{"id":2387,"date":"2025-02-23T02:15:39","date_gmt":"2025-02-23T01:15:39","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2387"},"modified":"2025-02-26T17:20:52","modified_gmt":"2025-02-26T16:20:52","slug":"auf-der-sonneninsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/02\/23\/auf-der-sonneninsel\/","title":{"rendered":"Auf der Sonneninsel"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2386\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-300x169.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-768x432.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-1160x653.jpg 1160w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250222-WA0205-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Damit Felix mal wieder etwas zu tun hat, habe ich mich, immer noch krank, heute etwas zusammengerissen, eine Ibuprofen eingeschmissen und los konnte es gehen. Um 9 Uhr sollten wir am Hafen sein, was wir auch einhielten. Zusammen mit uns kam ein Platzregen und Hagelsturm an und noch bevor wir im \u00fcberdachten Boot Platz fanden, waren wir einmal komplett nass. Doch dann tuckerten wir los. Mit 2 Bootsmotoren qu\u00e4lten wir uns \u00fcber die Wellen des Titicacasees, die eher der H\u00f6he von Meereswellen entsprachen. Ein paar Mal hatten die anderen Passagiere Angst schiffsbr\u00fcchig zu werden, doch dann klimperte die eine Passagierin weiter auf ihrer 10-Saiten-Ukulele und alle Gem\u00fcter waren wieder beruhigt. Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir im Norden der Isla del Sol in Challapampa an. In meinem Reisef\u00fchrer hatte ich gelesen, dass Touristen auf keinen Fall den n\u00f6rdlichen Teil der Insel betreten sollten, da es Konflikte zwischen den einzelnen D\u00f6rfern g\u00e4be. Als uns dann gestern ohne Weiteres angeboten wurde, anstatt einer gef\u00fchrten Tour, die F\u00e4hre in den Norden zu nehmen und von da aus in den S\u00fcden zu wandern und dort wieder eine F\u00e4hre zur\u00fcck nach Copacabana zu nehmen, z\u00f6gerte ich nur kurz und unser heutiger Plan stand fest. Carlixto, ein Einheimischer, hatte sich direkt bei unserer Ankunft unserer angenommen. Zusammen mit einer Spanierin begleitete er uns zum Templo del Sol im Norden, denn im S\u00fcden gibt es auch noch einen, schwatzte etwas aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen \u00fcber seine geliebte Insel und wir lernten auch direkt etwas dazu. Meine erste Frage, wie es mit den Konflikten aussieht, konnte er beruhigt abwehren. Diese gab es nur 2017 und die \u00dcbelt\u00e4ter befinden sich wohl jetzt in La Paz im Gef\u00e4ngnis. Seither ist die Isla del Sol mit seinen 2000 Einwohnern eine Art Gro\u00dffamilie, ohne Autos, gef\u00e4hrliche Tiere und Alkoholiker. Jeder hilft jedem und genau diesen Eindruck vermittelt er uns auch jedes Mal, wenn wir auf andere Einheimische sto\u00dfen. Die Leute leben hier von der Landwirtschaft, in dem sie Kartoffeln, Mais oder Quinoa anbauen, weshalb man auch \u00fcberall, wo man hinschaut terassenartige Felder sieht. Wenn nicht von der Landwirtschaft, dann, wie k\u00f6nnte es anders am Titicacasee, dem Lago Sagrado, dem heiligen See, Mama-Cotta, sein, dann leben sie von der Fischerei oder ziehen Tiere auf, die sie am Ende ans Festland verkaufen. Der Titicacasee liegt auf 3810 hm und wir steigen heute mal wieder auf \u00fcber 4000 Meter in die H\u00f6he. Carlixto vorn weg, gehen wir einen unglaublich sch\u00f6nen Weg. Selbst hier waren die Inka und so kommt es, dass wir wieder einmal auf einem St\u00fcck Inka-Trail laufen. Bis zum Roca sagrada, einem heiligen Stein, an dem wieder extrem viel Energie flie\u00dfen soll. Genau gegen\u00fcber steht ein Opfertisch, auf dem zu fr\u00fcheren Zeiten Opferungen von Kindern und Jungfrauen stattfanden. Alles wieder nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet. Ein St\u00fcck weiter und wir sind beim Tempel angekommen, welcher vorwiegend zum Meditieren genutzt wurde, weshalb hier auch ganz viele Nischen in den W\u00e4nden sind, in denen man in welcher Position auch immer meditieren, seinen K\u00f6rper bereinigen und sich auf die Zukunft fokussieren konnte. Wir steigen zu einer Quelle mit heiligem Wasser hinab. Das Wasser soll gut f\u00fcr die Gesundheit sein. Das lass ich mit nicht 2 mal sagen: ich h\u00e4tte gern was davon. Carlixto nimmt einen Zweig, zieht ihn einmal durch die Quelle, schwenkt ihn \u00fcber meinen ausgebreiteten H\u00e4nden aus und ich soll mein Gesicht damit benetzen. Eine Blitzwirkung hatte es jetzt nicht, aber vielleicht bin ich ja morgen gesund. Mit dieser kleinen Zeremonie verabschieden wir uns auf unseren Wanderweg Richtung S\u00fcden. Die Aussichten sind grandios. Am einen Ende des Sees sehen wir Peru, auf der anderen Seite Bolivien. Das Handy kann wie immer nicht mal ansatzweise festhalten, was die Augen zu sehen bekommen. Der See schimmert in verschiedenen Blaut\u00f6nen. Die Insel selbst besteht aus unglaublich vielen verschiedenen Gesteinsarten. Gerade noch \u00fcber schwarzen Schiefer gelaufen, geht man jetzt \u00fcber rostigen Basalt und dann auch schon wieder \u00fcber wei\u00dfen, gelben, orangenen, roten, lilanen oder sogar blauen Sandstein. Unglaublich wie divers dieser Wanderweg ist. Immer auf dem Kamm der Insel entlang, denken wir jedes Mal, dass wir nun endlich an der h\u00f6chsten Stelle angekommen seien, folgt doch ein weiterer H\u00fcgel hinter der n\u00e4chsten Kuppe. Ein paar bunte Greifv\u00f6gel genie\u00dfen die Aufwinde, w\u00e4hrend ich mit spektakul\u00e4rer Aussicht gerade mein Gesch\u00e4ft verrichte. Uns wurde gesagt, der Weg w\u00fcrde 2 Stunden dauern, aber nach 1,5 Stunden sind wir gerade erstmal auf der H\u00e4lfte des Weges. Wir sollten also etwas die Beine in die Hand nehmen, dass wir die letzte F\u00e4hre zur\u00fcck nach Copacabana schaffen. Umso weiter wir in den S\u00fcden kommen, umso gr\u00fcner wird es. Ganz noch dem Motto: Isla del Sol &#8211; Sonneninsel, haben wir super Wetter und k\u00f6nnen uns gar nicht oft genug mit Sonnencreme eincremen, w\u00e4hrend wir in der Ferne auf dem Festland all die Gewitterwolken sehen, wie sie sich \u00fcber Peru und Copacabana abregnen. Auch auf die Cordillera Real mit seinen 6000er-Gipfeln haben wir eine super Aussicht. Doch weiterhin nicht die Zeit vergessen. Ich treibe Felix etwas an. Er will den Weg genie\u00dfen, aber mittlerweile haben wir nur noch 45 Minuten bis zur letzten F\u00e4hre. Ich lege wieder meinen schnellen Schritt ein und er braucht eine Pause vom Tempo. Mein K\u00f6rper vergisst in der ganzen Aufregung, dass er krank ist. Und dann kommen wir endlich in das Dorf Yumani, in dem die Esel aussehen wie Schafe. Das sind keine Esel, meint Felix, das sind Schaesel. Dieser Kommentar befl\u00fcgelt mich noch mehr, auch wenn ich kurz anhalten muss, um mich aus zu lachen. Vom Dorf m\u00fcssen wir jetzt nur noch wieder komplett nach unten. Ich lege einen Zahn zu und verliere Felix, aber ab jetzt ist der Weg eindeutig, der Hafen ist ausgeschildert und ich spurte voran. An der Inka-Quelle vorbei, die Inka-Treppe hinunter. Gute 200 H\u00f6henmeter wie ein junges Reh springe ich wieder von Stein zu Stein. Mir kommen ein paar bepackte Schaesel und Cholitas entgegen, die von den Schiffen Lieferungen erhalten haben. Und dann habe ich es geschafft. Am Hafen frage ich mich durch. Naja, eigentlich ist genau der erste Mensch, den ich v\u00f6llig willk\u00fcrlich anspreche, am Ende unser Captain der uns zur\u00fcck nach Copacabana bringen wird. Ich gebe ihm noch kurz Bescheid, dass Felix noch mitkommen wird. Felix springt 5 Minuten sp\u00e4ter ins Boot und wir tuckern los. Was f\u00fcr eine Punktlandung! Wir halten zu unserem Erstaunen noch beim Templo del Sol im S\u00fcden an und raffen uns noch einmal auf. Irgendwie scheinen wir in eine Tour geraten zu sein, dass wir diesen Tempel auch noch besichtigen d\u00fcrfen. Jackpot. Jetzt sind wir aber wirklich k.o.. Auf der R\u00fcckfahrt f\u00e4hrt mein K\u00f6rper wieder runter und ich bemerke, dass ich ihm doch etwas mehr Ruhe schenken sollte, was ab nun auch zu 100% geschehen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit Felix mal wieder etwas zu tun hat, habe ich mich, immer noch krank, heute etwas zusammengerissen, eine Ibuprofen eingeschmissen und los konnte es gehen. Um 9 Uhr sollten wir am Hafen sein, was wir auch einhielten. 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