{"id":2459,"date":"2025-03-05T23:06:42","date_gmt":"2025-03-05T22:06:42","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2459"},"modified":"2025-03-06T04:48:01","modified_gmt":"2025-03-06T03:48:01","slug":"wie-im-wilden-westen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/05\/wie-im-wilden-westen\/","title":{"rendered":"Wie im wilden Westen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2458\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG-20250305-WA0001-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Kurz vor 4 Uhr wache ich auf, schaue auf mein Handy und tats\u00e4chlich sind wir kurz vor unserem Zielort Tupiza, an dem wir um 4 Uhr ankommen sollten. Also wecke ich Felix auf, wir packen unsere Sachen zusammen und steigen in die K\u00e4lte dunkle Nacht nach drau\u00dfen. Das Busbahnhofsgeb\u00e4ude ist abgeschlossen, also m\u00fcssen wir mit einer Bank an der frischen Luft vorlieb nehmen. Die Stadt ist noch im Tiefschlaf. Weder Hostels, noch Caf\u00e9s, noch irgendwas anderes hat ge\u00f6ffnet, uns bleibt also nichts anderes \u00fcbrig als uns irgendwie so die Zeit zu vertreiben. Stra\u00dfenhunde beobachten, mit der Heimat telefonieren oder einfach nur m\u00fcde auf der Bank hocken. 4 Stunden schaffen wir es so, dass die Zeit verstreicht. Um 7:30 Uhr machen endlich die ersten Fr\u00fchst\u00fccksgelegenheiten am Bahnhof auf. Sie m\u00fcssen uns nicht 2 Mal fragen und wir gehen mit unserem gesamten Sack und Pack dort essen. Ein Api, Kaffee, 2 Sandwiches, Bebida de Avena und Bebida de Quinua sp\u00e4ter sind unsere K\u00f6rper von innen gew\u00e4rmt und auch der Energiehaushalt stimmt wieder, dass wir mit einem Spiel uns die weitere Zeit vertreiben k\u00f6nnen, denn wir haben um 10 Uhr eine Verabredung. Das Mototaxi bringt uns zur Ranch &#8220;Lucky Luke&#8221; von Eddie. Nach ein wenig Warten kommt dieser auch an und wir legen los. Die Pferde werden gesattelt. Ganz recht, heute machen wir einen Ausritt in die wundersch\u00f6ne Umgebung von Tupiza, in der schon der ein oder andere Western-Film gedreht wurde. Eddie holt die Pferde raus. Eines ist das gr\u00f6\u00dfte Pferd, das ich je gesehen habe, es hei\u00dft Tango, ist National-Champion im Springreiten und hat einfach nur die Ruhe weg. Da Felix noch keine Erfahrungen hat im Reiten, bekommt er Tango zugewiesen. Ich bekomme Channel, die schon etwas temperamentvoller ist, aber nachdem ich ihr gezeigt habe, dass sie mir vertrauen kann, h\u00f6rt sie auch auf meine Anweisungen wie ein gut trainiert es H\u00fcndchen. Wir schwingen uns also in die S\u00e4ttel und in einer Reihe stolzieren wir in die Natur. Im alten Flusslauf geht es immer N\u00e4her zu den roten Felsformationen, die f\u00fcr die Gegend ganz typisch sind. Unser erster Stop ist die Puerta del Diablo, das Teufelstor, eine frei stehende Wand aus rotem Gestein mit einem Portal in der Mitte. Ein wenig sureal. Selbst der riesige Tango sieht hiergegen klitzeklein aus. Wir stellen die Pferde ab und k\u00f6nnen etwas zu Fu\u00df die Felsen erkunden, wobei das heutige Foto des Tages entsteht. Fr\u00fcher fanden hier Opferungen statt, heute wird im &#8220;Ecoparque Encantado&#8221; nur noch die Natur gesch\u00fctzt und gesch\u00e4tzt. Nachdem mir Eddie die Geschichte von Tango erz\u00e4hlt hat, muss ich ihm einfach die Geschichte meines Autos erz\u00e4hlen. In gewisser Weise sind sie gleich. Eddie ist ein argentinisches Rassepferd, sollte also von Argentinien nach Bolivien eingef\u00fchrt werden. Da der Zoll wei\u00df, dass diese Pferde viel wert sind, wurde Tango mit 7 anderen Pferden beschlagnahmt und immer und immer wieder mehr und mehr Dokumente und Geld gefordert. 7 Pferde starben in dieser Zeit, da sie nicht ern\u00e4hrt wurden. Der einzige, der \u00fcberlebte, war Tango, der von Eddie gerettet, aufgepeppelt und zum Champion heran trainiert wurde. Was f\u00fcr eine Geschichte. Ab jetzt wird Tango von mir dauerhaft gef\u00fcttert, auch wenn die Geschichte schon 8 Jahre her ist, aber er ist ja auch ein gro\u00dfer Junge und verbraucht extrem viel Energie. Wir reiten weiter durch das &#8220;Valle de los Machos&#8221;. Die Felsen sind hier so stark ausgewaschen, dass nur noch einzelne S\u00e4ulen stehen geblieben sind und die sogenannten &#8220;Machos&#8221; bildet. Weiter geht&#8217;s, einer nach dem anderen, die Augen als Rundumleuchten scannen die wundersch\u00f6ne Natur dauerhaft und k\u00f6nnen sich nicht satt sehen. Die Sonne scheint und ich bin froh, mir einen Hut rausgesucht zu haben, sonst h\u00e4tte ich schon lange einen Sonnenbrand. Felix wollte keinen und wird seine Entscheidung sp\u00e4ter am Tage noch bereuen. Wir kommen im Ca\u00f1on del Inca an. Diese Schlucht wurde fr\u00fcher von den Inca genutzt, um auf einem 5-6 Stunden Fu\u00dfweg zu den Gold- und Silberminen der Gegend zu kommen. Heute wird der Weg nicht mehr genutzt, da er von einigen Felsst\u00fcrzen versperrt wurde und die Natur nun f\u00fcr Puma und Kondor gesch\u00fctzt wird. Die Minen sind trotzdem noch in Betrieb und heute per Auto und LKW \u00fcber feste Stra\u00dfen \u00fcber eine andere Route erreichbar. Nachdem wir die Gegend hier erkundet haben und die Pferde eine kleine Pause hatten, geht es auf den R\u00fcckweg. Die Pferde riechen den Stall und laufen fast von allein den korrekten Weg. Jetzt sind alle hungrig. Unsere Hauptaufgabe ist es nun, die Pferde vom Fressen abzuhalten. Links und rechts des Weges lauern immer wieder gemeine saftig gr\u00fcne Pflanze, die die Pferde abhalten weiter zu gehen. Felix verliert diesen Wettbewerb. Tango hat entweder zu viel Hunger oder ist einfach zu stark. Nach einem 3-st\u00fcndigen Ausritt sind wir zur\u00fcck, kratzen unsere Hintern von den S\u00e4tteln und jetzt gibt es auch endlich das hei\u00df ersehnte Futter. Auch f\u00fcr uns, denn wir essen am Busbahnhof unsere Reste vom gestrigen Abend, holen uns noch ein selbstgemachtes Eis vom Stra\u00dfenstand, w\u00e4hrendessen schon ein Bus nach Villaz\u00f3n vorf\u00e4hrt. Ich checke schnell den Preis mit dem des Collectivos ab und da der Bus g\u00fcnstiger ist, bekommen wir die letzten 2 freien Pl\u00e4tze hier und sind schon unterwegs zur bolivianisch-argentinischen Grenze. An der Grenze geht dann alles sehr schnell. Es ist nichts los. Auf der anderen Seite entscheiden wir uns direkt noch einen Bus zu nehmen, der uns nach Jujuy bringt, da er in dem Moment vorf\u00e4hrt, als wir den Busbahnhof erreichen. Raus aus der h\u00e4sslichen Grenzstadt, schl\u00e4gt die Natur wieder voll zu. Wir sehen riesige Lamaherden vor bunt gef\u00e4rbten Felsen. Oder besser gesagt, ich sehe sie, denn Felix versucht seinen Sonnenstich vom heutigen Ausritt zu verschlafen. Irgendwann kommen wir dann an und haben einen kleinen Kulturschock. Dass \u00fcberall Fu\u00dfball l\u00e4uft, war ja klar. Dass es sauber ist ist auch nicht das Problem, aber aufgrund unserer Zeitverschiebung und unserer sp\u00e4ten Ankunft essen selbst wir noch eher, als die anderen argentinischen Hostel-Mitbewohner, die halb eins mit dem Abendessen beginnen, als wir in unsere Betten fallen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor 4 Uhr wache ich auf, schaue auf mein Handy und tats\u00e4chlich sind wir kurz vor unserem Zielort Tupiza, an dem wir um 4 Uhr ankommen sollten. Also wecke ich Felix auf, wir packen unsere Sachen zusammen und steigen in die K\u00e4lte dunkle Nacht nach drau\u00dfen. 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