{"id":2660,"date":"2025-04-09T02:37:04","date_gmt":"2025-04-09T00:37:04","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2660"},"modified":"2025-04-09T02:38:41","modified_gmt":"2025-04-09T00:38:41","slug":"das-leben-ist-bunt-auch-wenn-es-mal-regnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/04\/09\/das-leben-ist-bunt-auch-wenn-es-mal-regnet\/","title":{"rendered":"Das Leben ist bunt, auch wenn es mal regnet"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2659\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-1153x2048.jpg 1153w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-600x1066.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG-20250408-WA01032-scaled.jpg 1441w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir haben mal wieder einen Regentag erwischt. Unsere Planung passt aber perfekt dazu. Mit Valeria, in deren Haus wir letzte Nacht gegen Bezahlung geschlafen haben, haben wir schon gestern ausgemacht, dass sie uns heute morgen um 9 Uhr abholt und zu den nahegelegenen Mienen bringt. W\u00e4hrend sich der Himmel also ausleerte, kamen wir trocken dort an, anstatt durchn\u00e4sst nach 4 km anzukommen. Valeria verabschiedete sich wieder, wir kauften unser Ticket und hatten direkt einen Guide neben uns stehen, der uns ins Schlepptau nahm. Nachdem wir die letzten Wochen eher weniger Touristen zu sehen bekommen hatten, war es ungewohnt, hier gro\u00dfe Reisetruppen zu sehen, die mit dem Bus ankamen. Andere bekamen also eine F\u00fchrung mit 20-30 Leuten, wir zu zweit. Ganz ohne Vorwarnung w\u00fcrden wir quasi von den ersten Edelsteinen erschlagen. Unsere Augen konnten nicht so richtig glauben, was die Erdgeschichte hier geformt hatte. Jeden halben Meter gab es im Basaltgestein eine andere Edelsteinformation. Als sich vor 180.000.000 Jahren die Kontinente Afrika und Amerika voneinander trennten, stieg genau hier Lava auf und formte aufgrund von Kohlenstoff Einschl\u00fcssen mittels verschieden vorkommenden Mineralien, die Edelsteine, die es heute zu entdecken galt. Die gr\u00fcne Farbe am Basalt verrieht, hier ist Kupfer oxidiert, also dass sich darunter Edelsteine verstecken m\u00fcssen. Welcher genau, das wei\u00df man nicht. Das sieht man erst beim freilegen, was mittels St\u00e4mmhammer und Explosion geschieht. Erst danach sieht man, ob man einen Amethyst, einen Quarz oder Achat gefunden hat. Manchmal hatte man noch eine Verunreinigung mit einem Calciumcarbonat-Kristall oder einen wilden Mix erwischt. Je h\u00f6her w\u00e4hrend der Entstehung der Druck auf die Blase f\u00fcr die Lava war, desto flacher ist die Formation nat\u00fcrlich auch. Je dunkler der Stein, desto wertvoller ist er heute. Die Besuchermine war wirklich beeindruckend. Nie im Leben h\u00e4tte ich gedacht, dass es einen Platz g\u00e4be, an dem es ein so hohen Vorkommen an Amathysten gibt. Wir k\u00f6nnten uns gar nicht satt sehen und nicht mit den Fotos aufh\u00f6ren. In der H\u00f6hle war immer nur die W\u00e4nde der Formation freigelegt, die zum Besucher zeigt. Manchmal warf man v\u00f6llig unerwartet einen Blick hinein und die ganze Blase hatte eine Tiefe von bis zu einem Meter. Mit Taschenlampe versuchten wir das Ende der Blase auszumachen w\u00e4hrend uns tausende Kristalle den Weg erstrahlten. Auf dem Foto des Tages kann man einen Amethysten umgeben von einem Ring aus Quarz sehen. Den typischen Edelstein von Argentinien, den Rhodochrositen gab es hier leider nicht zu entdecken. Bei der Masse an andere Edelsteinen tat das der Sache aber absolut keinen Abbruch. Als wir durch die Besuchermine durchmarschiert waren, schloss sich der Teil an, wo heute noch abgebaut wird und wir keinen Zutritt mehr hatten. Auch unser Guide erz\u00e4lte uns, dass er f\u00fcrher als Minenarbeiter t\u00e4tig war. Hier in der Wanda-Mine, m\u00fcssen sie die Leute bis zu ihrem 50. Lebensjahr Steine abbauen und werden dann als Touristenf\u00fchrer eingesetzt, um hoffentlich keine Lungen-Silikose zu bekommen, die typische Berufskrankheit, die durch das Einatmen von Silizium ausgel\u00f6st wird. Am Ende erschien wieder v\u00f6llig unerwartet ein riesiger Haufen angebauter Rohredelsteine, die darauf warteten verarbeitet zu werden. An einer Stelle konnte man noch einen H\u00e4nger erahnen, in dem die Steine lagern sollten, aber der war l\u00e4ngst doppelt und dreifach \u00fcbergelaufen. Nach dem Abbau folgte die Verarbeitung. Wir k\u00f6nnten sehen, wie der Stein in Form gebracht wurde und geschliffen und poliert zu Dekoration oder Schmuck weiterverarbeitet wurde. Eine riesige Verkaufsfl\u00e4che schreckte uns Rucksacktouristen erstmal ab, als wir dann aber die Preise zu Gesicht bekamen, schlugen selbst wir zu und g\u00f6nnten uns ein kleines Andenken, an diese v\u00f6llig unwirkliche Welt. Aber klar, wo das Angebot gro\u00df ist, ist auch der Preis niedrig. Danach ging es noch ins Museum, wo wir noch ein wenig mehr \u00fcber die Erdgeschichte, Geologie, Fossilien und Edelsteine lernten und Valeria brachte uns wieder zur\u00fcck in die Stadt. Da es immer noch wie aus Eimern sch\u00fcttete, entschieden wir uns heute, einen Bus bis nach Puerto Iguaz\u00fa zu nehmen. Wir kamen also trocken dort an und vermutlich hatte der liebe Gott diesmal Mitleid mit uns, da es sich ausgerechnet hatte. Ich brachte Anna noch in ihr Hostel, denn sie m\u00f6chte die n\u00e4chsten paar Tage etwas Zeit f\u00fcr sich haben und ich ging etwas stadtausw\u00e4rts , da ich dort eine Zusage von Martin bekommen hatte, um bei ihm zu Couchsurfen. Nach einem kurzen Kennenlernen ging es kurz einkaufen und da ich nun meine letzten Tage in Argentinien sein werde, m\u00fcsste ich mir nat\u00fcrlich nochmal einen Vorrat an Alfajores zulegen. Auf dem R\u00fcckweg wollte ich das erste verspeisen, aber ein paar Maden kamen mir zuvor. Also ging es wieder zur\u00fcck zum Supermarkt, die Misere wurde vorgef\u00fchrt und direkt ohne mit der Wimper zu zucken, wurde die gesamte Palette entsorgt und ich durfte mir eine andere Marke aussuchen. Ganz gespannt \u00f6ffnete ich die Packung und hatte diesmal die vegetarische Variante erwischt. Heute stand dann nur noch genie\u00dfen, kochen bei Stromausfall und noch mehr genie\u00dfen auf dem Plan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben mal wieder einen Regentag erwischt. Unsere Planung passt aber perfekt dazu. 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