{"id":3029,"date":"2025-06-09T23:36:51","date_gmt":"2025-06-09T21:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=3029"},"modified":"2025-06-09T23:39:34","modified_gmt":"2025-06-09T21:39:34","slug":"sich-herausforderungen-stellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/06\/09\/sich-herausforderungen-stellen\/","title":{"rendered":"Sich Herausforderungen stellen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3032\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-1160x653.jpg 1160w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250609_1224078962-1-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Tag des gro\u00dfen Abschieds. Dementsprechend regnete es heute morgen ordentlich und wir hatten absolut keine Lust aus den Betten zu kullern. Irgendwann rafften wir uns auf und das Wetter schien g\u00fctig mit uns zu sein. W\u00e4hrend wir uns vom der gesamten Tenikwa-Familie verabschiedeten, kam die Sonne heraus. Unsere Sachen hatten wir schon gepackt. Mit jedem, den wir finden konnten, wurde ein Abschiedsfoto gemacht, auch wenn wir uns ein Gruppenfoto gew\u00fcnscht h\u00e4tten, aber heute waren alle \u00fcberall verteilt und einige gar nicht da. Weil ich mich so sehr aufgenommen und willkommen gef\u00fchlt habe, wird es mal wieder einen Eintrag in die &#8220;Hall of Fame&#8221; geben. Dieser folgt aber etwas sp\u00e4ter und wird dann nat\u00fcrlich wieder hier verlinkt. Um den Herzschmerz unten zu halten, habe ich beschlossen, nicht noch einmal zu den Tieren zu gehen. Die L\u00f6wen sp\u00fcrten allerdings, dass etwas anders war, da sie sich anders als sonst verhielten und uns nicht aus den Augen lie\u00dfen. Und dann waren wir doch wieder unterwegs. Zu Fu\u00df auf v\u00f6llig durchgeweichten Stra\u00dfen, durch den Regen der letzten 2 Tage. James sammelte uns nach 20 Minuten zu Fu\u00df gottseidank ein und nahm uns mit an die N2 und setzte uns an der Tankstelle ab. Ich fragte das erste Auto, was gleich ein Treffer war. Gemeinsam mit 200 kg Orangen sollen wir auf der Ladefl\u00e4che Platz nehmen. Wir fahren \u00fcber einige Br\u00fccken und Ed wird immer nerv\u00f6ser. Seit Anfang an, wusste ich, dass ich eine Sache machen wollte. Sonst habe ich absolut keinen Plan, was es so zu machen gibt, aber die Aktivit\u00e4t, die heute auf dem Plan stand, war von Anfang an auf der To-do-Liste. Seit einem Monat auf unserer gemeinsamen Reise versuche ich Ed zu \u00fcberreden oder besser gesagt, ich rede die gesamte Zeit davon, dass wir es machen werden, wobei er dauerhaft negiert, dass er es machen wird. Wir waren heute also nicht mal da und er hyperventilierte schon. Und dann fuhren wir \u00fcber die Bloukrans Br\u00fccke. Die mit 216 m zweith\u00f6chste Br\u00fccke der Welt und h\u00f6chste Br\u00fccke Afrikas. Mit einem Klopfen signalisierte ich, dass wir hier raus wollen und unsere Mitfahrgelegenheit hielt an und wir verabschiedeten uns. Jetzt wurde es ernst. Ed wurde immer blasser und ich immer aufgedrehter. Nach dem bezahlen wurden wir gewogen und bekamen direkt unsere Ganzk\u00f6rper-Gurte angelegt. Dank Nebensaison waren wir direkt an der Reihe. Zusammen mit ein paar Jungs aus Saudi-Arabien ging es los. Ein paar Sicherheitsunterweisungen, und dann brachte uns die Zipline in die Mitte der Br\u00fccke. Hier wurden wir eingeteilt. Ich durfte die 2. der Gruppe sein. Wir befinden uns unterhalb der Br\u00fccke. \u00dcber uns fahren die Autos. Hier unten beziehungsweise oben, je nachdem wie man es sehen will ist eine riesige Eventfl\u00e4che entstanden. Musik wird laut angeschmissen, was meine \u00fcberdrehte Art nicht gerade aus bremst. Ed lie\u00dft sich ein Zitat \u00fcber Angst durch, um sich zu beruhigen. Der erste springt lautlos und schon bin ich an der Reihe. Ich werde an Waden und Torso eingehakt. Nun geht es an die Kante. Die Aussicht ist spektakul\u00e4r. Auf dem Foto des Tages, habe ich diese festgehalten. Ich soll aber noch weiter nach vorn. Da meine Beine zusammengebunden sind, hopse ich an die Kante und jetzt wird mir anders. Meine Zehenspitzen schweben bereits in 216 m h\u00f6he. Mein Bauch kribbelt und ich kann mir ein &#8220;Verdammt, oh mein Gott&#8221; nicht verkneifen. Bevor ich Angst bekommen kann, z\u00e4hlen die beiden M\u00e4nner links und rechts neben mir super schnell &#8220;5-4-3-2-1&#8221; herunter und bevor ich einhalten kann, springe ich. Auch wenn ich mir vorgenommen habe, heute bei meinem dritten Bungee-Jump im Leben mit einem Freudenschrei herunter zu springen, kam doch wieder ein Schrei aus mir heraus, der sich eher anh\u00f6rte, als w\u00fcrde man mich erstechen. Nach 3 Sekunden im freien Fall realisierte der Kopf, dass ich es genie\u00dfen kann und ich hatte noch 2 Sekunden l\u00e4nger in Ruhe. Danach kam der R\u00fcckschwung und ich flog nochmal durch die Gegend. Was f\u00fcr eine Kulisse. Mein Kopf ist zwar fast am explodieren, aber jetzt kommen die Freudenschreie. Ich singe die Schlucht entlang und das Echo singt im Kanon mit mir. Ich bin \u00fcbergl\u00fccklich und werde etwas aus meinem Moment gerissen, als jemand von oben kommt und mich in die Waagerechte bringt. Gemeinsam geht es nach oben und nun merke ich das Adrenalin. Die Beine zittern. Die Augen sind feucht. Patricia ist \u00fcbergl\u00fccklich. Aber Ed muss noch springen. Er macht einen gro\u00dfen Fehler. Vorn an der Kante bleibt er stehen. Das war der schwierigste Moment f\u00fcr mich. Er sagt mir im Nachhinein, dass er die gesamte Zeit behauptete, er springt nicht. Die Guides versuchten ihn zu \u00fcberreden. Er sagt weiterhin nein. Die Guides z\u00e4hlen 3-2-1 und sto\u00dfen ihn nach unten und Ed fliegt. Wieder oben, hat er keine Farbe mehr im Gesicht aber ist \u00fcbergl\u00fccklich. Noch v\u00f6llig benommen, hat er es mit H\u00f6henangst \u00fcberstanden. Ich bin extrem stolz auf ihn und wir umarmen uns das erste Mal auf unserer gemeinsamen Reise. Was hier f\u00fcr Emotionen hervorgerufen werden ist schon unglaublich. Sowie wir zur\u00fcck sind, gibt es ein Video zum anschauen und es f\u00e4ngt wieder an in Str\u00f6men zu regnen. Was hatten wir f\u00fcr ein Gl\u00fcck. Die nachfolgenden Gruppen springen quasi in einem Wasserfall. Durch den Regen haben wir aber wenig Ambitionen uns an die Stra\u00dfe zu stellen und den Daumen heraus zu halten. Wir setzen uns in das Caf\u00e9 und warten etwas ab aber der Regen h\u00f6rt nicht auf. Ich Frage einfach mal die 2 \u00e4lteren Damen hier und durch Zufall wollen sie exakt dort hin, wo auch wir hin wollen und nehmen uns mit und bringen uns sogar zu unserem Hostel. Das Adrenalin f\u00e4llt so langsam ab und wir merken erst jetzt, wie hungrig wir sind. Es geht also schnell einkaufen und an den Herd. Es regnet immer noch uns sowie es dunkel wird, wird es k\u00e4lter und k\u00e4lter. Da die H\u00e4user in S\u00fcdafrika absolut gar nicht isoliert sind, herrschen innen genau die gleichen Temperaturen wie au\u00dfen, aber gottseidank haben wir einen Kamin in unserem Schlafsaal, sodass wir uns direkt nach dem Abendessen f\u00fcr mehrere Stunden vor den Kamin setzen, mit dem nassen Holz k\u00e4mpfen und Tee trinken. Ich \u00fcbe mich mal wieder etwas auf den Bongos und so vergeht die Zeit doch wieder schneller als gedacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag des gro\u00dfen Abschieds. Dementsprechend regnete es heute morgen ordentlich und wir hatten absolut keine Lust aus den Betten zu kullern. Irgendwann rafften wir uns auf und das Wetter schien g\u00fctig mit uns zu sein. 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