{"id":2832,"date":"2025-05-08T22:02:16","date_gmt":"2025-05-08T20:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2832"},"modified":"2026-01-13T01:06:02","modified_gmt":"2026-01-13T00:06:02","slug":"in-der-weinregion-sudafrikas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/05\/08\/in-der-weinregion-sudafrikas\/","title":{"rendered":"In der Weinregion S\u00fcdafrikas"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"644\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-1024x644.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2831\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-1024x644.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-300x189.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-768x483.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-1536x966.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-2048x1288.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/PXL_20250508_1021536952-600x377.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ist man in Stellenbosch, muss man mindestens eine Weinverkostung mitgemacht haben. Da wir, Ed und ich, kein Mietauto wie andere Touristen haben, geht es zu Fu\u00df hin. Es gibt zwar einige in der Stadt, aber sowohl Ed als auch ich, m\u00f6gen die Natur lieber und trotz dessen, dass wir gestern eine riesige Wanderung gemacht haben, tut es gut die Beine zu lockern. Wir gehen also aus der Stadt heraus und brauchen gar nicht lange bis wir im Gr\u00fcnen sind. Oder besser gesagt im Orangenen. Es ist Herbst. Die B\u00e4ume sind verf\u00e4rbt und verlieren ihre Bl\u00e4tter. Als ich wie ein Kind durch das Laub am Boden schl\u00fcrfe, steigt der typische Geruch des Herbstes empor. Von der Nase direkt ins Gehirn und ich bemerke zum ersten Mal auf meiner Reise, dass ich noch nicht einmal Herbst hatte und ihn vermisst habe. Die B\u00e4ume lichten sich und werden durch Kuhweiden und Weinfelder ausgetauscht und schon sind wir bei unserer ersten Winzerei. Wir haben uns nicht wirklich vorbereitet, sondern sind einfach drauf los und genau das vermitteln wir den Leuten auch. Wir d\u00fcrfen uns einen Platz ausw\u00e4hlen, setzen uns in die Sonne und da wir keine Auswahl treffen k\u00f6nnen und die Kellnerin uns scheinbar mag, bekommen wir statt 4 verschiedenen &#8220;Kostproben&#8221; 5. Wir fangen mit 4 Gl\u00e4sern an, sie werden aufgef\u00fcllt, wir bekommen zu jedem eine kleine Geschichte erz\u00e4hlt und ich schie\u00dfe das heutige Foto des Tages. Wir sitzen, verkosten den Wein, unterhaltend uns, schauen den Tieren am See und ihrer Umgebung zu und die Zeit vergeht. W\u00e4hrenddessen findet neben uns ein Firmentreffen statt. Als wir die 4 Gl\u00e4ser geleert haben, kam die n\u00e4chste Runde, nochmal 2 Gl\u00e4ser f\u00fcr jeden. Ich merke schon jetzt, dass ich den Wein nicht schaffen werde. Aber wir lassen uns extrem viel Zeit. Die Winzerei ist ein gem\u00fctliches \u00d6rtchen. Ich beginne damit meinen Wein an Ed abzugeben. Ich m\u00f6chte nicht besoffen aus der Sache herausgehen. Ein kleiner Schwipps ist total in Ordnung aber f\u00fcr mehr, bin ich mitten am Tag nicht bereit. Und dann als das erste Glas leer ist, kommt unsere liebe Kellnerin mit dem teuersten und 5. zus\u00e4tzlichen Wein. Unsere Gl\u00e4ser werden aufgef\u00fcllt und da die Flasche bald leer ist, wird der Rest auch noch nachgesch\u00fcttet, sodass wir am Ende jeder 1,5 Portionen vom teuren Wein hatten. Wir sind auf die Rechnung gespannt, da wir es nicht ganz glauben k\u00f6nnen, was wir am Anfang geh\u00f6rt haben. 75 Rand, was keine 4 \u20ac sind bezahlen wir jeder am Ende und wir haben insgesamt 10 Gl\u00e4ser Wein bekommen. Zwar waren es kleine Gl\u00e4ser aber auch Ed sagt, als wir uns auf den Weg machen, dass er sehr gut beschwippst ist und das mit weniger als 4 \u20ac. Google Maps f\u00fchrt uns weiter durch die Weinberge, entlang von Mandarinen-Hainen \u00fcber trockenen roten Boden. Wir entdecken einige Wildf\u00e4hrten und scheitern irgendwann am weitergehen, da die n\u00e4chste Winzerei eingez\u00e4unt zu sein scheint. Wir suchen also einen anderen Weg hinein. Es geht aber erstmal wieder ein wenig zur\u00fcck \u00fcber die bisherigen Weinfelder und ich finde noch ein paar reife extrem s\u00fc\u00dfe Weintrauben, die einen guten Snack bieten, von dem wir beide profitieren k\u00f6nnen. Wir gehen weiter, kommen wieder an den Zaun und diesmal finde ich eine L\u00fccke. Ich frage Ed, ob er bereit w\u00e4re, mit mir einzubrechen und sp\u00e4testens jetzt wei\u00df ich, wieso wir die n\u00e4chste Zeit zusammen reisen werden, da er sofort und ohne zu z\u00f6gern &#8220;ja&#8221; sagt. Wir helfen uns also beide durch den Zaun, dass wir keinen Stromschlag bekommen wollen und sind auf Grund und Boden der anderen Winzerei. Ein gro\u00dfer Lacher \u00fcberf\u00e4llt uns. Wir laufen erstmal zum gr\u00f6\u00dften Geb\u00e4ude, wo wir nach einigen Metern schon entdeckt werden und gefragt werden, wo wir herkommen. Der Middelvlei-Wimzerei ist unsere Antwort. Ja, aber wie seid ihr von dort hergekommen. Durch ein Loch im Zaun. Mit gro\u00dfen Augen werden wir angeschaut. Aber das geht doch nicht, das ist Sau gef\u00e4hrlich dort. Die Dame ist besorgt um uns, hei\u00dft uns schlie\u00dflich aber auch willkommen und Ed nimmt die 2. Weinverkostung in Angriff. Ich genie\u00dfe mein k\u00fchles Wasser und die Aussicht auf die wundersch\u00f6ne Umgebung. Die Besitzer sind aus den Niederlanden und haben extrem viel aus ihrem Grundst\u00fcck gemacht. Ich sehe meinen ersten Zebrateppich und wei\u00df nicht, ob ich es m\u00f6gen oder hassen soll. Ich komme zu dem Schluss, es kommt ganz darauf an, wie das Zebra gestorben ist. Die Besitzerin der Winzerei gesellt sich zu uns und wir tauschen uns aus. Sie will uns nicht wirklich zu Fu\u00df weglassen. Sie erz\u00e4hlt uns von einem extrem gef\u00e4hlichen St\u00fcck, dass wir, wenn wir doch laufen, unbedingt vermeiden sollen. Hier werden t\u00e4glich Leute ausgeraubt und umgebracht. Nachdem Ed also seine Verkostung beendet hat, ist es l\u00e4ngst an der Zeit zu gehen. Wir haben uns wieder viel zu sehr verquatscht. Wir m\u00fcssen noch 1,5 Stunden zur\u00fcck laufen und haben die Dunkelheit im Nacken. Also los geht&#8217;s. An der Stra\u00dfe angekommen, entscheiden wir uns, w\u00e4hrend wir weiter laufen, den Daumen herauszuhalten. Die Leute, die Autos besitzen, sind nicht gef\u00e4hrlich. Gef\u00e4hrlich sind die Leute, die nichts haben, denken wir uns. Das dritte Auto h\u00e4lt an und als die Scheibe herunter geht, muss ich lachen. 2 Bedienstete haben fr\u00fcher Feierabend bekommen, um uns mit nach Stellenbosch zu nehmen. Wie s\u00fc\u00df von der Dame. Dankesch\u00f6n an die Winzerei &#8220;Aaldering&#8221;. Wir unterhalten uns gut, bekommen Tipps f\u00fcr den morgigen Tag und werden fast vor dem Supermarkt herausgelassen, in dem wir heute morgen schon beschlossen haben, dass es heute doch mal Fleisch geben wird. Die Qualit\u00e4t ist einfach unglaublich. Handre, mein Gastgeber aus Kapstadt hatte mir das schon prophezeit. Aber so etwas habe ich in Afrika nicht erwartet. Mehrere Regale voller Grillgut. Es f\u00e4llt uns schwer eine Auswahl zu treffen. Beide wollen wir wirklich Strau\u00df probieren, aber heute gewinnt die Kuh. Ein halbes Kilo Steak f\u00fcr 4\u20ac. Wenn Fleisch, dann soll es gutes Fleisch sein. Den Strau\u00df k\u00f6nnen wir auch noch sp\u00e4ter auf unserer Reise verkosten. Biltong, Trockenfleisch, muss ich auch noch probieren. Aber ich habe ja noch genug Zeit in S\u00fcdafrika. Im Hostel angekommen wird ein kleines Feuerchen angeschmissen, um die Steaks \u00fcber dem Feuer zu grillen. Wenn man es so sieht, hatten wir heute also unser erstes s\u00fcdafrikanischen Braai, BBQ.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist man in Stellenbosch, muss man mindestens eine Weinverkostung mitgemacht haben. Da wir, Ed und ich, kein Mietauto wie andere Touristen haben, geht es zu Fu\u00df hin. 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