{"id":2628,"date":"2025-04-02T04:31:09","date_gmt":"2025-04-02T02:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2628"},"modified":"2025-04-02T04:31:43","modified_gmt":"2025-04-02T02:31:43","slug":"alles-hat-seinen-grund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/04\/02\/alles-hat-seinen-grund\/","title":{"rendered":"Alles hat seinen Grund"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"742\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-1024x742.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2630\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-1024x742.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-300x217.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-768x556.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-1536x1113.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-2048x1484.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/PXL_20250401_2008039192-600x435.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Abschied sagt uns Mario ein Sprichwort seiner Oma. sch\u00f6n dass ihr gekommen seid, aber auch sch\u00f6n, dass ihr wieder geht. Wir verabschieden uns also mir einem Lacher und machen uns auf den Weg. Wir platzieren uns hinter der Br\u00fccke, wo der Eingang zum Nationalpark ist. Legen uns ins Gras und warten erstmal ab. Da wir wieder per Anhalter fahren wollen, aber weit und breit kein Auto in Sicht ist, k\u00f6nnen wir erstmal etwas entspannen. Die ersten gef\u00fchrten Touristen-Touren starten und als sie beendet wird, sind wir immer noch da. Das Auto biegt in unsere Richtung ab und sammelt uns gottseidank ein. Wir d\u00fcrfen hinten auf die Ladefl\u00e4che des Pick-Ups. Im Auto 2 Guides und 2 Australier mit riesigen Kameraobjektiven. Die 40 km, die sie uns mitnehmen, werden also zur gratis Tour, da sie jedes Mal halten, wenn wir irgendwelche Tiere sichten. Beim ersten Mal haben wir es noch nicht gewusst. Das Auto h\u00e4lt und wir denken, sie haben was gesehen. Wir m\u00fcssen irgendwas spektakul\u00e4res suchen. Unsere Augen weit offen, um endlich den erhofften Jaguar zu sehen, zeigt uns die Frau von vorn durchs Hinterfenster was sie fotografiert hat. Etwas entt\u00e4uscht, m\u00fcssen wir beide anfangen zu lachen. Im Schilf sitzt ein Vogel. Aber immerhin ist es ein Halsband-Yetapa. Ein endemischen Vogel, der das Emblem der Nationalparks schm\u00fcckt. Wir halten noch bei vielen V\u00f6geln, sehen aber auch einen jungen Sumpfhirsch.\u00a0 Als wir bei ihrer Lodge mitten im Nirgendwo ankommen, werden wir abgeladen und legen uns zu den vielen Capibaras an den Stra\u00dfenrand. Das Gute ist, wenn man irgendwo im Nirgendwo stillschweigend wartet, bekommt man eine Gratis Tiershow geliefert. Als ich mich ruhig neben einen Baum platzierte, um Papageien zu fotografieren, lief fast ein Junghirsch in mich herein. Interessant be\u00e4ugte er mich und zog weiter. Direkt nebendran, wie immer liegt ein Capibara. Die Zeit vergeht und kein einziges Auto kreuzt unseren Weg. Die Capibaras beschlie\u00dfen, uns zu helfen und bilden eine Stra\u00dfensperre. Wir albern herum und stellen uns vor, wie sie uns beruhigend mit s\u00e4chsisch-argentinischem Dialekt zureden: &#8220;Keine Sorge, shesterday (also gestern) kam auch noch ein Auto vorbei.&#8221; Einmal warm gelaufen, ging das ganze Spiel mit einem Grash\u00fcpfer weiter, der einen Satz auf Annas Unterlippe machte und sie kurz alles im Umkreis von 1 km aufscheuchte. Der Grash\u00fcpfer sa\u00df wie angewurzelt beleidigt vor ihr und sie schimpfte mit ihm und meinte er soll sich sch\u00e4men gehen. V\u00f6llig unerwartet ging er los zum n\u00e4chsten Grasb\u00fcschel und steckte seinen Kopf darunter. Ich konnte mich nicht mehr halten und lachte tr\u00e4nen. Ein Grash\u00fcpfer k\u00f6nnte sich nicht besser sch\u00e4men. Ein Bild f\u00fcr die G\u00f6tter. Jeder der mich kennt, kann sich vorstellen, dass ich sehr lange gebraucht habe, um mich wieder zu beruhigen. Naja da war dann immer noch das Thema mit dem Trampen. Weit und breit kein Auto in unserer Richtung in Sicht, nur in die andere und selbst die Capibaras, die sich auf der Stra\u00dfe breit machten und wirklich keinen Zentimeter wichen, als die Autos an ihnen vorbeif\u00fchren, konnten sie nicht aufhalten. Als wir das Tierprogramm mit einem Fuchs abgerundet hatten, beschlossen wir, die n\u00e4chsten 4 km bis zur n\u00e4chsten Kreuzung zu laufen, um die eventuellen Autos von dort mit abzugreifen. Zun\u00e4chst schreckten wir allerdings erstmal 2 Wildschweine auf, die in der hinteren H\u00e4lfte getigert aussahen. Und dann kamen 2 Autos, die nicht anhielten. Auch Anna konnte dabei nicht an sich halten. Unverst\u00e4ndlich, wie man mitten im nirgendwo, nicht wenigstens einmal anhalten kann. Aber so sind die Menschen nun einmal. Als wir nach 1 Stunde mit all unserem Gep\u00e4ck bei der Kreuzung ankamen, mussten wir leider feststellen, dass da auch noch 3 andere Leute warteten. Unsere Chancen schwindeten also dahin. Nach einem kurzen Austausch, war aber gekl\u00e4rt, dass bald aus jeder Richtung ein Auto kommen w\u00fcrde und nach Mercedes f\u00e4hrt, es w\u00e4re also Platz f\u00fcr alle. Aus dem bald wurde schon bald wieder 2 Stunden ohne Autoverkehr. Und dann endlich kam es, ein Pick-Up. Die Familie kannte die Leute, quatschte kurz mit ihnen und wir durften alle 5 mitfahren. Mercedes und Aileen konnten vorn im Auto Platz finden, w\u00e4hrend Anna und ich mit all unserem Gep\u00e4ck, Chacho und dem Hunde der Autobesitzer auf die Ladefl\u00e4che kamen. Wir wurden noch mit einem paar extra Jacken versorgt und die Fahrt \u00fcber die restlichen 80 km Schotterpiste konnte losgehen. Der Hund genoss auf meinem Rucksack sitzend die Aussicht oder legte sich direkt vor meinen F\u00fc\u00dfen hin, um seine Streicheleinheiten abzuholen. Der gesamte Weg, war f\u00fcr mich ziemlich anstrengend, deshalb schlief ich ein paar Mal ein. Der Hund weckte mich aber direkt immer, damit ich ihn ja weiter streichelte. Eine kurze Pause, um sich zu versichern, dass es uns gut geht, machte der Fahrer ein Bild von uns auf der Ladefl\u00e4che und es konnte weiter gehen. Als die Hintern platt gesessen waren, kamen wir in Mercedes nach 9 Stunden an. Chacho bat uns an, im Haus seiner Familie zu \u00fcnernachten, was wir dankend annahmen. Wir w\u00fcrden genau davor abgesetzt und ich musste mich erstmal mit ausreichend Mate aufw\u00e4rmen. Versorgt mit ausreichend Snacks, sa\u00dfen wir zusammen und tauschten uns aus. Es kam heraus, dass ich starke Ohrenschmerzen habe und im Handumdrehen, war eine Freundin mit Othoskop im Haus, um mir ins Ohr zu schauen, wo es scheinbar nichts zu sehen gab. Mir wurde ein Trichter gebaut, der angez\u00fcndet wurde. Ich lasse ja prinzipiell alles mit mir machen, mal schauen, ob es hilft. \u00dcbersch\u00fcssige Luft soll damit abgebrannt werden und den Druck im Ohr verringern. Ob das mein Problem war, werde ich morgen sehen. W\u00e4hrend Anna duschen geht, koche ich mit Mercedes mal wieder eine Art Gulasch, den wir dann gen\u00fcsslich verspeisten. Am Ende fallen wir alle geschafft in unsere Betten. Ich bin ein weiteres Mal beeindruckt, wie am Ende doch alles zusammen findet und geschieht, wie es geschehen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Abschied sagt uns Mario ein Sprichwort seiner Oma. sch\u00f6n dass ihr gekommen seid, aber auch sch\u00f6n, dass ihr wieder geht. Wir verabschieden uns also mir einem Lacher und machen uns auf den Weg. Wir platzieren uns hinter der Br\u00fccke, wo der Eingang zum Nationalpark ist. Legen uns ins Gras und warten erstmal ab. 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