{"id":2590,"date":"2025-03-28T04:53:57","date_gmt":"2025-03-28T03:53:57","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2590"},"modified":"2025-04-01T02:13:24","modified_gmt":"2025-04-01T00:13:24","slug":"parque-nacional-ibera-tag-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/28\/parque-nacional-ibera-tag-1\/","title":{"rendered":"Parque nacional Iber\u00e1: Tag 1"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2600\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-300x169.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-768x432.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-1160x653.jpg 1160w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250327_1528288033-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Tag 1 im Iber\u00e1-Nationalpark und schon beim Aufstehen merke ich, dass ich genau das gebraucht habe. Ich habe sie sehr vermisst, meine Natur. Nachdem wir zusammen mit Mario (unser Couchsurfing-Host), Mittag zum Fr\u00fchst\u00fcck hatten, machen wir uns auf den Weg und Anna meint bereits nach den ersten paar Metern: &#8220;Danke Patricia, ich habe nicht gewusst, wie sehr ich das gebraucht habe.&#8221; Der Punkt ist, dass Anna erst nicht wusste, ob sie hier \u00fcberhaupt hin m\u00f6chte, sich dann auf einen Tag eingelassen hat und nun werden wir vermutlich meine vorgeschlagenen 5 Tage hier sein. Jackpot f\u00fcr mich. Wir gehen also los, brauchen nicht lange und sind auf der Br\u00fccke die \u00fcber den Iber\u00e1-See f\u00fchrt. Hier sehen wir nach einigen Metern unseren ersten Kaiman im Wasser entspannen und einige bunte V\u00f6gel, von denen ich die Namen noch nachschauen muss. Au\u00dferdem sehen wir etwas weiter weg, wie auf einer Landzunge einige Capibaras und Kaimane die Sonne genie\u00dfen. Eigentlich wollten wir da nicht hin, aber man muss die M\u00f6glichkeit beim Schopfe packen, also gehen wir wieder zur\u00fcck und dort hin. Wir gehen \u00fcber das Gel\u00e4nde des Campingplatzes. Man h\u00e4lt uns kurz an und fragt, was wir machen wollen, ich frage lieb, ob wir die Capibaras und Kaimane beobachten d\u00fcrfen und bekomme als Antwort: &#8220;Nat\u00fcrlich, aber haltet bitte einen Abstand von 5 Metern.&#8221; Ich mache gro\u00dfe Augen. Ich wei\u00df nicht, ob ich mich \u00fcberhaupt 5 Meter an einen Kaiman herantraue. Wir setzen uns erstmal an einen Steg, der etwas weiter weg ist und beobachten das Geschehen durch die Ferngl\u00e4ser, die uns Mario ausgeliehen hat. Irgendwann trauen wir uns doch n\u00e4her heran. Der Bachlauf schafft einen guten Abstand zwischen uns und der Tierwelt. Lediglich ein Capibara ist etwas neugieriger, watet im Bach zu uns, \u00fcberlegt sich bei uns raus zu kommen und merkt dann doch, dass wir nicht seine Familie sind und geht nach dr\u00fcben. Genau hier schie\u00dfe ich auch schon das heutige Foto des Tages, w\u00e4hrend ein Auge immer versucht nach Kaimanen Ausschau zu halten. Da wir ja eigentlich eine ganz andere Wanderung machen wollen und Mario auf unsere Nachricht warten, wann wir beim Startpunkt sind, um uns zu begleiten, verlassen wir das Schauspiel doch irgendwann schweren Herzens. Jetzt gehen wir noch einmal \u00fcber die Br\u00fccke und sehen hier und da ein paar treibende Kaimane oder eben nur ihre Augen und Nasenl\u00f6cher und noch viel mehr bunte V\u00f6gel. Als wir es \u00fcber die Br\u00fccke geschafft haben, wollte ich gerade Mario Bescheid geben, dass er jetzt losfahren k\u00f6nnte, als er direkt&nbsp; in unsere Arme l\u00e4uft und sich freut, uns endlich gefunden zu haben. Er hatte uns bereits seit 1 Stunde gesucht. Naja, wir genie\u00dfen nun mal unsere Zeit hier. Mit dem Nationalpark-Pickup fuhren wir zum Startpunkt der Wanderung und sahen etwa 20 Axishirsche \u00fcber die Stra\u00dfen springen. mit unserem Privat-Guide Mario hatten wir Gl\u00fcck, viel Wissen \u00fcber die Flora und Fauna des 130.000 Hektar gro\u00dfen Nationalparks \u00fcbermittelt zu bekommen. Bereits am Eingang lief uns ein F\u00fcchsen \u00fcber den Weg. Au\u00dferdem wusste Mario nat\u00fcrlich, wo sich die Tiere f\u00fcr Gew\u00f6hnlich aufhielten. So spotten wir bereits in einem kleinen Waldst\u00fcck ein paar Br\u00fcllaffen, nachdem ich sie nicht einmal geh\u00f6rt hatte, um auf sie aufmerksam zu werden. Weiter ging sie Wanderung, heraus aus dem Wald ins Grasland. Neben uns ein Feuchtgebiet, in dem es tausende V\u00f6gel zu jeder Zeit an jedem Ort zu sehen gab. Wo Feuchtgebiete sind, sind auch die Calibaras nicht weit und so kam es, dass wir etwa all 200 Meter heute ein Capibara oder eine ganze Familie sahen. Bis auf 1 Meter kann man heran, dann werden sie nerv\u00f6s, stehen auf und drehen einem ihr Hinterteil zu. Die M\u00e4nnchen erkennen wir an einer riesigen Dr\u00fcse auf der Nase, die die Weibchen nicht haben. Au\u00dferdem haben wir heute super Gl\u00fcck, denn es ist bew\u00f6lkt, ab und zu regnet es mal etwas aber im gro\u00dfen und ganzen bleibt es trocken mit Wolken. Ich bringe Mario bei, dass wir heute klassisches Aprilwetter f\u00fcr Deutschland haben, was ihm sehr gef\u00e4llt. Erst Regen, dann Sonne, dann Wind, dann ein Regenbogen. Wir lernen nicht nur Dinge \u00fcber die Tiere, sondern auch die Pflanzen. Am beeindruckenden ist die Palo vibora f\u00fcr mich, da sie in der Medizin als Beruhigungsmittel und zur Desinfektion genutzt werden kann. Nach Pflanzenkunde geht es auch noch Spuren lesen. Wer hat welche Hinterlassenschaften, wer welche F\u00e4hrte im Schlamm? Wer hat hier am Baum gekratzt? Wir verbringen einen super interessanten Tag mit Mario. Wieder einmal bekommen wir die argentinische Gastfreundschaft auf dem Silbertablett serviert. Wir sehen noch etliche vom Ameisenb\u00e4ren zerst\u00f6rte Ameisenhaufen und am Ende den gr\u00f6\u00dften existierenden Hirsch S\u00fcdamerikas, den Sumpfhirsch. Nachdem wir uns satt gesehen haben und m\u00fcde sind, beschlie\u00dfen wir uns auf den R\u00fcckweg zu machen. Mario f\u00e4hrt wieder nach Hause, wir laufen. Als es anf\u00e4ngt zu sch\u00fctten, halten wir den Daumen raus und werden auf der Ladefl\u00e4che eines Pick-Ups mitgenommen. Da mich der Fahrer falsch verstanden hat, l\u00e4sst er uns vor und nicht nach der Br\u00fccke hinaus. Wir steigen auch so dankbar ab und verabschieden uns. Da hier ein anderer Eingang in den Nationalpark ist, gehen wir mal schnell hier auf Toilette. Wir wissen, dass man hier, anders als im anderen Abschnitt, wo wir heute wandern waren, 30 Dollar Eintritt zahlen muss. Nachdem wir von der Toilette kommen und unseren Weg zum Ausgang suchen, bekommen wir die Stege\/Wanderwege zu Gesicht. Anna l\u00e4uft vor mir, dreht sich um und ich sage ohne mir auch nur ein Wort von ihr anzuh\u00f6ren: Ja! In der Hinsicht sind wir beide gleich. Als Langzeitreisender muss man schauen wo man bleibt und so eine Gelegenheit bietet sich einem nicht immer. In Nullkommanichts sind wir also auf dem Wanderweg im Abschnitt, in dem man eigentlich l\u00f6hnen muss gratis drin. Diesmal haben wir einen direkten Blick auf den See. Calibaras und V\u00f6gel sind wie immer von der Partie und auch wieder ein Sumpfhirsch. Auch ein kleiner Muntjak, eine Miniversion eines Rehs l\u00e4uft unter unserem Steg entlang. Da wir schon einmal hier sind, entscheiden wir uns f\u00fcr den l\u00e4ngsten Weg, obwohl wir vorher ziemlich k.o. waren. Unser Weg f\u00fchrt wieder durch einen Wald. Auch Anna ist ziemlich gut im Sichten von Tieren. Oder aber der Affe war besonders gut darin uns zu sichten, denn er starrt uns direkt an. Als wir 2 Minuten still stehen bleiben, werden wir uninteressant, er geht weiter und ein anderer folgt direkt, etwas weiter weg, h\u00f6ren wir die Baumkronen rascheln also m\u00fcssten da noch mehrere kommen. Erst ein kleiner und dann 1 ganz gro\u00dfer schwarzer, der irgendwie auf uns zu h\u00e4lt. Wir werden etwas nerv\u00f6s. Wir sind in ihrem Revier. Sieht er uns? Er k\u00f6nnte super einfach von seiner Position aus, auf unsere Gesichter, die nach oben starren, springen. Mucksm\u00e4uschenstill stehen wir da und wissen nicht, was wir machen sollen. Und dann dreht er gottseidank um. Ein 2. M\u00e4nnchen folgt, setzt sich hin und verrichtet erstmal sein Gesch\u00e4ft. Ich muss mich extrem zusammenrei\u00dfen, um nicht laut loszulachen. Als er dann noch vor unseren Augen pinkel, kommen dann doch ein paar T\u00f6ne aus mir heraus, die ihn aber nicht beeindrucken. Er erledigt alles ganz in Ruhe und folgt dann seiner Familie. Jetzt sind sie aus dem Blickfeld also k\u00f6nnen wir uns bewegen. Wir schauen, ob wir sie nochmal zu Gesicht bekommen und tats\u00e4chlich klappt es. Ich beobachte ein Weibchen. Und sehe wie Anna senkrecht nach oben filmt und dabei strahlt. Br\u00fcllaffen geh\u00f6ren zur Familie der Klammerschwanzaffen und das Weibchen zeigt, woher der Name kommt. Frei schwingen am ihrem Schwanz frisst sie hier ein wenig und dort ein bisschen. Dann bewegt sie sich, auch sie l\u00e4sst es auf ihrem Donnerbalken krachen und muss pupsen. Diesmal kann ich nicht an mich halten und breche aus vor Lachen. Der Affe starrt uns an. &#8220;Anna, weg hier!&#8221; Bei diesem b\u00f6sen Blick kann man nur das Weite suchen. Aus dem Wald raus, rasten wir aus, was wir gerade f\u00fcr ein Erlebnis hatten. Affen so nat\u00fcrlich zu beobachten zu d\u00fcrfen ist ein Privileg und das wissen wir zu sch\u00e4tzen und alles nur, weil uns der Fahrer, der uns beim Hitchhiken mitgenommen hatte, am falschen Ort herausgelassen hatte. Jetzt gehen wir wirklich nur noch zur\u00fcck und da es extrem anf\u00e4ngt zu sch\u00fctten, halten wir auch nicht mehr nach Tieren Ausschau. Zuhause angekommen, haben wir alle extrem Hunger und traditionell zu einem Regentag entscheiden wir uns Tortas fritas zu machen. Da wir sie allerdings nicht nur einzeln essen wollen, kommt es zu folgender Arbeitsteilung. Anna kauft Belag ein, muss also nochmal raus in den Regen, der mittlerweile zum Gewitter geworden ist und da ich so gerne koche und backe und lernen m\u00f6chte, wie man Tortas fritas macht, stellt sich Mario neben mich und sagt mir, was ich zu tun und zu lassen habe, w\u00e4hrend er die K\u00fcche aufr\u00e4umt und ich meine ersten argentinischen Tortas fritas zubereite.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier geht&#8217;s zum Rezept: <a href=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/28\/tortas-fritas\/\">https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/28\/tortas-fritas\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Vogelsichtungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Giant Wood-Rail<\/li>\n\n\n\n<li>Neotropic Cormor\u00e1n<\/li>\n\n\n\n<li>Whistling Heron<\/li>\n\n\n\n<li>White-necked Heron<\/li>\n\n\n\n<li>Rufescent Tiger-Heron<\/li>\n\n\n\n<li>Great Egret<\/li>\n\n\n\n<li>Green Ibis<\/li>\n\n\n\n<li>Black vulture<\/li>\n\n\n\n<li>Southern Lapwing<\/li>\n\n\n\n<li>Brown-hooded gull<\/li>\n\n\n\n<li>Squirrel Cuckoo<\/li>\n\n\n\n<li>Burrowing Owl<\/li>\n\n\n\n<li>Amazon Kingfisher male<\/li>\n\n\n\n<li>Green-barred woodpecker <\/li>\n\n\n\n<li>GREAT KISKADEE<\/li>\n\n\n\n<li>Red-crested Cardinal<\/li>\n\n\n\n<li>Und noch vieles mehr&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 1 im Iber\u00e1-Nationalpark und schon beim Aufstehen merke ich, dass ich genau das gebraucht habe. 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