{"id":2687,"date":"2025-04-15T06:00:35","date_gmt":"2025-04-15T04:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2687"},"modified":"2025-04-15T06:02:58","modified_gmt":"2025-04-15T04:02:58","slug":"im-land-der-pinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/04\/15\/im-land-der-pinien\/","title":{"rendered":"Im Land der Pinien"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2686\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250414_1609305222-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir sind in Curitiba. Hier gibt es nicht all zu viel zu tun aber die Parks der Stadt, von denen es \u00fcber 40 gibt, sind alle kostenlos und da wir gestern schon in einer Art Tierpark waren, ging es heute in den botanischen Garten\/Park. Wir laufen eine Stunde dorthin, um auf dem Weg die Stadt besser kennenzulernen. P\u00fcnktlich zur Mittagszeit taucht ein g\u00fcnstiges brasilianisches Buffetrestaurant auf. Zusammen mit allen Leuten, die gerade vom Arbeitsalltag ihre Mittagspause hier machen, gibt es vor allem Bohnen und Reis (Fejoada). Einen Milchreis als Dessert und eine Gratis-Limo zum Essen dazu und wir sind gut gest\u00e4rkt f\u00fcr den weitl\u00e4ufigen Park. Das Highlight des Park zeigte sich zugleich zu Anfang und wurde direkt auf dem Foto des Tages festgehalten. Das mehrst\u00f6ckige romantische Gew\u00e4chshaus, in das wir direkt gingen. Das erste Mal bestaunten ich nicht nur die Pflanzen sondern auch den Baustil eine Gew\u00e4chshauses. Mit der Wendeltreppe kamen wir auf H\u00f6he einiger Palmen aber da manche bis unters Dach reichten, konnte man ihnen nicht auf Augenh\u00f6he begegnen. Wir genossen die Artenvielfalt und bis heute habe ich nicht gewusst, dass es pinke Bromelien gibt. Man lernt einfach nie aus beim Reisen. Direkt hinter dem Gew\u00e4chshaus stand ein weiteres \u00dcberdachtes Areal mit Pflanzen aus Feuchtgebieten Brasiliens. Eine Bilderausstellung einige dieser Pflanzen rundete das ganze ab. Dann ging es weiter durch einen Pinienwald, an 2 Seen vorbei und wir entdeckten eine Schnappschildkr\u00f6te und einen weiblichen Amazon-Kingfisher (also einen Eisvogel). Durch den Palmenwald ging es zur\u00fcck zum Eingang. Von hier suchten wir uns recht zuf\u00e4llig durch die Stra\u00dfen einen Weg zur\u00fcck zu unserer Unterkunft. Nach einer recht wohlhabenden Nachbarschaft, kamen wir mal wieder an etlichen Obdachlosen vorbei. In Rio und Sao Paulo soll es zwar bedeutend mehr geben, aber irgendwie ist mir das das letzte Mal nicht so aufgefallen. Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viele Obdachlose gesehen, wie in den letzten 2 Tagen. V\u00f6llig absurd, kommen wir durch Zufall an einer uns v\u00f6llig seltsam erscheinenden Kirche vorbei, der Igreja Universal do Reino de Deus. Nachdem wir das riesige Norderney Bauwerk von au\u00dfen verdaut haben, trauen wir uns zaghaft nach drinnen. Wir haben mal wieder Gl\u00fcck, da gerade ein Gottesdienst stattfindet. Wir sind in einer riesigen Halle, der Pastor redet energ\u00edsch \u00fcber das Mikrofon zu der Gemeinde, die ihrer H\u00e4nde Gen Himmel strecken. Das ganze wird von Lichttechnik und gediegener Musik \u00fcber Lautsprecher untermalt. Es kommt ein Mann im Anzug zu uns und wir m\u00fcssen uns die H\u00e4nde desinfizieren. Von seiner Sorte laufen hier noch 4 oder 5 andere herum. In der &#8220;Kirchhalle&#8221; haben locker 2000 Leute Platz. Es sind gut gepolsterte Klappst\u00fchle in Reihen wie im Kino vorhanden, hinter jedem Stuhl steckt ein Briefumschlag, in den man seine Spende\/Kollektive stecken kann. Wir schauen uns das ganze Prozedere ein paar Minuten an. Es schreckt uns aber eher ab und macht uns wieder mal nachdenklich. Wie kann eine Kirche so reich sein und neben dran leben hundert Menschen auf der Stra\u00dfe? Wo ist da die N\u00e4chstenliebe? Wo ist da die Logik? Wir verlassen also die Kirche wieder und schlendern weiter Richtung Unterkunft. Nach 5 Stunden m\u00fcssen wir uns erstmal ein St\u00fcndchen ausruhen, bevor es wieder aus dem Haus geht. Wir wollen uns mit Moshik treffen. Als wir nach einer Unterkunft in Curitiba gesucht hatten, haben wir Ugur, bei dem wir gerade schlafen und Moshik, der uns leider nicht aufnehmen konnte, kontaktiert. Da Moshik, der urspr\u00fcnglich aus Israel kommt, sehr daran interessiert war, uns kennenzulernen, trafen wir uns jetzt also mit ihm und bevor wir das Haus verlassen hatten und mit Ugur besprachen, was wir vorhatten, stellte sich heraus, dass die beiden gute Freunde waren. Die Welt ist selbst in einer 1,8 Millionen Einwohnerstadt so klein. Wie klein sie ist, merkt man noch mehr daran, dass sie in ihrem Freundeskreis Basti haben, der aus Jena stammt. Immer wieder erstaunlich, wie klein die Welt ist. Wir trafen uns mit Moshik im Cafe 217 in der 20. Etage eines Hochhauses und k\u00f6nnten w\u00e4hrend wir uns ohne Punkt und Komma austauschten, eine unglaubliche Aussicht genie\u00dfen. Nachdem wir 2 Stunden verquatscht haben, wurden wir herausgefegt und bekamen von Moshik eine gratis Tour durch das historische Zentrum der Stadt. Entlang der ersten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone S\u00fcdamerikas, der Rua XV. de Novembro. Wir kamen zu einem Ostermarkt, der in vieler Hinsicht einem deutschen Weihnachtsmarkt glich. Stadt Schwippb\u00f6gen und Herrenreuther-Sternen wurde Osterdeko und Geschenke in allen m\u00f6glichen Sorten verkauft. Was sich glich, waren Fress- und Getr\u00e4nkebuden. Bevor es ans Essen ging, brauchte ich zum aufw\u00e4rmen wirklich erstmal einen Quent\u0101o, der einem Gl\u00fchwein sehr \u00e4hnlich ist, nur noch mit Ingwer und Cacha\u00e7a zubereitet wird. Weihnachtsgef\u00fchle zu Ostern, das ist doch auch mal was. Dann ging es ans Essen und wir g\u00f6nnten uns etwas typisches aus dem Norden Brasiliens, ein frittierter Ball aus Bohnenp\u00fcree gef\u00fcllt mit Shrimps, Chilli und Bohnencurry. F\u00fcr den Nachtisch verlie\u00dfen wir den Markt und gingen in eine Confiter\u00eda. Die Auswahl viel nicht schwer, da wir uns strikt an Moshiks Empfehlung hielten: Brigadeiro und Bombom do morango. Was ein Brigadeiro ist, sollten alle aufmerksamen Leser vielleicht noch wissen. Falls ihr es vergessen habt, unten nochmal der Link zum Nachmachen. Es gilt, unbedingt ausprobieren! Das Bombom de morango ist eine Erdbeere umh\u00fcllt von Kondensmilch, die durch erhitzen cremig fest wird, und dann nochmal umh\u00fcllt von Zartbitterschokolade, extrem s\u00fc\u00df, aber auch extrem lecker. Da wir uns mal wieder verquatscht hatten, wurden wir wieder herausgekehrt und wir machten weiter mit unserer kleinen Stadtf\u00fchrung. Vorbei an der ersten Universit\u00e4t Brasiliens, kamen wir zum ehemaligen Rathaus der Stadt auf dem Platz Pa\u00e7o da Liberdade bis hin zur Kathedrale. Hier lernten wir den besten und abschlie\u00dfenden Fakt des heutigen Tages: Als die Eroberer nach S\u00fcdamerika kamen und die Ureinwohner fragten, wo sie hier Gold finden k\u00f6nnen, antworteten diese nur mit &#8220;Curitiba&#8221;, was auf Guaran\u00ed soviel hei\u00dft, wie &#8220;Es gibt viele N\u00fcsse (Pinien)&#8221;. Und pl\u00f6tzlich ergibt alles wieder Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier gibt&#8217;s das Brigadeiro-Rezept: <a href=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/07\/13\/brigadeiros\/\">https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/07\/13\/brigadeiros\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind in Curitiba. Hier gibt es nicht all zu viel zu tun aber die Parks der Stadt, von denen es \u00fcber 40 gibt, sind alle kostenlos und da wir gestern schon in einer Art Tierpark waren, ging es heute in den botanischen Garten\/Park. 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