{"id":2571,"date":"2025-03-25T06:16:45","date_gmt":"2025-03-25T05:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2571"},"modified":"2025-03-25T16:33:14","modified_gmt":"2025-03-25T15:33:14","slug":"generationenwechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/25\/generationenwechsel\/","title":{"rendered":"Generationenwechsel"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"660\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-660x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2570\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-660x1024.jpg 660w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-193x300.jpg 193w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-768x1192.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-990x1536.jpg 990w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-1320x2048.jpg 1320w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-600x931.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250324_1827199042-scaled.jpg 1650w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Feiertag in Argentinien. Das hei\u00dft, Horacio hat frei und als wir aufstehen, steht unser Fr\u00fchst\u00fcck schon auf dem Tisch. Ihm liegt viel daran, uns die Spezialit\u00e4ten und seine Region n\u00e4her zu bringen. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gibt es also schon mal Chipa, ein Brot aus Yukkamehl und K\u00e4se. Danach nahm uns Horacio mit in die Stadt. Schon jetzt war es unertr\u00e4glich hei\u00df. Vom Nichtstun lief mir der Schwei\u00df das Gesicht herunter. Wir besichtigten erstmal im Schnelldurchlauf das Naturwissenschaftliche Museum, da es bei unserer Ankunft leider nur noch 15 Minuten ge\u00f6ffnet hatte. Dann ging es wieder raus in die Sonne. Heute ist Feiertag, wir sind an der K\u00fcste mit Parkanlagen unterwegs und so kommt es, dass es sich jeder mit einem Campingstuhl und einem Mate gem\u00fctlich gemacht hat. Der Blick auf den Fluss gerichtet, im Schatten unter einer Palme platziert. Viel anders h\u00e4lt man es heute nicht aus. Als hart gesonnene Touristen, schauen wir uns noch die Br\u00fccke von nahem an oder besser gesagt, m\u00fcssen die anderen beiden noch mit mir mitgehen, weil ich mir die Br\u00fccke anschauen will, weil ich Br\u00fccken ja so mag. Die Br\u00fccke k\u00f6nnt ihr euch unten auch noch anschauen. Ich mache gef\u00fchlt 200 Fotos bis ich befriedigt bin und dann sind wir auch schon bei den aufgestellten Buchstaben &#8220;Corrientes&#8221; angekommen. Auch hier werden wieder ein paar Fotos geknipst, bevor es in entgegengesetzter Richtung zur\u00fcck geht. Schatten haschen ist angesagt. Ich fordere au\u00dferdem Horacio auf, endlich Mal was zu trinken, da Anna und ich schon 1 Liter Wasser in uns hineingekippt haben und mein Kreislauf trotzdem langsam schlechter wird. Wie Horacio das als \u00e4lterer Mann mit hohem Blutdruck macht, ist mir ein R\u00e4tsel, aber da ich keine Lust habe zu arbeiten, ermahne ich ihn mit einem L\u00e4cheln und nach 2 mal,trinkt er gottseidank etwas. Zur\u00fcck beim Auto angekommen steigen wir ein und haben keine Ahnung, wo er uns hinbringt. Er hat in der Zwischenzeit ein paar Telefonate gef\u00fchrt und wir wissen nur, dass es bald H\u00fchnchen geben soll. Wir setzen uns also blindlinks ins Auto und vertrauen ihm. Irgendwann sind wir soweit gefahren, dass wir aus der Stadt raus sind. Irgendwann biegen wir von der Hauptstra\u00dfe ab, passieren ein abgesichertes Eingangstor und finden uns auf einem Gel\u00e4nde mit ganz vielen sch\u00f6nen H\u00e4usern im Gr\u00fcnen wieder. Horacio hat hier vor 2 Jahren mit Miguelina ein Grundst\u00fcck gekauft, welches sie nach und nach herrichten. Wir lernen also erstmal Miguelina kennen und bereiten den Mittagstisch vor. Es gibt H\u00fchnchen, Salat, Brot und Chimichurri. Wir genie\u00dfen die Aussicht und beobachten die V\u00f6gel. Ich bin ganz erpicht darauf, endlich Mal einen Vogel zu sehen, den ich seit 1,5 Jahren in S\u00fcdamerika st\u00e4ndig h\u00f6re und nie gesehen habe, also frage ich bei jedem Vogel, ob es der jenigen welche ist und werde immer entt\u00e4uscht. Der Vogel mag einfach Versteck spielen. Nach dem Essen gibt es noch eine kleine Kr\u00e4uterkunde durch den Garten, w\u00e4hrend Horacio schon den ersten Terer\u00e9 vorbereitet. Als wir dazukommen, schie\u00dfe ich das heutige Foto des Tages. Terer\u00e9 wird haupts\u00e4chlich in Paraguay getrunken und ist quasi ein Eistee mit Mate. Statt des hei\u00dfen Wassers kommt eisgek\u00fchltes Wasser oder Saft oder ein anderes Erfrischungsgetr\u00e4nk in die Thermoskanne. In unserem Fall, war es Sprite. Dann wird das Trinken das Terer\u00e9 exakt genauso zelebriert, wie das Trinken von Mate. Einer hat die Aufgabe, die Tasse immer aufzuf\u00fcllen, dann reicht er sie durch die Runde und wenn man nichts mehr haben will, sagt man &#8220;Gracias&#8221;. Unsere Terer\u00e9-Runde halten wir w\u00e4hrend der Autofahrt ab. Auch jetzt, wissen Anna und ich wieder nicht, wo es hingeht. Aber eigentlich ist das ganz egal, denn schon der jetzige Moment ist unvergesslich. Wir fahren durch Corrientes w\u00e4hrend wir Terer\u00e9 trinken, im Radio l\u00e4uft Chamam\u00e9, die traditionelle Musik der Region, die Anna dazu anregt, Schuhplattler zu tanzen, Horacio singt das ein oder andere Mal mit und ich schaue wie ein kleines Kind, das die Welt entdeckt aus dem Fenster. Vorhin haben wir die Leute im Park sitzen sehen. Jetzt sehen wir sie auf dem Campingstuhl in gem\u00fctlicher Runde auf der Ladefl\u00e4che des Pickups sitzen, alles nat\u00fcrlich w\u00e4hrend der Fahrt. Nebendran wird eine neue Teerstra\u00dfe gebaut und damit keiner darauf f\u00e4hrt, wurden gro\u00dfe \u00c4ste auf der neuen Stra\u00dfe verteilt, was eine einfache aber geniale L\u00f6sung ist. Wir hoffen in der uns umgebenden Schilflandschaft auf Capibaras, aber auch heute gehen wir wieder leer aus. Irgendwann kommen wir in Santa Ana de los Guacaras an und machen unseren n\u00e4chsten kleinen Rentnerausflug, wobei man bemerken muss, dass beide, Horacio und Miguelina noch als Lehrer arbeiten. Wir schauen uns den alten Zug von 1890 an und treffen auf eine Einheimische, deren Gro\u00dfeltern aus Deutschland kamen. Sie versteht also unser deutsch und wir haben einen interessanten Austausch. Hier im Norden von Argentinien gibt es wohl ganz viele deutsche Kommunen. Weiter geht es in der alten Kirche von 1771, die von den Ureinwohnern gebaut, dann aber vom Franziskaner-Orden \u00fcbernommen wurde. Unsere Tour ging weiter, auch jetzt war alles wieder unklar. Wir kamen in Paso de la Patria an, machten ein kleinen Halt und Horacio zeigte uns aus dem Auto heraus, man bemerke wir sind eine halbe Stunde bis hierher gefahren, dort ist Paraguay, dort die Provinz Chaco und hier Corrientes. Als wir weiter fahren wollen, Hake ich ein und Frage, ob wir ein wenig herumlaufen k\u00f6nnen, sonst w\u00e4ren wir wieder gefahren. Wir suchen uns also einen Parkplatz und schlendern minimal entlang der K\u00fcste entlang, w\u00e4hrend sich die Sonne langsam dem Horizont n\u00e4hert und ein Kind von etwa 5 Jahre einen gro\u00dfen Silberfisch (Boga) aus dem Fluss zieht. Mit Mut und K\u00f6nnen, befreit sie ihn vom Haken und ich bin \u00fcberrascht wie selbstverst\u00e4ndlich das aussah.auch hier sitzen wieder ganz viele Leute und genie\u00dfen auf den Felsen, am Strand oder im Park sitzend die langsam k\u00fchler werdenden Temperaturen. F\u00fcr uns geht es wieder ins Auto f\u00fcr unseren letzten Stopp. Wir fahren nach San Luis de Palmar, um unser Abendessen einzukaufen. Hier gibt es Chicharr\u00f3n mal ganz anders. Nachdem wir Miguelina abgesetzt habe und wieder zu Hause sind, staune ich nicht schlecht. Das Fleisch war geflochten und dann leicht frittiert. Mit frischem Brot und nicht zu wenig Limette, war das ein super Abendessen. Es war wirklich extrem sch\u00f6n zu sehen, wie viel m\u00fche sich die beiden gegeben haben, uns ihre Region an ihrem freien Tag n\u00e4her zu bringen. Aber da Anna und ich doch einige Jahre j\u00fcnger sind und schon seit ein paar Tagen, aufgrund von Bewegungsmangel innerlich etwas unausgeglichen sind, mussten wir dann doch nochmal was anderes machen. Da wir eine Einladung zu einem Konzert hatten, entschieden wir recht m\u00fcde vom Nichtstun und der Hitze, doch nochmal los zu gehen. Im Wynwood angekommen, wurden wir freundlich von einem Bandmitglied begr\u00fc\u00dft und dann ging es auch schon los. Ich hatte absolut keine Ahnung, was mich erwarten w\u00fcrde, aber als die ersten T\u00f6ne gespielt waren, wusste ich, dass ich den Abend genie\u00dfen w\u00fcrde und konnte mich nicht mehr auf dem Hocker halten. Wir fingen also an zu tanzen und genossen die Musik, die irgendwo zwischen Reggae, Jazz und Elektro war. Mich erinnerte es sehr an die Band &#8220;Meute&#8221; aus Hamburg. Total sch\u00f6n anzusehen, war auch, wie die Band selbst ihre Musik genoss und feierte. Was f\u00fcr ein unerwarteter Tag und was f\u00fcr eine unerwartete Wendung. Anna schreit mir zu: &#8220;das habe ich gebraucht&#8221; ich grinse nur und nicke. Anna und ich merken immer mehr, wie gut wir zusammen reisen k\u00f6nnen, auch wenn wir uns vorher kaum kannten. Es passt einfach, wir sind so gleich. Die Leute finden es erstaunlich, wie gut &#8220;die Deutschen&#8221; tanzen k\u00f6nnen und wir m\u00fcssen etwas schmunzeln. Nach der Band legt noch ein DJ auf und wir werden an den Tisch der Band eingeladen, wo es Pizzen und Freigetr\u00e4nke in Selbstbedienung gibt. Wir beginnen uns auszutauschen, tanzen aber immer noch weiter. Als in der Bar Schicht im Schacht ist, unterhaltend wir uns noch eine Stunde davor. Die Leute sprechen kaum Englisch also findet alles wieder auf Spanisch statt. Zu meiner \u00dcberraschung finden sie meinen Humor total witzig und ich bin stolz auf mich, dass ich mittlerweile selbst in Spanisch Witze rei\u00dfen kann. Anfangs meiner Reise konnte ich das nicht einmal im englischen, jetzt sogar in Spanisch. Mit einem Lacher verabschieden wir uns, als ich gerade nach einem Kuss gefragt werde und in dem Moment dank Situationskomik unser Taxi um die Ecke biegt und ich mich dorthin verfl\u00fcchtige.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/25\/corrientes\/\">https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/25\/corrientes\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feiertag in Argentinien. Das hei\u00dft, Horacio hat frei und als wir aufstehen, steht unser Fr\u00fchst\u00fcck schon auf dem Tisch. Ihm liegt viel daran, uns die Spezialit\u00e4ten und seine Region n\u00e4her zu bringen. 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