-WA0007.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3103\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG-20250619-WA0007.jpg 720w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG-20250619-WA0007-300x240.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/IMG-20250619-WA0007-600x481.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen fr\u00fch raus, den Check-out ist um 10 Uhr und wir m\u00fcssen ein Auto erwischen, dass uns mit heraus aus dem Park nimmt. Sowie alles gepackt ist, geht es an die Stra\u00dfe. Nach 5 Metern kommt ein Auto, h\u00e4lt f\u00fcr uns. Jackpot. Mit ein paar Bauarbeitern bekommen wir eine Fahrt zur\u00fcck an die Hauptstra\u00dfe. Wir werden abgesetzt und schmei\u00dfen unsere Hitchhiking-Musik an. 50 m hinter uns stehen 2 weitere Leute. Ich wei\u00df nicht, ob sie auch nach einer Mitfahrgelegenheit suchen oder wie viele Leute hier, nach Arbeit. Heute erfahre ich das 2. Mal auf meiner Reise Rassismus mir gegen\u00fcber. Das erste Mal war in Bolivien, von einer alten Dame, die mich nicht bedienen wollte. Heute hielt ein Auto mich dunkelh\u00e4utigen Insassen, bei den anderen beiden an der Stra\u00dfe wartenden an, die ebenfalls dunkelh\u00e4utig waren. Als wir hingehen beziehungsweise rennen wollten. Fuhr das Auto schnell davon. Das ganze passierte uns 2 Mal. Unglaublich. Aber auch so herum funktioniert Rassismus und es f\u00fchlt sich nicht sch\u00f6n an. Am Ende bekamen wir aber doch noch unsere Fahrt und es waren nette dunkelh\u00e4utige Leute, die uns sogar weiter f\u00fchren, als sie mussten und uns mit den Worten &#8220;Hier ist es sicherer!&#8221; absetzen. Die n\u00e4chste Fahrt lie\u00df nicht auf sich warten, die n\u00e4chste schwarze Familie sammelte uns ein und begr\u00fc\u00dfte uns mit den Worten: &#8220;Oh Gott, wir haben leider keine Sitze&#8221;. Sie denken, Wei\u00dfe k\u00f6nnen nicht hinten auf der Ladefl\u00e4che mitfahren. Und tats\u00e4chlich sieht man nie hellh\u00e4utige auf den Ladefl\u00e4che, daf\u00fcr dunkelh\u00e4utige umso mehr. F\u00fcr uns ist es aber mittlerweile Alltag und so gesellen wir uns zu dem Jungen nach hinten. Er ist erst etwas scheu und Ed macht sich etwas unversch\u00e4mt breit und bekommt gar nicht mit, dass der Junge nur im kalten Fahrtwind steht, weil er Respekt vor uns hat, als ich aber Ed bitte heranzurutschen und dem Jungen zeige, dass er sich gern zu uns setzen kann, nimmt er es gern an. So schnell kann man gar nicht gucken, da sitzt er windgesch\u00fctzt und deutlich w\u00e4rmer. Wir werden nach 100 km abgeladen und laufen noch ein St\u00fcck stadteinw\u00e4rts in Humansdorp. An der Tankstelle bekommen wir direkt unsere n\u00e4chste Fahrt und werden direkt vorm Hostel abgesetzt. Da es noch zu fr\u00fch zum einchecken ist, werden die Rucks\u00e4cke abgeladen, die Badesachen angezogen und es geht direkt wieder los. Der Strand in Jeffreys Bay ist unglaublich gro\u00df. Er erstreckt sich \u00fcber die gesamte L\u00e4nge, 10 km auf jeden Fall, deshalb erkunden wir heute vom Hostel aus alles in n\u00f6rdliche Richtung. Am Strand stehen \u00fcberall Angeln. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass hier was gefischt wird. Vorm dem Strand beginnen dann irgendwann mit dem Meer scharfkantige schwarze Felsen und dahinter sieht man die ersten Surfer, den Jeffreys Bay ist ein Surf-Mekka und in 4 Wochen findet hier eine der gr\u00f6\u00dften Surf-Meisterschaften statt. Irgendwann suchen wir uns ein Pl\u00e4tzchen am Strand, ruhen uns aus, gehen baden oder eben beobachten die Surfer und schie\u00dfen ein Foto des Tages. So vergeht die Zeit, wir unterhalten uns mit ein paar Einheimischen, kuscheln wie immer alle vorbeikommenden Hunde, die gerade einen Feierabendspaziergang mit ihrem Herrchen machen und sehen zu, wie es sich zum Feierabend immer mehr f\u00fcllt. Was f\u00fcr eine coole Besch\u00e4ftigung nach einem Arbeitstag. Als die Sonne sich verabschiedet, machen wir uns auf den R\u00fcckweg und gehen noch einkaufen, denn uns wurde angek\u00fcndigt, dass heute der Grill, das Braai angeschmissen wird. Und so war es dann auch. Alle im Hostel, sa\u00dfen danach noch bei Bier zusammen und tauschten sich aus, bis die Idee aufkam, noch feiern zu gehen. Wenn es tanzen geht, bin ich dabei, geht es nur in eine Bar, bin ich raus. Und deshalb ging es in eine gute Kombi, wo ich mit dem Hostelmanager abfangen konnte, w\u00e4hrend die anderen noch etwas an der Bar waren. Der beste Moment des Tages war aber, als gerade afrikanische Musik lief und 2 Schwarze anfingen einen Line-Dance mit afrikanischem H\u00fcftschwungzu tanzen. Ich sah es, stellte mich daneben, schaute es mir kurz an und machte direkt mit. Nach und nach wurden wir immer mehr bis nach 2 Liedern der gesamte Club sein bestes gab. Was f\u00fcr ein Moment, danke. Danach kamen noch etwas 90er und 2000er, wo jeder mitgr\u00f6len konnte und um 2 war die Party vorbei und wir genossen noch unseren Nachtspaziergang. In der Truppe ist man sicher nachts, also brauchen wir kein Taxi rufen, um dann 1 Stunde darauf zu warten, wie auf dem Hinweg. Da es hier viel w\u00e4rmer ist, als die letzten Tage, ist der Spaziergang zur\u00fcck ins Hostel auch sehr angenehm. Noch angenehmer wurde er durch ein Weggetr\u00e4nk, dass auf dem Weg nach drau\u00dfen ungesehen ganz zuf\u00e4llig in meine Jackentasche gelangt ist. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen fr\u00fch raus, den Check-out ist um 10 Uhr und wir m\u00fcssen ein Auto erwischen, dass uns mit heraus aus dem Park nimmt. Sowie alles gepackt ist, geht es an die Stra\u00dfe. Nach 5 Metern kommt ein Auto, h\u00e4lt f\u00fcr uns. Jackpot. Mit ein paar Bauarbeitern bekommen wir eine Fahrt zur\u00fcck an die Hauptstra\u00dfe. 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