{"id":2314,"date":"2025-02-07T05:13:28","date_gmt":"2025-02-07T04:13:28","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2314"},"modified":"2025-02-07T05:16:39","modified_gmt":"2025-02-07T04:16:39","slug":"haus-am-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/02\/07\/haus-am-see\/","title":{"rendered":"Haus am See"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"778\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-1024x778.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2313\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-1024x778.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-300x228.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-768x583.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-1536x1167.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-2048x1556.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG-20250206-WA0339-600x456.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Tag heute war schon etwas l\u00e4nger geplant. Was am Ende aber mal wieder daraus wurde, hat mal wieder all meine Erwartungen \u00fcbertroffen. Geplant war, dass Fernando und ich an den See Kayak fahren. Als wir den Tag gem\u00fctlich gestartet hatten, holten wir zun\u00e4chst meine Schuhe, die wir gestern zum Schuhmacher gebracht hatten, mit neuen N\u00e4hten f\u00fcr schlappe 15 Soles (keine 4\u20ac) ab. \u00dcber die Schotterpiste flogen wir regelrecht zum See Piuray. Schon der erste Schritt aus dem Auto brachte mich in eine ganz andere Welt. Die Luft durftete nach Heimat. Nach Gras, Klee und Raps. Auf dem Grundst\u00fcck grasten ein paar Schafe und Wilma nahm uns herzlich in Empfang. Auch ihre Enkelin war ganz neugierig mich kennenzulernen und zeigte mir stolz ihre Lego-Figur. Nat\u00fcrlich konnte ich nicht anders, als erstmal mit ihr zu spielen und ihr eine Blumenkette zu basteln. Danach schlenderten wir erstmal vor zum Steg um einen kleinen \u00dcberblick zu bekommen und die ersten Momente zu genie\u00dfen. Kurdo, Fernando&#8217;s Hund genoss die Natur in diesem Moment definitiv am meisten, da er \u00fcber die Wiesen rannte, zum See kam, ein wenig ins Wasser ging und alles direkt noch einmal und nicht nur einmal. Als wir dann so auf dem Steg sa\u00dfen, h\u00f6rten wir nicht weit entfernt ein paar Leute sondern und sahen sie dann auch. Unsere Neugier packte uns und wir nahmen die Beine in die Hand, um zu schauen, was da vor sich ging. Direkt nebenan, wurde am See gefeiert. So wie wir es gestern im Kulturzentrum von Cusco vorgef\u00fchrt bekommen haben, fand es heute in Realit\u00e4t statt. Authentisch und ganz ohne Touristen. Als wir ankamen, gaben wir jedem die Hand und legten die zweite Hand noch oben drauf, um unseren Respekt zu zeigen. Einmal durch die Runde ging es weiter und ich konnte gar nicht so schnell gucken, da hatte mich eine Frau schon bei den H\u00e4nden gepackt und in die Mitte zum Tanzen gezogen. Ich, die Riesin zwischen vielen winzigen Landsleuten. Die anderen standen drum herum, sangen, spielten Instrumente und schwangen im Rhythmus mit. Ich habe versucht herauszufinden, was ich mit meinen F\u00fc\u00dfen machen sollte, aber der riesige Rock der Dame hat jegliche Sicht auf ihre F\u00fc\u00dfe verhindert, also habe ich einfach klassisch deutsch etwas steif hin und her getanzt. Anstrengend war es trotzdem irgendwie, aber ich schiebe es einfach mal auf die H\u00f6he. Zum Abschied wurde dann noch das heutige Foto des Tages geschossen, wobei ich einen Hut, Montera genannt und Fernando eine M\u00fctze, Chullo, aufgesetzt bekamen. Danach ging es dann aber wirklich ins Kayak. Fernando wollte nur bis zur Mitte des Sees fahren, aber ich war damit noch nicht so ganz zufrieden und konnte ihn \u00fcberreden, bis zu einem kleinen Strand an der gegen\u00fcberliegenden Seite zu paddeln. Der Wind machte es uns etwas schwer aber wir genossen die Anstrengung beide. Und auch die Aussichten waren genial. Bei bestem Wetter paddelten wir mit dauerhafter Sicht auf den Salcantay \u00fcber die Wellen. Angekommen, stellte sich der Strand als Kartoffelfeld heraus. Ein paar Leute, die wir schon von weitem gesehen hatten, winkten uns nun heran. &#8220;Kommt her und esst was, st\u00e4rkt euch!&#8221; Die Leute vom Land sind einfach klasse. Neugierig fragen sie nach unseren Namen und wo wir herkommen. Als klar ist, dass ich Deutsche bin, sagt der eine: &#8221; Ich suche noch eine deutsche Frau.&#8221; Ich antworte nur: &#8220;Ich brauche schon jemand j\u00fcngeren.&#8221;, mit einem Lachen. Seine Antwort darauf: &#8220;Ich bin jung, ich habe noch alle Z\u00e4hne im Mund!&#8221; Und alle mussten lachen. Danach haben wir uns dann doch bei den frisch gekochten Kartoffeln, die einen riesigen Haufen auf einem Tuch bildeten, bedient, sie mit den H\u00e4nden gepellt, das bin ich ja nun mittlerweile auch gewohnt und dann in eine So\u00dfe getunkt. Super lecker. Ich habe noch nie so leckere Kartoffeln gegessen. Da es aber gleich auf der anderen Seite Mittagessen geben soll, verabschieden wir uns doch, schie\u00dfen wieder ein Erinnerungsfoto mit der Truppe und paddeln zur\u00fcck. Leider hat der Wind gedreht und der erhoffte R\u00fcckenwind bleibt aus. Mir gef\u00e4llt das Gef\u00fchl, zu sp\u00fcren, wie ich wieder st\u00e4rker werde und deshalb finde ich das Gef\u00fchl der Anstrengung nicht mal ann\u00e4hernd so anstrengend wie Fernando und paddel ihm etwas davon. Auf der anderen Seite angekommen, ziehe ich das Kayak aus dem Wasser und springe direkt hinein. Im Wetsuit habe ich mich ordentlich aufgeheizt und kann sogar recht lange im Wasser bleiben, bevor ich zu sehr ausk\u00fchle bzw. mein Mittagessen zu kalt wird. Also schnell die nassen Sachen aus, in die trockene, warme Kleidung hinein und hoch zum Mittagstisch. Hier sitzen schon Fernando&#8217;s Bruder, ein Freund, Wilma und Emanuel. Ein riesiger Teller mit H\u00e4hnchen, Kartoffeln, einem Maiskolben und Salat wartet auch schon auf mich. Aus der Konversation am Tisch h\u00f6re ich hinaus, dass das Grundst\u00fcck den beiden Landleuten Wilma und Emanuel geh\u00f6rt und Fernando hier seinen Kayak-Business hat und mit den anderen beiden in Zukunft auch Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Touristen hier einbauen will. Das Mittag wird also zur Verhandlung. Als die anderen beiden M\u00e4nner wieder weg sind, wird es wieder etwas entspannter. Wir holen uns zwei Liegest\u00fchle hinaus und prezeln uns in die Sonne. Das Kayaken hat uns doch so fertig gemacht, dass ich mit der W\u00e4rme der Sonne und dem Vogelgezwitscher, welches das einzige Ger\u00e4usch ist, was ich h\u00f6re, einschlafe. Mit Hunger wache ich auf und kann es nicht wirklich fassen nachdem das Mittag so reichhaltig war, aber die Sonne ist auch schon halb am untergehen. Als Fernando meint, er habe auch schon wieder Hunger, steht fest, dass wir alles zusammen r\u00e4umen, abschlie\u00dfen und wieder zur\u00fcck nach Cusco fahren. Auf dem Weg gibt es schon mal ein Brot von den vielen Stra\u00dfenverk\u00e4ufern und um dem Feierabendverkehr aus dem Weg zu gehen, gibt es noch einen Milchshake. Da ich morgen wieder mit meinem Autochen durchstarten m\u00f6chte, wollen wir Biesti schon mal mit zu Fernando nehmen. Der Schl\u00fcssel wird gedreht und ich h\u00f6re ein grauenvolles Ger\u00e4usch. Das kann doch nicht wahr sein! Fernando m\u00f6chte alles morgen fr\u00fch regeln, aber ich kenne S\u00fcdamerika mittlerweile. Also kann ich ihn \u00fcberreden, noch jetzt, um 7 Uhr abends einen Mechaniker aufzutreiben. Wie vermutet stimmt etwas mit dem Anlasser nicht. Er ist absolut nicht dort, wo er sein sollte. Problem erkannt! Morgen fr\u00fch wird es dann gefixt. Gottseidank ist es was simples. Biesti gibt aber auch alles, dass ich auch wirklich die ganze Automechanik nach dieser Reise drauf habe.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag heute war schon etwas l\u00e4nger geplant. Was am Ende aber mal wieder daraus wurde, hat mal wieder all meine Erwartungen \u00fcbertroffen. Geplant war, dass Fernando und ich an den See Kayak fahren. 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