{"id":2993,"date":"2025-06-02T00:15:10","date_gmt":"2025-06-01T22:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2993"},"modified":"2025-06-02T00:15:22","modified_gmt":"2025-06-01T22:15:22","slug":"gefangen-in-der-unbegreiflich-schonen-wirklichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/06\/02\/gefangen-in-der-unbegreiflich-schonen-wirklichkeit\/","title":{"rendered":"Gefangen in der unbegreiflich sch\u00f6nen Wirklichkeit"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2992\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PXL_20250601_103300835-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Raus aus dem Hostel, rein in noch mehr Natur. Zun\u00e4chst ging es aber wie immer per Anhalter zum Start unserer heutigen Wanderung, Salt River Hike. Nach einem kurzen recht uninteressantem St\u00fcck, es ging nur \u00fcber eine Wiese, links und rechts ein paar B\u00fcsche, kamen wir schon bald hinunter zum Salt River, dem Salzfluss, wo es mit jedem Meter nur besser wurde. Die Schuhe wurden ausgezogen, um den Fluss zu durchqueren, was Dank Niedrigwasser gerade ein leichtes war. Im Grunde sind wir heute sehr gl\u00fccklich, da Ebbe mitten am Tag ist und man die Wanderung sonst gar nicht machen k\u00f6nnte. Da wir noch ein bisschen Zeit im Gep\u00e4ck haben, gehen wir erst noch hinauf zu einem Aussichtspunkt, von wo aus ich das heutige Foto des Tages schie\u00dfe. Die M\u00fcndung der Salt Rivers in den indischen Ozean bei bestem Wetter. Wir machen uns aber direkt wieder nach unten, denn die Gezeiten warten nicht auf uns. Auf dem R\u00fcckweg durchqueren wir den Fluss mit Schuhen, was uns beide nur wenig st\u00f6rt. Es geht an den Strand, den man auf dem Foto der Tages sieht. \u00dcberall liegen hier irgendwelche Dinger herum, die ich nicht entziffern kann. Eine Mischung zwischen Pflanzenabfall, altem Kuhdung oder was auch immer. Ich bin froh, als ich jemanden irgendwas sammeln sehe und Frage, was er da sammelt. Er besch\u00e4ftigt sich genau mit diesen Dingern. Er sucht sie, schneidet sie auf und holt ein relativ gro\u00dfes, orangenes, klibberiges, stinkenden Ding heraus, was er sp\u00e4ter als Fischk\u00f6der verwenden wird. Was genau es ist, wei\u00df ich nicht, aber das etwas sieht aus, wie das Fleisch einer Muschel, die H\u00fclle allerdings nicht. Wir gehen weiter, links \u00fcber den H\u00fcgel, wo sich die Kulisse einmal um 180\u00b0 \u00e4ndert. Vom ruhigen Strandparadies rein in die wilde laute K\u00fcste. Das Wasser ist so kraftvoll. W\u00e4hrend wir \u00fcber die scharfkantigen schwarzen Felsen klettern, steigt der Wasserstand bereits und wir m\u00fcssen flinke F\u00fc\u00dfe machen. In einer Stunde ist dort, wo wir gerade noch laufen, kein Wandern mehr m\u00f6glich. Mit voller Kraft prallen die Wellen nun gegen die Felsen. Man kommt sich so schwach und zerbrechlich vor. Aber in der Ferne sehen wir schon den n\u00e4chsten Sandstrand. Dort angekommen, suchen wir uns einen Platz, was nicht all zu schwer f\u00e4llt, da er riesig ist und wir die einzigen sind. Wir ruhen uns etwas aus, genie\u00dfen das Meeresrauschen, springen ins Wasser, aber das Meer ist hier einfach zu kraftvoll. Einige Zeit sp\u00e4ter gehen wir durch das angrenzende Dorf Nature&#8217;s valley, was eher ein kleines Bungalowdorf ist. Wir haben beschlossen, auch zur\u00fcck zu wandern und haben und einen Weg durch den Wald heraus gesucht, ohne zu wissen, was f\u00fcr ein Juwel auf uns wartet. Erstmal war es ein ganz normaler Wald und ich dachte mir, warum sind wir eigentnicht direkt zur\u00fcck gefahren. Als wir dann den ersten definitiv \u00fcber 1000 Jahre alten riesigen Yellowwood sahen, stieg die Begeisterung. Auf den ersten folgte der n\u00e4chste und n\u00e4chste. Neben so vielen riesigen uralten B\u00e4umen kommt man sich so unbedeutend vor. Wir laufen hier durch einen Wald, der \u00fcber 1000 Jahre alt ist. Er sieht wirklich aus, wie aus Urzeiten. Es f\u00fchlt sich an, als k\u00f6nnte jeden Moment ein Dino vorbeilaufen. Ich \u00fcbertreibe nicht, wenn ich sage, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen sch\u00f6neren Wald gesehen. So pur, so sch\u00f6n, so majest\u00e4tisch. Wir gelangen immer tiefer hinein. Unser Weg f\u00fchrt uns entlang eines ausgetrockneten schmalen Flusslaufs. Auf und ab geht es daneben. Lianen h\u00e4ngen von den B\u00e4umen, bilden riesige Vorh\u00e4nge, verflochten sich miteinander und bilden ganze W\u00e4nde, gar Formationen. Hier gibt es Pflanzen, die ich noch nie gesehen habe und als wir stehen bleiben, werden wir aufmerksam. Links und rechts l\u00e4uft etwas von uns davon. Wir h\u00f6ren ein seltsames Ger\u00e4usch in den Baumkronen, wie ein Schnarchen. Ist das ein schlafender Schimpanse? Aber nein, nach langem Suchen entdecken wir einen Knysna Loerie, wie er vor 2 Tagen auf dem Foto des Tages zu sehen war. Es ist etwas besonderes, einen so speziellen Vogel auch in seinem nat\u00fcrlichen Habitat zu sehen und nicht nur in einem abgeschlossenen Umfeld. Weiter geht&#8217;s und wir finden noch einen. Die Yellowwoods h\u00f6ren pl\u00f6tzlich auf und die Vegetation wird immer Dichter, bis wir im Zickzack fast senkrecht die Felswand hoch m\u00fcssen. Der Wald h\u00f6rt auf und wir befinden uns wieder im Fynbos. Der Blick ist wieder wundersch\u00f6n, auf die Lagune von Nature&#8217;s valley. Aber auch nun k\u00f6nnen wir die Aussicht nicht all zu lange genie\u00dfen, da die Sonne bereits untergeht. Mit flinken F\u00fc\u00dfen wandern wir geschwind bis zur Stra\u00dfe. Entlang der malerischen Kulisse im Sonnenuntergang. Wir sind in Afrika, kann man das glauben? Wieder kommen wir uns vor, als w\u00e4ren wir gerade in einem Film. Alles ist so perfekt und dann kommt sogar noch ein Auto vorbei und nimmt uns auf der Ladefl\u00e4che die letzten 4 km mit. Im Sonnenuntergang fahren wir. Der Fahrtwind weht uns um die Ohren w\u00e4hrend wir auf der Kante sitzen. An einer Farm werden wir herausgelassen, in der Hoffnung im Hofladen noch unser Abendessen einkaufen zu k\u00f6nnen. Doch der Laden ist bereits geschlossen, wir gehen etwas auf der Farm herum, finden jemanden, der uns doch tats\u00e4chlich nochmal den Laden aufschlie\u00dft und wir k\u00f6nnen noch das beste Brot und gute Wurst kaufen. Der Laden hat alles, wir m\u00fcssen morgen fr\u00fch nochmal her kommen, aber jetzt lassen wir den Leuten erstmal ihren wohl verdienten Feierabend.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raus aus dem Hostel, rein in noch mehr Natur. Zun\u00e4chst ging es aber wie immer per Anhalter zum Start unserer heutigen Wanderung, Salt River Hike. 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