{"id":2768,"date":"2025-04-27T23:13:45","date_gmt":"2025-04-27T21:13:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2768"},"modified":"2026-01-12T22:09:44","modified_gmt":"2026-01-12T21:09:44","slug":"2768","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/04\/27\/2768\/","title":{"rendered":"Freedom Day"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2774\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250427_101342977-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich schlafe mal wieder in einem 12er Zimmer im Hostel. Manchmal nehmen die Leute in solchen gro\u00dfen R\u00e4umen sehr viel R\u00fccksicht und manch einen interessiert es einfach \u00fcberhaupt nicht. Ich wurde also ab um 5 Uhr alle 10 Minuten mit einem Wecker beschallt, der dann endlich 6:30 abgestellt wurde. Ans Schlafen konnte ich dann auch nicht mehr denken. Nicht schlimm, da es um 8 Uhr eh zum gratis Yoga ging. Ein Hostel hat also auch Vorz\u00fcge. F\u00fcrs Yoga waren wir zu viert. Sowohl die Teilnehmer als auch die Lehrerin waren deutsch, also gab es die Yogastunde einfach in deutsch. Aber erstmal spazierten wir zum Greenpoint Park, um genau dort unsere Matten aufzurollen. Das Gras ist noch nass, denn die Sonne ist gerade erst aufgegangen, aber Kraft hat sie trotzdem, also suchen wir uns ein Pl\u00e4tzchen im Schatten. Die Yogasession beginnt. Da die Augen zu sind, nehme ich alles Ger\u00e4usche verst\u00e4rkt war. Ein wenig Stadtl\u00e4rm, gottseidank ist heute Sonn- und Feiertag, da ist nicht so viel los, spielende Kinder, jede Menge V\u00f6gel und da nebenan einige Teiche sind, sogar viel Gequake von Fr\u00f6schen, die mir zusammen ein Guten-Morgen-Lied singen. Was f\u00fcr ein energetischer Start in den Tag, nachdem mir so viel Schlaf geraubt wurde. Nachdem ich Energie tanken konnte, wird meine Yoga-Matte mit zur\u00fcck zum Hostel genommen und ich bleibe direkt hier und gehe weiter. Richtung K\u00fcste komme ich am klassisch rotwei\u00dfen Leuchtturm vorbei. Mit Blick aufs Meer spaziere ich die K\u00fcste entlang. Da ich den Augenblick genie\u00dfe und die meisten eh joggend unterwegs sind, lausche ich dem ein oder anderen Gespr\u00e4ch, wenn die Leute an mir vorbeigehen. Man m\u00f6ge denken, es ist voller Touristen, aber S\u00fcdafrika ist einfach voller wei\u00dfer Menschen. Sie bilden definitiv die Mehrheit. Entweder wird Englisch oder Deutsch gesprochen. Beim Oranjezicht City Farm Market angekommen, gehe ich nat\u00fcrlich hinein. Diesmal war es kein Zufall, hier vorbeigekommen zu sein. Ich hatte die Empfehlung, hier mein Sonntagsfr\u00fchst\u00fcck zu mir zu nehmen. Was mich erwartete, wusste ich allerdings nicht. Aber genau das konnte ich ja jetzt herausfinden. Ich trat in ein helles riesiges Zelt, alles war mit hellen Holzspan ausgelegt. Ein riesiges Gewusel. Ich schaue mich erstmal in Ruhe um, m\u00f6chte abchecken, was es so alles gibt aber beim Chai bleibe ich dann doch h\u00e4ngen. Ich bekomme eine kleine Verkostung und entscheide mich am Ende f\u00fcr den Chai mit Cacao. Die Variante mit Kurkuma muss ich mir allerdings auch merken und sp\u00e4ter zu Hause nachmachen. Zielgerichtet gehe ich nun zum B\u00e4ckerstand zur\u00fcck, wo es gutes deutsches Brot gab. Auch Brezeln habe ich ersp\u00e4ht also g\u00f6nne ich mir nat\u00fcrlich eine. Jetzt brauche ich nur noch etwas dazu und das Fr\u00fchst\u00fcck ist vollst\u00e4ndig. Ich komme an einem Stand mit verschiedenen Dips vorbei. Auch hier darf ich mich wieder komplett durchprobieren. Da mir die Entscheidung schwer f\u00e4llt, ich hier aber definitiv was kaufen m\u00f6chte, da alles unglaublich lecker ist, komme ich mit dem Verk\u00e4ufer ins Gespr\u00e4ch. Er ist aus Malawi. Wir tauschen uns aus. Am Ende vergesse ich ihm nach seiner Telefonnummer zu fragen, da er bald nach Hause zur\u00fcckkehrt. Da Malawi Teil meiner Reiseroute sein soll, werde ich definitiv nochmal zur\u00fcckkehren und den Kontakt klar machen. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gibt es heute also einen Chai, eine Brezel und 2 Dips: Baba Ganoush und Rote-Bete-Humus. Nach so langer Zeit in S\u00fcdamerika ist es einfach eine Gaumenfreude mal wieder was anderes au\u00dfer Fleisch und Reis zu essen. Ich nehme zwischen den Massen Platz, die ihr Sonntagsfr\u00fchst\u00fcck gemeinsam mit mir auf eine der vielen Holzb\u00e4nke zu mir nehmen. Danach schlender ich noch etwas weiter. Eine Familie hat einen gesamten Tisch eingenommen. Darauf ist ein Spiel ausgebreitet und die Kinder sitzen auf dem Tisch und spielen, w\u00e4hrend die Erwachsenen daneben ihre frischen Smoothies schl\u00fcrfen und sich ausgelassen unterhalten. Was f\u00fcr ein traumhaftes Bild. Der Markt ist noch gr\u00f6\u00dfer und hat noch eine Abteilung mit warmen Mahlzeiten, selbst Flammkuchen gibt es. Als ich probieren darf, fragt mich die Verk\u00e4uferin, ob ich wei\u00df, was Flammkuchen ist, ich nicke nur und l\u00e4chle bis hinter die Ohren. Dann fragt sie mich auf deutsch: Bist du Deutsche? Dann brauche ich es dir ja nicht erkl\u00e4ren&#8230; Nachdem ich schon auf dem Weg hier her so viele habe deutsch sprechen h\u00f6ren, war ich nicht mehr so \u00fcberrascht, aber trotzdem noch verbl\u00fcfft. Als ich dann in den Flammkuchen biss, bekam ich gro\u00dfe Augen. Er schmeckte einfach eins zu eins wie meiner vom hei\u00dfen Stein zu Hause. Da ich allerdings schon satt war, gab es noch einen zweiten Grund, n\u00e4chste Woche nochmal hierher zu kommen. Ich kam in das Abteil mit gestrickten Klamotten, selbstgemachten Seifen und handgefertigten Lederschuhen. Alles viel zu sch\u00f6n anzusehen, nur viel zu platzraubend f\u00fcr meinen kleinen Rucksack. Ich verlasse den Markt wieder und mein Weg f\u00fchrt mich weiter am Wasser entlang. Von der Beach-Front komme ich zur Water-Front, also zum Hafenbereich, der riesig ist. Ich laufe von hier nach da, alles einmal ab. Alles ist sehr h\u00fcbsch und gar nicht wie in anderen H\u00e4fen, stinkend oder gar dreckig. Es gibt eine riesige Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, eine Br\u00fccke in Form eines Schiffes und hier und dort Skulpturen in Form von Pinguinen, Warzenschweinen oder Nash\u00f6rnern. Ein Touri-Bus in Form eines Schiffes f\u00e4hrt an mir vorbei. Ich denke mir, man kann es aber auch \u00fcbertreiben und mache ein Foto. 10 Minuten sp\u00e4ter f\u00e4llt es mir wie Schuppen von den Augen, als der Bus unter mir im Wasser vorbeituckert. Ein paar Meter weiter und ich komme wieder an einer Markthalle vorbei. Diesmal scheint es ein Kunstmarkt zu sein. Selbstgen\u00e4hte Kleider in afrikanischen Mustern, selbstgefertigte Taschen aus recyceltem Material, Holzschnitzereien, Skulpturen aus Perlen in Form eines Zebra- oder Wasserb\u00fcffelsch\u00e4dels. Genau in dieser Halle hier schie\u00dfe ich das heutige Foto des Tages. Sie ist eine K\u00fcnstlerin und ich fand sie war mit Abstand das sch\u00f6nste in dieser Halle, also habe ich sie angesprochen, ihr gesagt, dass sie sehr h\u00fcbsch ist und sie nach einem Foto gefragt. Langsam wurde ich m\u00fcde und trat den Heimweg an. Der Rest des Tages wurde also im Hostel verbracht. Kickern, kochen oder einfach nur die Zeit mit meinen neuen s\u00fcdafrikanischen Freunden genie\u00dfen. Mit den anderen Touristen aus Europa und USA habe ich nicht so viel gemeinsam. Das ist ein gro\u00dfer Unterschied zu S\u00fcdamerika, wo eigentlich fast jeder Reisende ein Gleichgesinnter war.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich schlafe mal wieder in einem 12er Zimmer im Hostel. Manchmal nehmen die Leute in solchen gro\u00dfen R\u00e4umen sehr viel R\u00fccksicht und manch einen interessiert es einfach \u00fcberhaupt nicht. Ich wurde also ab um 5 Uhr alle 10 Minuten mit einem Wecker beschallt, der dann endlich 6:30 abgestellt wurde. 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