{"id":2449,"date":"2025-03-04T04:50:45","date_gmt":"2025-03-04T03:50:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2449"},"modified":"2025-03-04T19:41:47","modified_gmt":"2025-03-04T18:41:47","slug":"wasserbomben-ahoi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/03\/04\/wasserbomben-ahoi\/","title":{"rendered":"Wasserbomben ahoi zum Rosenmontag!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2448\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-600x1067.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/PXL_20250303_223132840-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da wir gerade nach 5 Stunden tanzen beim Karneval zur\u00fcck gekommen sind und ich letzte Nacht im Nachtbus nicht wirklich schlafen konnte, folgt die Beschreibung morgen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgeschlafen kann ich nun \u00fcber all die zahlreichen Geschehnisse des gestrigen Tages berichten:<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Sitz im Nachtbus hatte leider eine defekte Lehne, also konnte ich nicht, wie alle anderen in 160\u00b0 liegen, sondern musste mich irgendwie auf meinem Sitz hin und her wurschteln, damit ich irgendwie in den Schlaf finden kann. Dementsprechend schlecht und wenig habe ich aber geschlafen und kam mit extrem starken Kopfschmerzen kurz vor 6 Uhr in Sucre an. Felix, der aus Uyuni ein paar Minuten vor mir angekommen war, wartete bereits auf mich und war auch noch nicht ganz auf der H\u00f6he. Wir nahmen uns ein Taxi in ein Hostel und hofften einfach mal, dass es jemanden geben w\u00fcrde, der uns die T\u00fcr \u00f6ffnete, da wir noch keine Reservierung hatten und die Stadt noch im Tiefschlaf war. Wir hatten Gl\u00fcck, man \u00f6ffnete uns die T\u00fcr, wir bekamen die letzten 2 freien Betten im Hostel, jedoch erst ab um 12 Uhr, und konnten uns noch etwas in den Aufenthaltsr\u00e4umen des Hostels ausruhen. Auch das Fr\u00fchst\u00fcck bekamen wir im Hostel. Hier schlossen wir Bekanntschaft mit Manuel und Heinrich aus Deutschland, die sich auch erst am Vorabend beim Karneval kennen gelernt hatten. Wir verstanden uns von Anfang an super, sodass sie meinen Pl\u00e4nen f\u00fcr den Tag direkt einwilligten. Nach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck im Hostel ging es also direkt in die Stra\u00dfen von Sucre zu einer Free-Walking-Tour, die ich gerade erst gebucht hatte. Wie sich herausstellte, waren noch 3 andere aus dem Hostel bei dieser Tour und somit war das Hostel, der einzige Nutzer der Tour heute. Wie sich au\u00dferdem herausstellte, war es die einzige Tour heute und morgen, da aufgrund des Karnevals alles geschlossen hat und somit auch keine Touren stattfinden. Unser Tourguide hatte einfach vergessen unsere Tour zu canceln, was uns nat\u00fcrlich alle gl\u00fccklich machte. Unsere Tour f\u00fchrte uns durch die h\u00fcbsche Altstadt von Sucre, die der Stadt auch seinen Spitznamen, wei\u00dfe Stadt &#8211; Ciudad blanca, gibt. Ich muss wirklich sagen von allen St\u00e4dten, ist dies eines der sch\u00f6nsten S\u00fcdamerikas. Auch wenn es die Hauptstadt Boliviens ist, hat man eher das Gef\u00fchl in einer kleinen Stadt zu sein. Das beweist auch, dass der Sitz der Regierung in La Paz ist und die meiste Wirtschaft in Santa Cruz stattfindet. Sucre ist also recht unbedeutend. Wir gehen \u00fcber den Markt und verschiedene Pl\u00e4tze, bis es irgendwann extrem anf\u00e4ngt zu regnen und wir die Tour etwas abk\u00fcrzen. Da wir alle wieder Hunger haben, gehen wir gemeinsam in den Markt essen, freunden ums mit Sonita an einer Verk\u00e4uferin, die uns durchf\u00fcttert und sehr auf Manuel seine blauen Augen steht. Am Ende d\u00fcrfen wir sie Mamita nennen und machen aus, morgen wieder zu kommen, da es so gut schmeckt und sie so sympathisch ist. Danach geht es noch zu den Saftst\u00e4nden und wir g\u00f6nnen uns jeder eine andere exotische Mischung. Frisch vitalisiert, geht es wieder zur\u00fcck ins Hostel, wo wir noch etwas rumsitzen, quatschen und entspannen, bevor wir uns in die wildgewordenen Stra\u00dfen w\u00e4hrend des Karnevals von Sucre st\u00fcrzen. Je weiter der Tag voranschreitet, desto schlimmer wird es. Auf dem Weg zum Busbahnhof werden wir paranoid. Wir bringen Heinrich weg, der leider schon wieder abreist und wollen selbst ein Busticket f\u00fcr morgen kaufen. Die ersten Wasserbomben bekommen wir v\u00f6llig unvorhergesehen von einer Dachterrasse ab. Die Leute haben sich \u00fcberall positioniert, um jeden damit zu bewerfen. Hinter jeder Ecke, hinter jeder scheinbar verschlossenen Haust\u00fcr, auf jeder noch so leeren Dachterrasse. Der Weg wird zum Kampf. Jeder Bewohner in Sucre hat heute genau eine Aufgabe, Spa\u00df haben mit Wasserbomben. An jeder Stra\u00dfenecke werden welche verkauft. Wir haben so viel spa\u00df mit den Einheimischen. Ich kann lange den Wasserbomben ausweichen, bis mir ein Soldat in voller Montur, von dem ich keine Gefahr erwartet h\u00e4tte ganz entspannt im Vorbeigehen eine Wasserbombe in den Nacken dr\u00fcckt und ich einmal komplett nass bin. Man kann also keinem mehr trauen. Auch aus den Autos werden sie gewurfen, wo soll man nur zuerst hinschauen. So ein riesen Spa\u00df, doch man will doch auch m\u00f6glichst viel ausweichen. Und dann f\u00e4hrt ein LKW vorbei, dessen Ladefl\u00e4che voller Kinder mit Wasserbomben, Wasserpistolen und Co ist. Ich bin begeistert vom Karneval in Sucre. Wir kommen an einer kleinen Karnevalsparty vorbei und sp\u00e4testens hier ist alles vorbei. Gesch\u00e4tzte 100 Leute sehen die Blondine vorbeilaufen, Felix bekommt genau eine Bombe ab. Ich bekomme das ganze Feuer zu sp\u00fcren. 20 m werde ich ununterbrochen bombardiert, ein ausweichen ist zwecklos. Hier bekomme ich auch den Karnevals-Schaum das erste Mal ab. Einmal komplett eingesch\u00e4umt. Aber immerhin riecht es nach Kokos. Trotz dessen, dass ich v\u00f6llig nass bin, habe ich Spa\u00df. Wir gehen Abendessen im Mercado, bevor wir wieder mit der gesamten Truppe aus dem Hostel unterwegs sind. Wir schlie\u00dfen uns dem ersten Karnevalsumzug an, der an uns vorbeigeht. Da die gesamte Stadt von tausenden Umz\u00fcgen durchbohrt wird, m\u00fcssen wir nicht lange warten. Mit einer Flasche Leche de Tigre &#8211; Tigermilch ausgestattet, welches DAS Getr\u00e4nk des Karnevals hier ist und aus 3 verschiedenen Sorten Milch und Singani, einem Schnaps aus Weintrauben besteht, geht es also los. Mit den tanzenden und feiernden Massen bewegen wir uns vor der Blaskapelle fort. Nicht lange und die ersten Leute fordern uns auf ihre Getr\u00e4nke zu trinken, nehmen uns bei der Hand, bringen uns ihre Tanzschritte bei und wollen einfach nur, dass wir die Zeit in Bolivien, in Sucre genie\u00dfen, dass wir unser Leben genie\u00dfen. Und das k\u00f6nnen wir zu 100%. Der Gro\u00dfteil der Innenstadt ist f\u00fcr Fahrzeuge gesperrt, also ist es ein leichtes sich fortzubewegen. Unser Umzug hat au\u00dferdem ein paar Securityleute, die darauf aufpassen, dass wir uns stetig fortbewegen, dass es keine kleinen Katastrophen an den Kreuzungen gibt oder wof\u00fcr auch sonst immer. Wir f\u00fchlen uns sicher und jeder hat spa\u00df daran, dass wir in diesem Jahr Teil ihres Umzuges sind. Und das zeigen sie uns auch. Kommt unser europ\u00e4isches Gem\u00fct wieder etwas zu sehr durch, fordern sie uns direkt wieder auf zu tanzen und zu lachen. Nach 2 Stunden kommen wir an einer Location an. Verenice mit der ich am meisten getanzt habe, will mich unbedingt mit herein nehmen. Ihre Tanten nehmen mich in den Schlepptau. Eigentlich braucht man ein B\u00e4ndchen, um hereinzukommen, was ich nat\u00fcrlich nicht habe. Die Massen dr\u00e4ngen sich herein, jeder wird kontrolliert und ich schleiche mich wie auch immer hinter der Security durch. Ich bin drin, jetzt m\u00fcssen die anderen nur noch nachziehen. Ich bin in Augenkontakt mit Felix, der es auch versucht, doch scheitert. Verenice will alles m\u00f6glich machen. Sie geht hin und her, die gesamte Familie ist involviert, also fast die gesamte Faschingsgemeinde. Felix soll 100 Bolivianos zahlen. Am Ende bekommt Felix ein B\u00e4ndchen f\u00fcr 50 Bolivianos und ist drin. Wir gehen also auf die Tanzfl\u00e4che, wo schon ein DJ auflegt und beginnen mit der Party. Die Party wird zu meiner ersten Schaumparty und da wir eh schon nass sind, spielt es auch keine Rolle mehr nun auch nasse F\u00fc\u00dfe zu haben und wir haben so viel Spa\u00df. Nach und nach kommen auch die anderen von unserer Truppe herein und wir tanzen zu Latino-Rhythmen die F\u00fc\u00dfe und H\u00fcften wund. Als die Blaskapelle hereinkommt und das musikalische Zepter wieder \u00fcbernimmt, wissen alle, es geht weiter. Also wieder Sachen schnappen und ab auf die Stra\u00dfe. Jetzt habe ich das Gef\u00fchl, alles sei ausgelassener, vertrauensw\u00fcrdiger, jeder kennt einen, alle Sorgen sind verflogen. Die einzige Sorge nach wie vor ist, wo kann ich auf Toilette gehen, wenn von oben immer wieder Nachschub kommt und wir die ganze Zeit durch die Altstadt laufen. Die M\u00e4nner haben es da einfacher mitten auf der Stra\u00dfe. Irgendwann kommt der Umzug an unserem Hostel vorbei und da mir Verenice gesagt hat, dass eh um 12 Schicht im Schacht ist und es halb 12 ist, kann ich die anderen direkt mit \u00fcberreden ins Hostel einzukehren und es f\u00fcr heute gut sein zu lassen. Dass wir die gesamte Zeit stets beisammen waren, ist sowieso ein kleines Wunder, am Ende f\u00fchle ich mich trotzdem etwas wie die Gruppenmutti, die stolz darauf ist, all ihre Sch\u00e4fchen beisammen und heile nach Hause gebracht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir gerade nach 5 Stunden tanzen beim Karneval zur\u00fcck gekommen sind und ich letzte Nacht im Nachtbus nicht wirklich schlafen konnte, folgt die Beschreibung morgen&#8230; Ausgeschlafen kann ich nun \u00fcber all die zahlreichen Geschehnisse des gestrigen Tages berichten: Mein Sitz im Nachtbus hatte leider eine defekte Lehne, also konnte ich nicht, wie alle anderen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2448,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-2449","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-foto-des-tages"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2449"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2449\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2453,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2449\/revisions\/2453"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2449"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}