{"id":2472,"date":"2025-03-08T02:57:52","date_gmt":"2025-03-08T01:57:52","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2472"},"modified":"2025-03-08T02:58:05","modified_gmt":"2025-03-08T01:58:05","slug":"noch-etwas-die-beine-vertreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/08\/noch-etwas-die-beine-vertreten\/","title":{"rendered":"Noch etwas die Beine vertreten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"537\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-537x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2474\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-537x1024.jpg 537w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-157x300.jpg 157w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-768x1466.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-805x1536.jpg 805w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-1073x2048.jpg 1073w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-600x1145.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250307_1538505852-1-scaled.jpg 1341w\" sizes=\"auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich muss wieder in die Natur, deshalb habe ich mir als heutiges Ziel den Parque Bot\u00e1nico von Jujuy ausgew\u00e4hlt. Da Felix immer noch krank ist, bleibt er im Bett und ich mache mich allein auf die Socken. Erst ein St\u00fcck durch die Stadt,\u00a0 dann \u00fcber den Rio Grande, bis an die Stadtgrenze, wo der Wald anf\u00e4ngt. Ich betrete das Gel\u00e4nde, werde auf spanisch angequatscht, antworte und werde gefragt, ob ich aus der Provinz Jujuy oder einer anderen in Argentinien komme. Da ich gesehen habe, dass Ausl\u00e4nder mehr bezahlen m\u00fcssen, meine ich, dass ich aus einer anderen Provinz komme, muss meine Daten angeben und gehe tats\u00e4chlich als Argentinierin durch. Ich bin \u00fcberrascht, dass mein Spanisch scheinbar schon so gut ist, dass man das nicht in Frage stellt. Argentinier sind ja auch gottseidank so bunt gemischt im Aussehen, dass das auch nicht zur Debatte steht, dass ich ja zu deutsch aussehe oder so. Mir wird noch das Gel\u00e4nde erkl\u00e4rt, was ich alles zu Gesicht bekommen k\u00f6nnte, ich bekomme noch ein Bonbon von der lieben Parkrangerin und darf mich auf den Weg machen. Ich f\u00fchle mich direkt wie in Ecuador im Regenwald. Die Spinnen sind die gleichen. Sie wachen zwischen den riesigen B\u00e4umen in riesigen Netze aus 3 Dimensionen. Die Spinnen scheinen hier au\u00dferdem in Wohngemeinschaften zu leben, da nie eine Spinne allein ein Spinnnetz besetzt. In der Hoffnung m\u00f6glichst viel Wild zu sehen, bin ich heute ganz leise unterwegs. Ich biege um die Ecke und da steht es vor mir. Das hirsch\u00e4hnliche kleine Corzuela parda. Beide mustern wir uns wie vom Blitz getroffen. Keiner hat mit dem Anderen gerechnet.\u00a0Als der erste Schrecken vor\u00fcber ist, entspannen wir uns, es wei\u00df offensichtlich, dass von mir keine Gefahr ausgeht und geht ganz entspannt weiter. Ich hole meine Handykamera heraus und halte die Begegnung fotografisch fest. Mit jedem Schritt steige ich weiter im Wald herauf. Bereits auf halber H\u00f6he habe ich einen guten Blick \u00fcber Jujuy, aber es geht noch weiter hinauf. Ich bin sehr begeistert von dem Weg beziehungsweise dem Park. M\u00fclleimer dienen als Hinweistafeln und sind liebevoll mit Wissenswertem beschriftet und auch fast jeder interessant anmutende Baum tr\u00e4gt seinen wissenschaftlichen Namen. \u00dcber den kr\u00e4ftigen Baumkronen erblicke ich irgendwann den Aussichtsturm auf den ich nat\u00fcrlich auch noch steige. Es er\u00f6ffnet sich ein 360\u00b0 Panorama, 180\u00b0 Wald, 180\u00b0 Jujuy mit weiterem Wald im Hintergrund. Der Rio Grande als Lebensader in der Mitte. Es geht ein sehr angenehmes L\u00fcftchen hier oben, weshalb ich beschlie\u00dfe genau hier bei dieser spektakul\u00e4ren Aussicht meine Pause einzulegen. Zwar habe ich nun kein sch\u00fctzendes Bl\u00e4tterdach mehr \u00fcber mir, aber das bisschen Sonne kann ich auch mal aushalten. Ich m\u00f6chte gerade meine Pause beenden, da sto\u00dfen 3 Kerle aus Buenos Aires zu mir. Wie f\u00fcr Argentinier \u00fcblich, hat jeder seine Thermoskanne dabei und ich werde ganz schnell in die Mate-Runde .it eingeschlossen und wir unterhalten uns. W\u00e4hrenddessen fliegen 3 Kondore \u00fcber uns hinweg, die ich irgendwie nicht erwartet h\u00e4tte. Ich dachte, wir sind schon wieder viel zu tief, bei der Hitze, die hier herrscht. Nach 4 Runden Mate verabschiede ich mich trotzdem, da ich etwas Angst habe, wieder zu viel Koffein zu mir zu nehmen, welches ich nicht gewohnt bin und mich dann wieder wie besoffen f\u00fchle. Also geht es wieder runter. Nach 1 ganzen Stunde Pause, hat sich gef\u00fchlt die Natur etwas ver\u00e4ndert. Die Schmetterlinge scheinen aus ihrem Schlaf erwacht. Ich entdecke einen 20 cm gro\u00dfen Schwalbenschwanz und die 3. Spezies f\u00fcr mich mit durchsichtigen Fl\u00fcgeln. Die Schmetterlinge sind heute aber alle auf der Flucht, sodass ich kein Foto erhaschen kann. Wer es nicht so eilig hat, ist der Grash\u00fcpfer auf dem heutigen Foto des Tages, der sich in aller Seelenruhe hat fotografieren lassen. Auch die V\u00f6gel sind jetzt viel aktiver. Sie zwitschern wie wild oder haben sie gar Balzzeit? Mir kommt es fast so vor. Ich gehe auf dem R\u00fcckweg aber auch einen abgelegener en Weg, vielleicht haben viele Tiere hier ihren Einstand, weil es ruhiger ist. Irgendwann bin ich, beeindruckt von der wundersch\u00f6nen Natur, wieder unten angekommen, gehe noch in das dazugeh\u00f6rige kleine Museum hinein und erfahre, dass es den Turm erst seit Ende 2024 gibt, auf dem ich gewesen bin. Ich hatte also richtig Gl\u00fcck, dass ich nicht bereits vor einem Jahr hier war, sonst h\u00e4tte ich nicht eine so tolle Aussicht genie\u00dfen k\u00f6nnen. Ich verlasse das Gel\u00e4nde mit einem befriedigten Gef\u00fchl und schlendern w\u00e4hrend ich mir selbst ein paar Liedchen singe die von der Siesta gepr\u00e4gten leeren Stra\u00dfen zur\u00fcck ins Zentrum. Jedes Mal, wenn ich einen Laden finde, der ge\u00f6ffnet hat, gehe ich hinein und schaue, ob ich brauchbares Proviant f\u00fcr die uns bevorstehende Reise finde. Voll bepackt komme ich am Ende mit einem St\u00fcck Torte als \u00dcberraschung f\u00fcr Felix wieder im Hostel an. Wir wollen nur noch Abendessen gehen bevor wir uns auf den Weg zum Busbahnhof machen. 18:30 in Argentinien muss man erstmal was finden, was schon ge\u00f6ffnet hat und dann auch schon Speisen serviert. Am Ende hatten wir eine super Kompromiss gefunden, da das Restaurant in das wir verwiesen wurden, nur Salat zu dieser Uhrzeit zubereitete und wir uns beide dar\u00fcber riesig freuten. Genauso riesig wie die Freude waren auch die Salate, also war die Freude noch gr\u00f6\u00dfer. Gest\u00e4rkt, holten wir dann unser Gep\u00e4ck, schleppten es ein letztes Mal im Kartoffelsack zur Bushaltestelle, durften mal wieder kostenlos mit dem Bus bis zum Busbahnhof fahren und scannten ab da die 30 Haltebuchten, da man nie vorher wei\u00df, wo der richtige Bus h\u00e4lt. Als unser Bus nach etwas Warten dann ausgemacht war, wurde das Gep\u00e4ck verladen und wir konnten in unsere gottseidank bisher bequemsten Sitze fallen, die uns die n\u00e4chsten 22 Stunden keiner mehr wegnehmen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss wieder in die Natur, deshalb habe ich mir als heutiges Ziel den Parque Bot\u00e1nico von Jujuy ausgew\u00e4hlt. Da Felix immer noch krank ist, bleibt er im Bett und ich mache mich allein auf die Socken. 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