{"id":2587,"date":"2025-03-27T04:12:38","date_gmt":"2025-03-27T03:12:38","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2587"},"modified":"2025-03-27T04:12:50","modified_gmt":"2025-03-27T03:12:50","slug":"geduldig-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/27\/geduldig-sein\/","title":{"rendered":"Geduldig sein"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"571\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-571x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2586\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-571x1024.jpg 571w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-167x300.jpg 167w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-768x1377.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-857x1536.jpg 857w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-1142x2048.jpg 1142w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-600x1076.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250326-WA00452-scaled.jpg 1428w\" sizes=\"auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute ist mal wieder Reisetag. Nachdem alles zusammen gepackt ist, wird noch schnell ein letztes Mal gemeinsam mit Horacio gefr\u00fchst\u00fcckt und dann bringt er uns an die Ruta 12 und kommt wegen uns viel zu sp\u00e4t zur arbeit.wir konnten es ihm aber auch nicht ausreden, uns nicht wenigstens aus der Stadt zu bringen. Schon hier zeigte sich, dass Trampen in Corrientes gar nicht so einfach ist. Ein Haufen Autos fuhren in die Richtung, in die wir wollten, aber keines hielt an, also machten wir uns etwas Musik an, um die Stimmung oben zu halten. Anna war mit meinem Tequila-Song nicht all zufrieden also schmiss sie eine gesamte Capibara-Playlist an. Das Lied haben wir bereits die letzten Tage rauf und runter gesungen, um uns auf die hoffentlich vielen Capibaras, die uns im Nationalpark erwarten, einzustimmen. Und dann h\u00e4lt Fabian endlich an in seinem Pick-up. Die Rucks\u00e4cke kommen auf die Ladefl\u00e4che, wir setzen uns rein und beginnen unseren Flug. Mit Maximalgeschwindigkeiten von 166km\/h fegen wir \u00fcber die Stra\u00dfen. Wir \u00fcberholen alles und jeden. Fabien bringt uns gottseidank genau Nacht Mercedes und bereits um 11 Uhr sind wir dort. Wir Hitchhiken noch auf der Ladefl\u00e4che eines Pickups in die Stadt, schie\u00dfen das heutige Foto des Tages und suchen uns dann etwas zu Essen. Geduldig sein, wie ein Capibara mit Mate. Besser k\u00f6nnte man es nicht treffen. Nach unserer kleinen Pause ging es noch in den Supermarkt ein paar Snacks holen. Der Daumen wird wieder gehoben. Viele Autos fahren an uns vor\u00fcber. Als ich Toni sein Auto sehe, sage ich sehr selbstbewusst: &#8220;Der wird uns mitnehmen!&#8221;. Und warum? Weil es einfach das mit Abstand kaputteste Auto ist, das hier rumf\u00e4hrt. Irgendwie scheint es eine umgekehrt proportionale Regel zu geben, von wegen: wer das schlechteste Auto hat, nimmt einen am ehesten mit oder wer das Wenigste besitzt, gibt das Meiste. Warum ist das so? Ist doch eigentlich total unlogisch. Leider oder gottseidank f\u00e4hrt uns Toni nur aus der Stadt heraus an die Stra\u00dfe, die direkt zum Iber\u00e1-Nationalpark f\u00fchrt. Wir hatten etwas Angst, dass das Auto unter uns auseinander f\u00e4llt. Und das ist nicht \u00fcbertrieben. Anna will aussteigen aber es gibt keinen Griff zum \u00d6ffnen. Toni steigt aus und das Auto rollt weg, da es keine Handbremse hat. Ist aber auch gerade deshalb leicht wieder aufzuhalten, weil es eben nichts wiegt. Wir kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Toni ist einfach nur ein toller Mensch, schade, dass wir nicht mehr Zeit mit ihm verbringen konnten. Er ist jetzt auf dem Weg nach Brasilien. Ich hoffe, er hat es geschafft. F\u00fcr uns beginnt jetzt das lange Warten. Wir haben noch 120 km vor uns. Am Ende werden wir 8 Stunden f\u00fcr die Strecke brauchen. Der erste Pick-up bringt uns relativ schnell zum Polizeikontrollpunkt. Mittlerweile ist es schon wieder extrem hei\u00df und Schatten sind rar. Hier scheint eine Libellenplage zu herrschen und in der Entfernung sehen wir leider einige Buschfeuer. Der Polizist unterh\u00e4lt sich ein wenig mit uns, l\u00e4sst uns aber im gro\u00dfen und ganzen unser Wechselspiel von &#8220;da kommt ein Auto, wer geht diesmal aus dem Schatten, um den Daumen herauszuhalten&#8221; selbst spielen. Nach 2,5 Stunden nehmen uns 2 Ranger auf ihrer Ladefl\u00e4che mit. Diesmal hei\u00dft es Augen zusammen kneifen, und alles abdecken, was geht. durch den Fahrtwind sp\u00fcren wir die Sonne nicht aber sie knallt. Sie setzen uns irgendwo im nirgendwo ab, wo gottseidank exakt ein Baum Schatten spendet. Ich wei\u00df nicht wie lange wir hier warten, aber definitiv l\u00e4nger als vorher. Es kommt kaum ein Auto und wenn eines kommt, biegt es ab und f\u00e4hrt nicht geradeaus, wo wir hin wollen. 2 machen es, nehmen uns aber nicht mit, was schon fast an K\u00f6rperverletzung grenzt bei diesen Temperaturen. Irgendwann, nachdem ich viel zu viel in der Sonne herumgetanzt bin und es Anna schon einmal ziemlich schlecht ging von der Sonne, h\u00e4lt ein Auto. Wir d\u00fcrfen mit und ich realisiere sofort, dass es J\u00e4ger sind, die gerade auf dem Weg zum Ansitz sind. Ein gro\u00dfer Vorteil von einheimischen J\u00e4gern ist, dass sie wissen, wo welches wild seinen Einstand, also Lieblingsplatz, hat und so sehen wir erst ein paar Nandus und dann endlich unsere ersten Capibaras. Als sie in ihr Revier einbiegen werden wir wieder herausgelassen und 2 Minuten sp\u00e4ter, gottseidank kommt ein Bus. Da wir erst die H\u00e4lfte der 120 km geschafft habe, entscheiden wir uns diesmal den Bus anzuhalten. Wir fallen in die Sitze und d\u00f6sen vor uns hin. Klappernd holpern wir \u00fcber die rote Schotterpiste. Uns beiden f\u00e4llt auf, dass es mehr und mehr wie in Ostafrika aussieht. Wir d\u00f6sen wieder weg. Als es bereits dunkel ist, kommen wir beide v\u00f6llig ersch\u00f6pft in Colonia Carlos Pellegrini an. Einen Block um die Ecke wartet schon Mario auf uns, bei dem wir die n\u00e4chsten Tage couchsurfen d\u00fcrfen. Er \u00fcberredet uns noch, eine kleine Runde zu spazieren. Aus einer kleinen Runde wird eine gef\u00fchrte Nachtwanderung mit Sternen- und Tierkunde mit Sichtung Kaimanen. Mario ist selbst Touristenf\u00fchrer und gibt uns eine kleine Privattour.&nbsp; Ich bin schon ganz gespannt morgen alles bei Tageslicht sehen zu k\u00f6nnen, dann muss man auch keine Angst haben, barfu\u00df aus Versehen in den giftigen Skorpion im Badezimmer zu treten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist mal wieder Reisetag. 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