{"id":2615,"date":"2025-03-31T05:35:57","date_gmt":"2025-03-31T03:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2615"},"modified":"2025-04-01T05:04:18","modified_gmt":"2025-04-01T03:04:18","slug":"parque-nacional-ibera-tag-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/31\/parque-nacional-ibera-tag-4\/","title":{"rendered":"Parque nacional Iber\u00e1: Tag 4"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2618\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_20250330_153625_7373-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Morgenstund hat Gold im Mund. Und genau deshalb ging es heute zum Sonnenaufgang nach drau\u00dfen. Ich f\u00fchle mich, als w\u00fcrde ich auf Jagd gehen. Die Sonne erwacht langsam und so auch die Tierwelt. W\u00e4hrend sich der Himmel allm\u00e4hlich feuerrot f\u00e4rbt und die ersten Sonnenstrahlen vom Iber\u00e1 See reflektiert werden, zwitschern uns die ersten V\u00f6gel um die Ohren. Die Kaimane liegen noch im seichten Wasser und scheinen die Show, genauso wie wir zu genie\u00dfen. Unsere Mission heute ist aber auch noch eine andere. In dem zu bezahlenden Abschnitt gibt es 2 Wege, wovon wir den einen bereits gelaufen sind. Heute war der Plan auch den 2. Weg zu gehen, nat\u00fcrlich gratis. Vor \u00d6ffnungszeiten da sein, hei\u00dft meistens freier Eintritt. Wir konnten heute morgen also 4 Fliegen mit einer Klappe schlagen: den Sonnenaufgang genie\u00dfen, mehr Wildaktivit\u00e4t erhaschen, freien Eintritt bekommen und bei angenehmen Temperaturen unterwegs zu sein, denn ab um 10 Uhr hielt man es nirgends anders aus als vorm Ventilator. Nicht mal die gesunde Anna hat heute tags\u00fcber etwas gemacht. Wir schlichen uns also auf den kurzen Wanderweg in den Wald hinein und nach nur ein paar Schritten h\u00f6rte man schon das erste Tier schrecken und davon traben. Es h\u00f6rte sich an, wie ein Sumpfhirsch, aber gesehen haben wir ihn nicht. Weiter ging es Schritt f\u00fcr Schritt, diesmal ganz sachte und leise, was sich bei dem pr\u00e4parierten Weg mit Steinen als schwer erwie\u00df. Das Wild am Boden m\u00f6gen wir verscheucht haben, aber die Affen f\u00fchlen sich auch mit zwei tapsigen Touristen am Boden pudelwohl und gehen ihrer gewohnten Morgenroutine nach. Nach und nach wacht alles auf. Einer der Papas scheint eine Sonderstellung zu haben und darf am l\u00e4ngsten schlafen, w\u00e4hrend die kleinen schon herumtollen, von Ast zu Ast springen, auch mal herunterfallen, sich aber direkt wieder an irgendeinen Ast krallen k\u00f6nnen und nicht komplett nach unten durch sausen. Die etwas Gr\u00f6\u00dferen, etwa 1 Jahr alten, futtern schon flei\u00dfig die Fr\u00fcchte von den Palmen (Palmera Pindo), wie man auf dem heutigen Foto des Tages sehen kann. Auch die M\u00fctter Fr\u00fchst\u00fccken erst, bevor die ganz frisch geborenen an die Brust kommen und dabei s\u00fc\u00dfe Baby-Ger\u00e4usche von sich geben. Wir sind halt doch n\u00e4her verwandt, als man manchmal zugeben m\u00f6chte. Was haben wir wieder f\u00fcr ein Gl\u00fcck. Wir stehen unten in erster Reihe und schauen gespannt zu und wissen gar nicht so richtig, wo wir zuerst hinschauen sollen. Als sich die schwarzen M\u00e4nnchen erheben ist klar, wo der Blick hin wandert. Die Gr\u00f6\u00dfe ist dann doch sehr beeindruckend und autorit\u00e4r. Langsam wird es ruhiger und dann verlagert sich das ganze nur etwas, doch alles weiterhin entlang unseres angelegten Weges, dem wir folgen m\u00fcssen. Wir stehen im Bl\u00e4tterregen und der Nacken tut so allm\u00e4hlich weh vom nach oben schauen, ich bin dankbar, wenn sie mal etwas weiter weg sind und ich gerade aus gucken kann. Nach dem Essen folgt noch die Fl\u00fcssigkeitsaufnahme. Wie uns Mario sp\u00e4ter berichtet, sieht man das nicht sehr h\u00e4ufig. Wir haben gesehen, dass sie die einzelnen Bl\u00e4tter der Bromelien ausgezutschelt haben. Das ist der aller letzte Weg, um Fl\u00fcssigkeit in einer Trockenperiode zu bekommen, bevor sie von den B\u00e4umen herunter zum See m\u00fcssen. Ansonsten bleiben sie ihr gesamtes Leben oben in den Baumkronen. Als die Sonne vollkommen da war und alle M\u00e4uler gestopft, kehrte doch v\u00f6llige Ruhe ein und jeder suchte sich einen gem\u00fctlichen Ast f\u00fcr ein Schl\u00e4fchen. Jetzt h\u00e4tte man keine Ahnung mehr, wo alle pl\u00f6tzlich waren. Die Show war zu Ende, also gingen wir weiter. Die Zeit verging und so kamen wir in die \u00d6ffnungszeit des Parkes herein. Sowie wir N\u00e4he der Stra\u00dfe waren und einen Trampelpfad ersp\u00e4hten, schlichen wir uns wieder heraus und taten so, als w\u00e4re nichts gewesen. Von der Br\u00fccke aus, beobachteten wir jetzt die vielen Kaimane, die sich an den Strand gebrezelt hatten. Wir z\u00e4hlten 9 St\u00fcck am Strand und noch viel mehr im Wasser. Auch 2 Capibaras nahmen ein Morgenbad, w\u00e4hrend ein Vogel sich vom Capibara herum chauffieren lie\u00df, bis das Capibara g\u00e4nzlich ins Wasser eintauchte und die Insel versank. Der See gleichte einem Wimmelbild, zwischen tausenden Seerosen galt es die Kaimane zu sichten. Gar nicht so einfach, aber wir scheinen beide ein Auge daf\u00fcr zu haben. Es wurde hei\u00dfer und hei\u00dfer und Punkt 10 lag ich wieder im Bett und verschlief den gesamten Tag, um wieder g\u00e4nzlich gesund zu werden. Am Abend nach Sonnenuntergang ging es dann doch noch mal heraus. Es war zwar immer noch hei\u00df, aber heute war eine Art Dorffest. Auf dem Rasenplatz vorm Rathaus unter Palmen hatte sich schon das gesamte Dorf versammelt. Was genau der Anlass war, habe ich nicht herausgefunden, aber wen interessiert das schon, wenn man in eine Kultur vollkommen hineintauchen kann. Chamam\u00e9, die traditionelle Musik aus dem Nordosten wird heute gespielt. Mehrere K\u00fcnstler aus der Region treten auf. Alles ist sehr heimatverbunden. Nach den gescheiterten letzten Malen, k\u00f6nnen wir nun endlich Chamam\u00e9 h\u00f6ren und sehen. Es erinnert so sehr an deutsche Volksmusik mit Gitarre, Akkordeon und Mundharmonika. Nur die Sprache haut nicht ganz so hin. Es wird \u00fcber ihr geliebtes Dorf Pellegrini gesunden. Man wiegt automatisch mit aber die meisten schauen es sich aus ihren Campingst\u00fchlen in Ruhe an. Pellegrini ist ein wirkliches Juwel. Hier zu wohnen ist ein Privileg. Jeder der hier wohnt, liebt es und das merkt man.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Vogelsichtungen heute:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Amazon Kingfisher female<\/li>\n\n\n\n<li>Southern Screamer<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgenstund hat Gold im Mund. Und genau deshalb ging es heute zum Sonnenaufgang nach drau\u00dfen. Ich f\u00fchle mich, als w\u00fcrde ich auf Jagd gehen. Die Sonne erwacht langsam und so auch die Tierwelt. 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