{"id":2675,"date":"2025-04-12T04:38:51","date_gmt":"2025-04-12T02:38:51","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2675"},"modified":"2025-04-12T04:39:02","modified_gmt":"2025-04-12T02:39:02","slug":"versandfertig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/04\/12\/versandfertig\/","title":{"rendered":"Versandfertig!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2674\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250411_1939581522-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck hatte Patricia heute ihre Passkopie dabei. Wobei ich nicht von mir rede, nein, ich rede von der Patricia, die mich heute mehr oder weniger gerettet hat. Aber fangen wir mal ganz von vorne an. Da wir heute Argentinien verlassen wollten, stand noch etwas auf dem Plan, denn es galt ein Geburtstagspaket innerhalb Argentiniens zu verschicken. Nachdem ich alles beisammen hatte war es bereits nach 12 und die Post &#8220;Correos argentinos&#8221; hatte schon geschlossen. Die erste H\u00fcrde war also ein anderes Versandunternehmen zu finden. Diese war schnell gel\u00f6st,da mir Martin, mein Host verriet, wie das andere hie\u00df: &#8220;Via Cargo&#8221; und die hatten gottseidank durchg\u00e4ngig bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Kleiner Spoiler, die Zeit br\u00e4uchte ich auch fast. Zweite H\u00fcrde war, eine Kopie meines Reisepasses zu bekommen. Nachmittag bedeutet in Argentinien ja meist Siestazeit, also haben fast alle Gesch\u00e4fte geschlossen. Ich machte also einen kleinen Stadtrundgang vom Busbahnhof, zur B\u00fccherei, zu einem anderen Laden, aber keiner hatte ge\u00f6ffnet, ich bekam immer einen neuen Tipp von einer Person im Laden daneben und am Ende war es ein Kunde aus einem Handyh\u00fcllengesch\u00e4ft, der mir verriet, dass die Shell-Tankstelle Kopien macht. Und die hatte definitiv ge\u00f6ffnet. Also ging es dahin und ich bekam meine Kopie. Jetzt traute ich mich zur Packstation von Via Cargo, die etwas au\u00dferhalb der Stadt lag. Als Deutsche hat man ja so seine Vorstellungen, wie Dinge in einem Land versandt werden. Andere L\u00e4nder bedeuten auch immer andere Sitten und man kommt sich vor wie ein v\u00f6lliger Vollidiot. Dort angekommen, muss man sich das Ganze in etwa so vorstellen: Vor dem Gesch\u00e4ft herrscht reges Treiben, alle L\u00e4den ihre gro\u00dfen Pakete aus, jeder wei\u00df, wo der Hase lang l\u00e4uft. Es gibt einen Mitarbeiter, der allein daf\u00fcr da ist, f\u00fcr jeden die T\u00fcr zu \u00f6ffnen. Er \u00f6ffnet mir also die T\u00fcr und v\u00f6llig abgeschreckt vom Chaos, gehe ich die 2 Meter, die ich gerade reingelaufen war, wieder r\u00fcckw\u00e4rts zur\u00fcck und Frage den &#8220;T\u00fcrsteher&#8221; wie das ganze hier funktioniert. Als Einheimischer denkt man sich nat\u00fcrlich, was f\u00fcr eine bl\u00f6de Frage und er wusste auch erstmal nicht, was er darauf antworten sollte. Ein anderer Mann nahm sich aber ein Herz, ging mit mir rein und zog erstmal in irgendeiner Ecke eine Nummer. Dann fragte er mich, ob ich die Kopie meiner ID-Karte dabei h\u00e4tte. Ich ganz stolz, ja, also von meinem Reisepass. Er ging besorgt weg und kam zur\u00fcck, um mir zu sagen, dass das nicht ginge. Als Ausl\u00e4nder, k\u00f6nne man keine Pakete versenden. Na sowas doofes. Ich durfte jedoch erst nochmal mit dem Chef sprechen, aber auch der Versicherte mir nur nochmal das Gleiche. Entt\u00e4uscht fand ich mich vor dem Laden wieder, nach einer L\u00f6sung suchend. Und jetzt war es doch der T\u00fcrsteher, der sich ein Herz fasste und jeden von sich aus ansprach, ob er mir eine Kopie seines Personalausweises leihen w\u00fcrde und ich mein Paket doch noch verschicken k\u00f6nnte. Nach ein paar Absagen wurde ich misstrauisch, doch dann kam sie aus dem Laden, Patricia, und schon an ihrem L\u00e4cheln konnte ich ablesen, dass das was wird. Eine kurze Frage, was im Paket sei und ich hatte ihre Kopie in der Hand, die sie aus ihren Rucksack fischte. Ich bedankte mich und ging wieder hinein. Mittlerweile kannte mich jeder Mitarbeiter trotz der Menschenmassen. Ich brauchte auch nicht mit einer Nummer warten, da ich schon so viel Zeit vertr\u00f6delt hatte. Ich bekam noch ein kleines Papier, auf die ich die Adresse schreiben sollte und dann m\u00fcsste ich es noch ordentlich in Klebeband einwickeln. N\u00e4chste H\u00fcrde, wo bekomme ich jetzt Klebeband her. Der Helfer stand schon bereit, als ich mich umdrehte. Meine 1000 Engel tauchten heute wie aus dem Nichts auf. Er wickelte mein Paket ein, ich bedankte mich und ich war wieder an einem anderen Schalter. Wie kann ich denn bezahlen? Und wieder eine H\u00fcrde. Jetzt habe ich es soweit geschafft und kann das Paket nicht verschicken, weil ich keine M\u00f6glichkeit habe es zu bezahlen, weil ich keines der Bezahlmittel besitze? Ich darf also wieder mit dem Chef sprechen und er bietet mir an, dass der Empf\u00e4nger es bezahlen k\u00f6nnte. Ein ungutes Gef\u00fchl habe ich dabei schon, dass ein Geburtstagskind selbst f\u00fcr sein Geschenk zahlen muss, aber ich denke in diesem Fall, ist es besser, als kein Geschenk zu bekommen, also stimmte ich zu und durfte wieder an einen Schalter durchgehen. Die besch\u00e4ftigten Massen um mich herum konnte ich recht gut ausblenden, weshalb ich ab und zu fast in ein paar umherlaufende Pakete herein gerannt w\u00e4re. Jetzt konnte ich es also doch verschicken, blieb nur noch eine H\u00fcrde, ich br\u00e4uchte die ID-Nummer des Empf\u00e4ngers. Hoffentlich bekomme ich die schnell, denn der Laden schlie\u00dft gleich. Aber im Handumdrehen hatte ich sie und ein riesen Stein viel mir vom Herzen. Mein Paket wurde ins Lager gebracht und ich schoss das heutige Foto des Tages. Ab jetzt hie\u00df es nur noch vertrauen. V\u00f6llig durchgeschwitzt konnte ich Via Cargo endlich verlassen. Heute hatte ich eine kleine Meisterleistung verbracht und war stolz auf meine Offenheit, meine Stressresistenz und wie ich jedes neu auftretende Problem l\u00f6sen kann und nicht verzweifelt bin. Jetzt ging ich zum Busbahnhof, jetzt konnte ich Argentinien ruhigen Gewissens verlassen. Ich kaufte die Tickets f\u00fcr Anna und mich nach Brasilien, ging in ihr Hostel und nach 10 Minuten kam auch Anna an nachdem sie die Iguaz\u00fa-Wasserf\u00e4lle heute den 3. Tag besichtigt hatte. Wir gingen also wieder zum Busbahnhof und der Bus brachte uns inklusive Passkontrollen \u00fcber die Grenze nach Foz do Iguaz\u00fa. Jetzt ja &#8220;ahora si&#8221; ach nein, hier wird ja portugiesisch und nicht spanisch gesprochen &#8220;agora sim&#8221;. Auch meinem Danke &#8220;Gracias&#8221; folgte immer ein: &#8220;Aaaah, obrigada!&#8221;. Mal sehen, wie lange ich diesmal brauche um mich umzugew\u00f6hnen. Es ist aber auf jeden Fall sch\u00f6n zu beobachten, wie viel mehr portugiesisch ich verstehe, als das letzte Mal, als ich im Juni\/Juli in Brasilien war. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Gl\u00fcck hatte Patricia heute ihre Passkopie dabei. Wobei ich nicht von mir rede, nein, ich rede von der Patricia, die mich heute mehr oder weniger gerettet hat. Aber fangen wir mal ganz von vorne an. 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