{"id":2878,"date":"2025-05-19T22:04:29","date_gmt":"2025-05-19T20:04:29","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2878"},"modified":"2025-05-19T22:04:49","modified_gmt":"2025-05-19T20:04:49","slug":"das-gegenteil-beweisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/05\/19\/das-gegenteil-beweisen\/","title":{"rendered":"Das Gegenteil beweisen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"622\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072-622x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2877\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072-622x1024.jpg 622w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072-182x300.jpg 182w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072-768x1264.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072-933x1536.jpg 933w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072-600x987.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250519_082720377.TS_exported_4452_17476505038072.jpg 971w\" sizes=\"auto, (max-width: 622px) 100vw, 622px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wandertag. Wir sind in Swellendam und ganz in der N\u00e4he gibt es den Bontebok-Nationalpark, der die namensgebende Antilope beheimatet. Der Bontebok kommt vor allem in dieser Region des Westkaps von S\u00fcdafrika vor, deshalb ging es heute genau in diesen Nationalpark. Der Eingang ist 6 km von unserer Unterkunft entfernt, also ging es zum Sonnenaufgang raus auf die Stra\u00dfe und wir hielten wieder mal den Daumen hoch. Um es allen anderen zu beweisen, bekommen wir wieder einmal einen netten Opi als Fahrer, der uns bis zum Nationalparkb\u00fcro f\u00e4hrt. Hitchhiken war nie einfacher. Im B\u00fcro sprachen wir mit der Lady, die sehr erstaunt war, dass wir den Park ausschlie\u00dflich zu Fu\u00df erkunden wollten. Wir hatten uns vorher extra erkundet. Es war m\u00f6glich und es gibt sogar Wanderwege. Wieso also nicht? Wir fragen noch, wo man die Bontebok-Antilopen am wahrscheinlichsten antreffen kann und werden entt\u00e4uscht. Zu Fu\u00df hat sie noch nie jemand gesehen. Ihr braucht ein Auto, wird uns gesagt. Nun ja, wir haben aber nun mal kein Auto, da wir Erstens g\u00fcnstig reisen wollen, Zweitens Reiseerfahrungen sammeln wollen, die andere nicht sammeln k\u00f6nnen. Einheimische treffen und Drittens ganz einfach nicht das machen wollen, was jeder andere Tourist macht. Wir gingen also mit unserer Karte los und hatten schon im Vorhinein beschlossen, heute besonders leise und vorsichtig zu sein. Bis wir einen Bontebok gesehen h\u00e4tten, w\u00fcrden wir uns w\u00e4hrend des Wanderns nicht unterhalten. Anfangs ging es noch auf einem Schotterweg entlang. Bald er\u00f6ffnete sich der Blick und wir konnten sehr weit sehen. Bereits hier entdeckte mein geschultes J\u00e4ger-Auge etwas. In der Entfernung Versuche ich Ed zu zeigen, wo sich das Tier befindet. Nach 5 Minuten erkl\u00e4ren und suchen, hat er es auch endlich. Der Weg f\u00fchrt direkt dorthin, also geht es direkt weiter. Wir haben es im Blick. Der Wind ist nicht auf unserer Seite. Bereits in 200m Entfernung wittert uns die S\u00fcdafrikanische &#8211; oder auch Rote Kuhantilope. Ich bin beeindruckt von der Gr\u00f6\u00dfe, doch sie springt ab und verschwindet in den B\u00fcschen. Im Pirschfieber gehen wir vom Weg ab in die B\u00fcsche, entdecken verschiedene F\u00e4hrten, ich mache Ed auf einige Dinge aufmerksam, doch die Antilope ist verschwunden. Wir streunen noch ein wenig herum, bis wir uns langsam den Weg zur\u00fcck zur Stra\u00dfe suchen und direkt auf den ersten Wanderweg treffen. Am Fluss Breede geht es entlang auf und ab. Unter ein paar B\u00e4umen entlang.wir sind leise, doch au\u00dfer ein paar V\u00f6geln sehen und h\u00f6ren wir nichts. Auch nicht entlang des Flusslaufs. Nichts. Hatte die Dame am Eingang also Recht? Nach 5 km war der Bushbok-Trail beendet und wir waren bereits auf dem Acacia-Trail. Mehr und mehr kamen Aloe Vera, die hier wie Palmen aussahen, ins Bild. Sp\u00e4ter fanden wir heraus, dass es keine Aloe Vera war, sondern Aloe ferox, die bittere Aloe. Anfangs wachsen sie wie normale Aloe-Pflanzen, schie\u00dfen dann aber in die H\u00f6he. Die alten Bl\u00e4tter h\u00e4ngen wie bei Palmen vertrocknet herunter und bilden sp\u00e4ter den Stamm. Bis zu 4 m waren sie teilweise hoch. Wir bestaunten die Flora, w\u00e4hrend die Fauna etwas auf sich warten lie\u00df. Wir wollten gerade wieder von einer Lichtung herunter, als es mir wie Schuppen von den Augen f\u00e4llt. Ich stoppe. Ich entdecke 2 Bontebok-Antilopen, nein 3, nein da ist noch eine, und da noch eine. Es sind insgesamt 5. Nach und nach entdeckt auch Ed eine nach der anderen. Ich bringe ihn noch einige grundlegende Dinge bei, bevor wir uns n\u00e4her an sie herantasten. Immer langsam bewegen, wenn sie uns anschauen, nicht bewegen und m\u00f6glichst auf nichts Vertrocknetes treten und dicht hinter mir bleiben. Ich gehe voraus. Wir kommen gut voran. Ab und zu schauen sie auf, aber sie haben keine Chance uns zu wittern, der Wind kommt aus der anderen Richtung und bl\u00e4\u00dft ordentlich heute. Wir kommen bis auf circa 8 m heran. Was f\u00fcr ein Moment. F\u00fcr gute 15 Minuten k\u00f6nnen wir sie beobachten. Wie elegant sie aussehen. Mit ihrem dunklen Braun, das fast schon schwarz aussieht. Auch die H\u00f6rner sind wundersch\u00f6n. Ich schie\u00dfe das heutige Foto des Tages. Was f\u00fcr ein Schnappschuss mit der Handykamera. Die 2 K\u00e4lber tragen noch helles Fell. Sie grasen und ziehen nach und nach alle weiter, bis sie irgendwann entscheiden, ins Unterholz zu ziehen. Das ist der Moment, in dem Ed und ich uns das erste Mal anschauen und uns gegenseitig sch\u00fctteln. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck. V\u00f6llig unbeeindruckt von uns, lie\u00dfen sie uns solange Teil an einem ihrer ganz normalen Tage haben. Fressen, fliegen verjagen, ab und zu auf schauen, ob die Umgebung rein ist und weiter fressen. Wir rei\u00dften uns noch zusammen, bis wir wieder auf dem Wanderweg waren und ab da konnte man uns nicht mehr ruhig halten. Wir haben es mehrere Stunden ausgehalten, doch jetzt sind wir so voller Adrenalin und Eindr\u00fccke, dass es aus uns heraussprudelt. Wir sind \u00fcbergl\u00fccklich. Und das ganz ohne Auto. Den Rest des Tages verbringen wir also quatschend. Nicht all zu laut, denn wir hielten immer noch Ausschau, aber es zeigte sich nichts mehr. Auf dem Aloe-Hill-Trail ging es ins Aloe-ferox-Gebiet. Oben auf dem H\u00fcgel hatten wir eine super Aussicht auf den Nationalpark. Als wir wieder unten waren, machten wir am Fluss unsere Mittagspause mit anschlie\u00dfendem Nickerchen, bevor wir noch ein paar Routen f\u00fcr die Autos abliefen, denn die 15 km Wanderwege waren alle erkundet. Das letzte St\u00fcck ging am Zaun des Nationalparks vorbei. Ich war schon die Minuten vorher damit besch\u00e4ftigt M\u00fcll einzusammeln und dann bekam ich auch zu Gesicht warum. Der gesamte Zaum lag von au\u00dfen voll M\u00fcll. Wenn die \u00e4rmste Wohngegend der Stadt, das Township, an den Park grenzt, achtet keiner darauf, die Umwelt nicht zu beschmutzen. Im Township gelten eigene Regeln. Doch normalerweise muss man, wenn man M\u00fcll nicht in einen M\u00fclleimer entsorgt eine hohe Geldstrafe zahlen. Super Konzept eigentlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wandertag. Wir sind in Swellendam und ganz in der N\u00e4he gibt es den Bontebok-Nationalpark, der die namensgebende Antilope beheimatet. Der Bontebok kommt vor allem in dieser Region des Westkaps von S\u00fcdafrika vor, deshalb ging es heute genau in diesen Nationalpark. 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