{"id":2779,"date":"2025-04-28T20:14:31","date_gmt":"2025-04-28T18:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2779"},"modified":"2026-01-12T22:20:56","modified_gmt":"2026-01-12T21:20:56","slug":"immer-noch-feiertag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/04\/28\/immer-noch-feiertag\/","title":{"rendered":"Immer noch Feiertag!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2778\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250428_0751152952-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gestern war Freedom Day, als Erinnerung an den Tag der ersten demokratischen Wahlen in S\u00fcdamerika. Da Sonntag war, hat man es nicht so wirklich mitbekommen, aber heute zum Montag, ist immer noch Feiertag, genau aus dem gleichen Grund. Warum? Vielleicht ist ein Tag nicht genug, um dieses Ereignis zu feiern. Heute ist also immer noch Feiertag. Erstmal habe ich es nicht gemerkt, als ich unterwegs war, um mir ein Fr\u00fchst\u00fccksangebot zu g\u00f6nnen. Nachdem ich gest\u00e4rkt war, konnte ich richtig in den Tag starten. Ich hatte schon Angst gehabt, mir den falschen Tag ausgesucht gehabt zu haben, da es extrem neblig und kalt heute Morgen war. Mit jedem Bissen beim Fr\u00fchst\u00fcck klarte es aber etwas mehr auf. Als ich meine Wanderung begann, war es trotzdem immer noch wolkenverlangen. Der Wind pfiff mir um die Ohren. Ich war ja schon fr\u00fch dran, aber es gab schon ambitionierte Wanderer, die schon wieder zur\u00fcckkehrten. Sie m\u00fcssen f\u00fcr den Sonnenaufgang oben gewesen sein. Da die Sonne immer st\u00e4rker wird, l\u00f6st sie den Nebel immer mehr auf. Ab und zu kann ich einen Blick durch den Nebel auf den Gipfel des Lions Heads erhaschen. Majest\u00e4tisch trohnt er im Schein der Sonne hinter einem glitzernden Nebelvorhang. Der Weg f\u00fchrt einmal in einer Spirale um den Berg nach oben. Die Nebeldecke \u00f6ffnet sich etwas und bietet Sicht auf Kapstadt, das zu unseren F\u00fc\u00dfen liegt. Au\u00dferdem kann man einen Blick auf den Tafelberg und den daneben liegenden Devils Venter erhaschen. Die Sicht \u00e4ndert sich st\u00e4ndig, ich habe noch nie so schnell ziehende Wolken gesehen. Als die Sicht auf den Devils Venter frei ist, wird das heutige Foto des Tages geschossen. Erst noch sanft aufsteigend wird es ab der H\u00e4lfte reine Kraxelarbeit. Die H\u00e4nde wandern st\u00e4ndig mit. Ich bin \u00fcberrascht, wer sich hier alles hoch traut. Es gibt insgesamt 4 Stahlleitern, die un\u00fcberwindbare Stellen erleichtern. Ich bin viel zu schnell unterwegs. Aber ich habe es so sehr vermisst. Das Herz rast und die Beine werden schon schwach. Aber genau das brauche ich gerade. Meine Augen scannen den Weg und ich bin wie eine Gazelle unterwegs. 2 der 4 Stahlleitern umklettere ich, da ich nicht auf die Schlange warten m\u00f6chte. Je h\u00f6her man kommt, desto w\u00e4rmer wird es. 2 M\u00e4nner versuchen mit mir mitzuhalten. Kurz vorm Gipfel gibt einer der beiden auf und muss durchatmen. Die Luft ist nicht mein Problem, nach S\u00fcdamerika f\u00fchlt sich alles gef\u00fcllt mit Sauerstoff an. Da der Wind \u00fcber den Gipfel fegt und es kaum auszuhalten ist, suche ich mir windgesch\u00fctzt unterhalb der Gipfelkante ein sonniges Pl\u00e4tzchen. Ich lege mich auf die aufgew\u00e4rmten Sandsteine und halte meine wohlverdiente Pause. Die Wolken spielen immer noch mit ihrem Umfeld. Der Tafelberg, Kapstadt und die weiterentfernte Bergkette. Das Einzige, was die Wolken nicht freigeben, ist das Meer. Nach 1,5 Stunden Pause habe ich mich zwar noch lange nicht satt gesehen, es wird aber immer w\u00e4rmer und mein Wasservorrat wird nicht mehr. Ich mache mich also auf den Abstieg. Jetzt wandern die H\u00e4nde wirklich fast mehr. Die Stufen sind viel zu hoch, als das man sie ohne Unterst\u00fctzung nach unten steigen kann. Viele rutschen auf ihren Hintern St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nach unten. Meine Erfahrung l\u00e4sst mich schneller gehen, aber das wenige Training l\u00e4sst mich schw\u00e4cheln. Die Beine beginnen zu zittern. F\u00fcr den R\u00fcckweg w\u00e4hle ich trotzdem eine andere l\u00e4ngere Strecke. Nach der H\u00e4lfte denke ich mir nur, wieso tue ich mir das schon wieder an. Die Aussichten erkl\u00e4ren mir wieso. Als ich um die Ecke biege, wo vorher nur Wolkendecke war, sehe ich nun zum ersten Mal die K\u00fcstenlinie mit seinen vielen Str\u00e4nden und das weite Meer. Aussichten entsch\u00e4digen f\u00fcr jede Wanderqual. Der Heimweg zieht sich trotzdem. Ich bin auch extrem m\u00fcde, da meine Zimmer-Mitbewohner wieder mal nachtaktiv waren. Als ich im Hostel ankomme, wird die Dusche angestellt und ich falle ins Bett. Danach steht wieder etwas ausruhen auf dem Plan. Essen gibt es von einem italienischen Spezialit\u00e4ten-Gesch\u00e4ft um die Ecke. Ein perfekter Abschluss f\u00fcr einen Wandertag. Ich habe es vermisst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern war Freedom Day, als Erinnerung an den Tag der ersten demokratischen Wahlen in S\u00fcdamerika. Da Sonntag war, hat man es nicht so wirklich mitbekommen, aber heute zum Montag, ist immer noch Feiertag, genau aus dem gleichen Grund. Warum? Vielleicht ist ein Tag nicht genug, um dieses Ereignis zu feiern. 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