{"id":2885,"date":"2025-05-21T23:55:20","date_gmt":"2025-05-21T21:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2885"},"modified":"2025-05-21T23:55:29","modified_gmt":"2025-05-21T21:55:29","slug":"tief-unter-der-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/05\/21\/tief-unter-der-erde\/","title":{"rendered":"Tief unter der Erde"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2884\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-300x169.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-768x432.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-1160x653.jpg 1160w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250521_122225422-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute wurden wir eines besseren belehrt. Hitchhiken in S\u00fcdafrika ist nicht ausschlie\u00dflich super einfach und schnell. Heute durften wir 1,5 Stunden auf unseren ersten Transport warten. Nach guten 2,5 Stunden hatten wir endlich 30 km zur\u00fcck gelegt, der Tag war schon halb vorbei und wir waren endlich an unserem Ziel nachdem uns etliche Autofahrer aus- oder angelacht hatten. Warum, wei\u00df ich bis jetzt nicht. Vielleicht dachten sie sich, was denken sich die beiden nur? Egal. Am Ende kamen wir mal wieder hinten auf einem Bakkie, einem Pick-Up an und mussten uns erstmal aufw\u00e4rmen. Einen Tee und einen Chai-Latte sp\u00e4ter, waren wir bereit, um in die Unterwelt abzutauchen. Es ging in die Cango-H\u00f6hlen. Eines der l\u00e4ngsten H\u00f6hlensysteme der Welt, mit einer L\u00e4nge von 5,3 km muss man einfach gesehen haben. Nachdem sie 1780 von einem Bauern erstmal entdeckt wurden, fand die erste touristische Tour 1891 statt. Damals noch mit Seilen, hatten wir heute den Luxus von Treppen und Lichtern an einigen Stellen. Der erste Saal war einfach beeindruckend mit einer L\u00e4nge von 90 m, einer Breite von 50 m, und einer H\u00f6he von 18 m konnte ich meine Stimme nicht in Zaum halten. Die Stalagmiten und Stalaktiten sind \u00fcber 800.000 Jahre alt. Ich bin ein Nichts gegen diese Formationen, ich komme mir so winzig und unbedeutend, fast kraftlos vor. Aber ich bestaune alles vor Begeisterung und lasse alles auf mich wirken. Unsere Truppe ist klein, wir sind mit unserer F\u00fchrerin nur 5 Leute, die anderen Gruppen sind locker 20-30 Mann stark. Doch wir haben etwas besonderes vor. Wir bleiben nicht nur in den gro\u00dfen S\u00e4len, sondern wir gehen in dem H\u00f6hlenystem klettern, krabbeln, kriechen&#8230; Wie auch immer man es nennen mag. Ich hatte ja etwas Angst, dass ich frieren w\u00fcrde aber bereits, als wir in die H\u00f6hlen eintraten, war es gut war und mit jedem Meter wurde es nur w\u00e4rmer und feuchter. Dann kam noch die Bewegung hinzu und wir waren alle nass geschwitzt. Es ging schmale Schornsteine nach oben, wo ich nicht wirklich wusste, wie man hoch kommen soll, da es einfach viel zu schmal war. Sich senkrecht nach oben zu robben ist gar nicht so einfach aber mindestens genauso witzig. Bevor wir die Tour angetreten haben, mussten wir durch ein Replikat der H\u00f6hle klettern, um zu schauen, ob wir auch wirklich durchpassen. In der H\u00f6hle hatte ich einfach nur Spa\u00df. Nach dem Schornstein folgte ein St\u00fcck, durch das wir 100 Meter mit gebeugten Beinen und R\u00fccken gehen mussten. Was f\u00fcr ein Training f\u00fcr die Oberschenkel. Das beste wartete zum Schluss. Es wird der Briefkasten genannt. Man muss sich durch einen 5 Meter langen Schlitz dr\u00e4ngen. Robben, wie bei der Arme oder einfach total undge\u00fcbt irgendwie vorw\u00e4rts schieben. Komplett egal, denn am Ende wartet eine Rutsch, die man Kopf voraus nach unten rutschen kann. Der Stein war an manchen Stellen glatt wie Marmor und sah auch so aus. An ganz anderen Stellen, war er kristallin. Stalaktiten und Stalagmiten waren aber \u00fcberall. Oftmals bildeten sie S\u00e4ulen, die manchmal unter ihrem eigenen Gewicht brachen und einen horizontalen Riss bildeten.&nbsp; Ende ging es mit einer kleinen Runde auf den selben Weg wieder zur\u00fcck und nach und nach wurde es wieder k\u00e4lter und wir schalteten das Licht wieder hinter uns aus, um das Algenwachstum an den Stellen zu verhindern, wo es Licht gab. Drau\u00dfen angekommen, wurden wir von dem P\u00e4rchen mitgenommen, das mit uns die Tour gemacht hat und wurden in Oudtshoorn abgesetzt. Ich entschied meine Strau\u00dfen-Ei-Lampe zu kaufen, auch wenn ich es die n\u00e4chsten Monate auf Reisen vermutlich bereuen werde, aber ich k\u00f6nnte die vergangenen 24 Stunden einfach an nichts anderes denken und h\u00e4tte mich ge\u00e4rgert, wenn ich es nicht getan h\u00e4tte. Im Supermarkt kauften wir dann jeder noch unser Strau\u00dfen-Steak, welches wir uns nach der heutigen Tour redlich verdient hatten. Auf dem R\u00fcckweg entdeckte ich mitten in der Stadt auf einer Gr\u00fcnfl\u00e4che noch 6 grasende Springb\u00f6cke, wir beobachteten sie kurz und der Tag war perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wurden wir eines besseren belehrt. Hitchhiken in S\u00fcdafrika ist nicht ausschlie\u00dflich super einfach und schnell. Heute durften wir 1,5 Stunden auf unseren ersten Transport warten. 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