{"id":2889,"date":"2025-05-22T21:19:39","date_gmt":"2025-05-22T19:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2889"},"modified":"2025-05-25T11:44:05","modified_gmt":"2025-05-25T09:44:05","slug":"neugierige-urzeitriesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/05\/22\/neugierige-urzeitriesen\/","title":{"rendered":"(Neu)gierige Urzeitriesen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"589\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-589x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2888\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-589x1024.jpg 589w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-172x300.jpg 172w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-768x1336.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-883x1536.jpg 883w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-1177x2048.jpg 1177w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-600x1044.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250522_1149205023-scaled.jpg 1472w\" sizes=\"auto, (max-width: 589px) 100vw, 589px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Besuch eine der vielen Strau\u00dfen-Farmen stand heute auf dem Plan. Da es gestern mit dem Hitchhiken nicht so geklappt hatte, suchten wir uns die n\u00e4chstgelegene heraus, welche aber immer noch mehr als 6 km von unserer Unterkunft entfernt lag. Wir machten uns also auf die Socken. Auf dem Weg liefen wir an Feldern vorbei, Bauernh\u00f6fen. Schafsherden mit ganz frisch geschl\u00fcpften L\u00e4mmern, die um die leckere Milch wettstreiteten oder einfach im Schatten schliefen. Wir liefen indessen in der prallen Sonne am Stra\u00dfenrand mit ein paar Einheimischen die tapfer ihre Eink\u00e4ufe kilometerweit nach Hause tragen mussten. Irgendwann kamen wir dann doch an und dann ging die Tour auch schon bald los. Zun\u00e4chst lernten wir grundlegende Dinge \u00fcber Strau\u00dfe, die nat\u00fcrlicher Weise nur in Afrika vorkommen. Ihre Verwandten, der Nandu aus S\u00fcdamerika, der Emu aus Australien, der Kiwi aus Neuseeland und der Kasuar aus Neuguinea haben alle nicht so tolle Federn, weshalb es dazu kam, dass hier in Oudtshoorn so viele Farmen entstanden. Mit den Eroberern kam auch das Gesch\u00e4ft, was hier der Export von Federn war. Vor allem nach Europa sp\u00e4ter aber auch nach Brasilien f\u00fcr den Karneval. Keiner war am Fleisch, den Eiern oder am Leder interessiert. Alles handelte sich um die Federn. 1 kg Federn war 1 kg Gold wert. Nach dem sie gek\u00fcrzt waren sie nach 8 Monaten wieder nachgewachsen. Sp\u00e4ter machte man dann nat\u00fcrlich auch von allem anderen Nutzen. Das Federgesch\u00e4ft versiegte langsam aber einige Farmen blieben bis heute, weshalb wir nun die M\u00f6glichkeit haben, die Tiere zu bestaunen, sie zu f\u00fcttern und sie zum Schluss auf unsere Art und Weise zu nutzen. Nachdem wir also die drei verschiedenen Strau\u00dfenarten auf der Farm in Augenschein nehmen durften, s\u00fcdafrikanischer wei\u00dfer Strau\u00df, kenianischer rosa Strau\u00df und den gr\u00f6\u00dften von allen, den zimbabwischen blauen Strau\u00df und die verschiedenen Charaktere w\u00e4hrend der F\u00fctterung vom Traktor aus kennenlernen durften, wobei der \u00fcberwiegende Charakter wohl am ehesten gierig, neugierig, aber vorsichtig ist, wollten wir eigentlich noch 3 weitere Dinge auf unserer Liste abhaken. 1. auf einem Strau\u00dfenei stehen, 2. ein ganzes Strau\u00dfenei essen, was etwa 24 H\u00fchnereier sind und 3. auf einem Strau\u00df reiten. Ersteres konnten wir noch auf unserer Tour erledigen. Da gerade Brustsaison ist, liegen die unbefruchteten Eier f\u00fcr die Besucher am Boden und wer sich traute, durfte sich darauf stellen. Ein komisches Gef\u00fchl aber es hat gehalten. Alle anderen Eier befinden sich im Inkubator, da man die Strau\u00dfe, wenn man ihnen ihre Eier wegnimmt, etwas ver\u00e4ppeln kann. Ein Strau\u00df legt in freier Wildbahn 11-16 Eier. Nimmt man sie allerdings weg, vergisst er, dass er schon so viele gelegt hat und kann bis zu 60 Eier legen. Nach 42 Tagen im Ei Schl\u00fcpfen die kleinen Gro\u00dfen und nach 14 Monaten sind sie mit 140 kg Kampfgewicht ausgewachsen. Da die Knochen allerdings nur 7 kg des Gesamtgewichtes ausmachen und damit schnelle Brechen bzw schwer heilen, sind Strau\u00dfenrennen bzw. -reiten heutzutage verboten. Punkt drei auf unserer Liste ist also keines Falls erf\u00fcllbar, auch nicht nachdem Ed alle Farmen abtelefoniert hatte, da das wirklich das einzige war, was er in S\u00fcdafrika wirklich machen wollte. Da im Moment eben die Brutsaison angefangen hat, gibt es keine Strau\u00dfeneier zum Verkauf, was auch Punkt 2 schwierig machte. Nicht mal auf einer Farm mit 2.500 Strau\u00dfen, die 1.800 Hektar gro\u00df ist, wollten sie uns ein Ei heraus r\u00fccken. Wir wollten uns aber nicht geschlagen geben. Auch wenn wir auf dieser Farm kein Ei bekommen hatten und auch der Supermarkt gerade keine von den Farmern bekommt. Jeden den wir fragten, meinte, bis vor 2 Wochen gab es sie noch, aber jetzt, nein, erst wieder im August, September. Wir hatten aber noch ein Ass im \u00c4rmel. Vor 2 Tagen habe ich in einem Laden ein einzelnes Ei gesehen, wir gingen also voller Erwartungen in diesen Laden, rannten sogar das letzte St\u00fcck, weil wir so aufgeregt waren, um dann zu sehen, das Ei ist weg. Jemand hatte es heute morgen gekauft. Was ein Eierdieb! Wir fingen an die Laden-Omi zu bequatschen, wir fragten, wo sie ihre Eier her bekommt. Sie meinte zwar, dass der Bauer bei der letzten Lieferung meinte, es sei das letzte Ei f\u00fcr diese Saison aber irgendwie k\u00f6nnten wir sie doch \u00fcberzeugen, ihn anzurufen. Eine kleine Entt\u00e4uschung: heute gibt es kein Ei f\u00fcr uns zum Abendessen. Die gro\u00dfe Freude: der Bauer liefert extra morgen in aller Fr\u00fche f\u00fcr uns ein Ei, da wir morgen fr\u00fch aufbrechen wollen, m\u00fcssen wir es also morgen transportieren, durch die Berge tragen und das Essen auf morgen Abend verschieben. Ed war etwas niedergeschlagen, aber schon bald war es wieder besser. Sp\u00e4testens nach Strau\u00dfen-Trockenfleisch, Strau\u00dfen-Trockenwurst, Strau\u00dfen-Carpaccio und Strau\u00dfen-Bratwurst war die Welt wieder okay.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Besuch eine der vielen Strau\u00dfen-Farmen stand heute auf dem Plan. Da es gestern mit dem Hitchhiken nicht so geklappt hatte, suchten wir uns die n\u00e4chstgelegene heraus, welche aber immer noch mehr als 6 km von unserer Unterkunft entfernt lag. Wir machten uns also auf die Socken. 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