{"id":3041,"date":"2025-06-11T20:33:52","date_gmt":"2025-06-11T18:33:52","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3041"},"modified":"2025-06-12T14:19:36","modified_gmt":"2025-06-12T12:19:36","slug":"sturmische-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/06\/11\/sturmische-zeiten\/","title":{"rendered":"St\u00fcrmische Zeiten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3045\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250611_1130492272-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Wecker klingelt. Es geht raus aus dem Bett und direkt einkaufen. Wir brauchen Lebensmittel f\u00fcr 2 volle Tage, denn heute geht es in den Tsitsikamma-Nationalpark f\u00fcr 2 N\u00e4chte. Punkt 8 sollen wir zur\u00fcck sein vom Einkaufen, um unsere Pancakes abzustauben, aber irgendwie ist noch keiner so fr\u00fch dran, wie wir. Mit 1 Stunde Versp\u00e4tung ist das Fr\u00fchst\u00fcck fertig. Gemeinsam mit den einzigen anderen G\u00e4sten im Hostel fr\u00fchst\u00fccken wir. Sie wollen exakt dort hin, wo wir hin wollen. Unsere Mitfahrgelegenheit ist damit also gekl\u00e4rt. Da wir heute nur die normale Portion Pancakes bekommen haben, sage ich scherzhaft, als der Fr\u00fchst\u00fcckstisch schon abger\u00e4umt ist und man fragt, wie es mir geht, &#8220;wie immer, hungrig&#8221;. Wir bekommen daraufhin noch 8 Pancakes mehr. Mehr Obst und eine weitere Kanne Tee. Alles f\u00fcr umsonst, w\u00e4hrend die anderen G\u00e4ste, Tim und Thalia uns zuschauen, wie wir einen Pancake nach dem anderen verputzen. Wir stehen dabei alle in der K\u00fcche und unter-halten uns. Wir bedanken uns nach jedem weiteren und man sagt wieder von neuem, das ist jetzt der letzte, ihr m\u00fcsst ja gut gest\u00e4rkt in den Nationalpark gehen. Danach folgt noch einer und noch einer. Als wir beide gut gef\u00fcllt sind, h\u00f6rt der Pancake-Strom dann auch auf und wir machen uns los. Gemeinsam geht es in den nahegelegenen Nationalpark. Anmelden, Daten abgeben, einchecken, von der Rezeption fahren wir weiter zu unserer Waldh\u00fctte, wo wir schnell unser Gep\u00e4ck abladen und dann geht es weiter ans Ende der Stra\u00dfe. Hier gibt&#8217;s einen gro\u00dfen Parkplatz, einen Souvenirshop f\u00fcr die Touristen, ein Restaurant und das, was uns heute interessiert, die Kayak-Basis. Da wir noch ein wenig Zeit bis zu unserem Start haben, gibt es noch ein Getr\u00e4nk im Restaurant mit den beiden aus Johannesburg. Zum Abschied tauschen wir Nummern aus und machen ein Wiedersehen aus. F\u00fcr uns geht es Kayaken, die beiden wandern den Otter-Trail, auf dem man nur 1-3 Jahre im Voraus einen Platz bekommt, also nichts f\u00fcr uns. Nachdem wir in den Taucheranzug geschl\u00fcpft sind, werden unsere Sachen noch Weg geschlossen und gemeinsam mit 4 Cousins aus Jerusalem, die noch nie in ihrem Leben Kayaken waren, stechen wir in See. Der Wellengang ist ordentlich und schnell wird klar, das wird so nichts. 1 Guide paddelt mit uns voran und bringt uns ein wenig \u00fcber den Nationalpark und seine Natur bei, w\u00e4hrend wir auf die Anderen warten. Wir paddeln vom indischen Ozean in den Stormsriver. Die H\u00e4ngebr\u00fccke f\u00fcr Wanderer \u00fcberspannt die M\u00fcndung und wir paddeln drunter hinweg. Sowie wir etwas flussaufw\u00e4rts sind, gelangen wir von der Sonne in den Schatten, denn wir befinden uns in einer Schlucht. Das Wasser ist schwarz. Eisen und Pflanzenabf\u00e4lle f\u00e4rben es. Die Wasseroberfl\u00e4che tr\u00e4gt eine saubere wei\u00dfe Schaumschicht. Ein Naturschauspiel der besonderen Art. Dank des Regensturmes der letzten Tage, entsteht hier diese Schaumschicht. In ein paar Tagen wird sie braun und dreckig sein und danach verschwinden. Durch Ebbe und Flut lagert sich der Schaum auch ganz zaghaft an den Felsw\u00e4nden ab. Wir wechseln vom Kayak aufs Lilo. Ein Lilo ist eine Art robuste Luftmatratze. Ich bin die erste, die sich liegend draufwerfen darf. Jetzt beginnt der richtige Spa\u00df. Die Str\u00f6mung ist hier etwas st\u00e4rker. Mit den H\u00e4nden Paddel ich also sofort zum ersten Fels, um mich festzuhalten, bis die anderen folgen. Die anderen doggen an, nur einer kommt nicht gegen die Str\u00f6mung an und treibt flussabw\u00e4rts. 10 Minuten warten wir, bis wir alle wieder beisammen sind. H\u00e4nde wieder ins kalte Wasser und lospaddeln. Ich habe richtig viel Spa\u00df mit dem Schaum. Wie ein kleines Kind in einer Badewanne. Selbst riesige Seifenblasen gibt es hier. Es geht bis zu einer Stelle, wo uns Felsen den Weg versperren und Stromschnellen entstehen. Kommt man zu nahe, wird man mit dem Lilo flussaufw\u00e4rts gezogen und das Lilo will unter Wasser verschwinden. Balance ist gefragt. Ich bin herzlich am lachen. Ed ist auch begeistert von dieser Stelle. Wir paddeln abwechselnd hier hin und stellen uns der Herausforderung, lachen unentwegt, w\u00e4hrend die anderen sich auf den R\u00fccken gewendet haben und in einer&nbsp; ruhigen Bucht die Ruhe genie\u00dfen und sich treiben lassen. Als meine Power nachl\u00e4sst, schlage ich f\u00fcr alle eine neue Challenge vor, auf dem Lilo aufstehen. Ich kann alle begeistern. Einer nach dem anderen f\u00e4llt in das kalte Wasser. Ich schaffe es beim ersten Mal. Zwar zaghaft und wackelig aber irgendwann stehe ich. Nah und nach bekommen auch die anderen halbwegs den Dreh raus. Der Guide gibt mir eine neue Challenge. Auf einem Bein auf dem Lilo balancieren. Das ist echt schwer! Ich schaffe es 3 Sekunden, bevor auch ich mich endlich Mal ins Wasser setze. Ich habe heute wirklich viel gelacht. Laut und herzlich, aber nun m\u00fcssen wir wieder zur\u00fcck. Klippe springen gibt es heute leider nicht, da keiner wei\u00df, was nach dem Sturm im Wasser ist. Vom Lilo aufs Kayak umsatteln. Vom ruhigen Fluss auf die st\u00fcrmische See hinaus und das kurze St\u00fcck mit den mittlerweile wirklich hohen Wellen \u00fcberleben. Heute kentert erstaunlicherweise keiner mit dem Kayak. Wir genie\u00dfen wieder in unseren trockenen Klamotten die letzten Sonnenstrahlen und gehen diesmal zu Fu\u00df zu unserem H\u00fcttchen. Unser Blick entlang der K\u00fcste reicht bis Robberg Island, wo wir mit den Seel\u00f6wen schwimmen waren. Unglaublich sch\u00f6ne Aussichten. Mittlerweile bin ich gut durchgefroren. Wir machen halt am Geb\u00e4ude mit den Duschen und Toiletten und ich entdecke mein pers\u00f6nliches Highlight des Tages, 2 Badewannen und das allerwichtigste: es gibt hei\u00dfes Wasser. Ich springe, renne, h\u00fcpfe, raste ein wenig aus. Lasse mir sofort ein Bad ein und wir entspannen und w\u00e4rmen uns auf. Auch Ed hat sich ein Bad eingelassen. Da es nur in den Frauenduschen Badewannen gibt, ist er einfach mit hier. Es ist ja eh alles in einzelnen Kabinen. Nachdem wir aufgew\u00e4rmt und alle Muskeln entspannt sind, geht es zur H\u00fctte. Es ist mittlerweile dunkel, die Sterne leuchten und der helle Vollmond wird vom Meer reflektiert. Wenn die Wellen gegen die K\u00fcste peitschen, formen sie Schatten vor dem, wie ein Kronleuchter strahlendem Mond. Das Feuer f\u00fcr ein Brai wird angeschmissen und das Fleisch findet seinen Weg in die hungrigen M\u00e4uler, die zuletzt Pancakes gesehen haben. Da mir schon wieder kalt ist, komme ich auf die geniale Idee Kohlen in einen Topf zu f\u00fcllen und sie mit in die H\u00fctte zu nehmen. Der Tag wird zufrieden, mit unserer kleinen Tradition mittlerweile, mit einem Tee und einem Keks beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelt. Es geht raus aus dem Bett und direkt einkaufen. Wir brauchen Lebensmittel f\u00fcr 2 volle Tage, denn heute geht es in den Tsitsikamma-Nationalpark f\u00fcr 2 N\u00e4chte. Punkt 8 sollen wir zur\u00fcck sein vom Einkaufen, um unsere Pancakes abzustauben, aber irgendwie ist noch keiner so fr\u00fch dran, wie wir. 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