{"id":2307,"date":"2025-02-06T06:29:40","date_gmt":"2025-02-06T05:29:40","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2307"},"modified":"2025-02-06T06:43:37","modified_gmt":"2025-02-06T05:43:37","slug":"von-museum-zu-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/02\/06\/von-museum-zu-museum\/","title":{"rendered":"Von Museum zu Museum"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2310\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-576x1024.jpg 576w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-169x300.jpg 169w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-768x1365.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-864x1536.jpg 864w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-600x1066.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/PXL_20250205_155144046-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute stand wie die \u00dcberschrift schon verr\u00e4t, mein Museumstag an. Bevor ich den Salcantay-Trek entlang gewandert bin, hatte ich eine Ticket f\u00fcr 16 verschiedene Sehensw\u00fcrdigkeiten inklusive arch\u00e4ologische St\u00e4tten und Museen erstanden, um mir all die Inka- St\u00e4tten der arch\u00e4ologischen Hauptstadt Amerikas anzuschauen. Da das Ticket 10 Tage g\u00fcltig ist, habe ich heute also damit angefangen, alles abzuarbeiten, was noch so zu entdecken war, da die 10 Tage noch nicht um waren und ich ja eh viel fr\u00fcher als geplant in Cusco bin. Bevor wir allerdings in die Stadt d\u00fcsen konnten, da Der Ando etwas au\u00dferhalb wohnt, fanden wir ein v\u00f6llig zugeparktes Auto vor. Der Parkw\u00e4chter gab uns die beiden Schl\u00fcssel der Autos, die uns zu parkten. Einen fuhr Fernando hinaus, eines ich. Ich setzte mich also in ein v\u00f6llig wildfremden Auto, ohne zu wissen, wem es geh\u00f6rte und war erstaunt, wie die Leute hier einander vertrauen. Es war n\u00e4mlich kein altes oder schlechtes Auto. Als unser VW also seinen Weg rausgefunden hatte, konnten die anderen\u00a0 beiden Autos wieder zur\u00fcck gestellt werden und wir waren auf unserem Weg ins Zentrum. Vorher ging es noch beim Zapatero, dem Schuhmacher, vorbei, da ich meine Schuhe reparieren lassen muss. Fernando musste noch schnell zum Notar, da er einen ung\u00fcltigen Geld-Check erhalten hat. Jetzt war ich also nicht nur in Chile, sondern auch mal in Peru beim Notar. Dann ging es aber wirklich in die Stadt. Unser erstes Museum, war eines, was gar nicht auf meinen Ticket zu finden war, aber Fernando bestand darauf, dass wir hineingehen, ins Museum f\u00fcr pr\u00e4kolumbianische Kunst. Eigentlich wollte Fernando heute auch seinem Bruder bei irgendwas helfen. Da er sich aber nicht gemeldet hat, haben wir am Ende doch wieder den gesamten Tag verbracht, was auch ganz angenehm und cool war, denn als Einheimischer von Cusco, ist Fernando \u00fcberall kostenfrei hinein gekommen, nachdem er jeweils in ein super dickes Buch seinen Namen und seine Identifikationsnummer geschrieben hatte. Die letzten Tage hatte ich ja schon super viel \u00fcber die Inka lernen d\u00fcrfen, was jedoch bei den arch\u00e4ologischen St\u00e4tten gefehlt hatte, war der ganze Kleinkram, den man bei den Ausgrabungen irgendwann mal gefunden hatte, welchen es heute dann zu sehen gab. Nicht nur Silber und Gold von den Inka, sondern auch von anderen Bev\u00f6lkerungsgruppen Perus gab es hier etliches zu sehen. Chim\u00fa, Nasca, Mochica, Humaya, Viru, Cupisnique oder Vicus, alle hatten es handwerklich extrem gut drauf, egal ob 1000 Jahre vor oder nach Christus. Kunst gab es immer, Trinkgef\u00e4\u00dfe auch und sogar Waffen und reichlich Schmuck. Die Inka wurden wegen ihrer gro\u00dfen Ohringe. Von den Spaniern sogar &#8220;orejones&#8221; &#8211; &#8220;Gro\u00dfohren&#8221; genannt. Das Reich der Inka war eine Goldherrschaft. Gold oder auch Silber standen dabei jedoch nicht f\u00fcr ihren materiellen Status, sondern hatten viel mehr eine religi\u00f6s-spirituelle Bedeutung. Ich war immer wieder beeindruckt, wie vor allem die Gruppen, die vor Christus gelebt haben, feinste Metallarbeiten und Ton-, Keramik- oder Steingegenst\u00e4nde fertigten. Einen Trinkkrug von den Chim\u00fa kann man im heutigen Foto des Tages bestaunen. Als wir durch das wirklich gut geordnete und erkl\u00e4rte Museum durch waren, holten wir uns auf dem Weg in n\u00e4chste Museum einen Snack ab. Die besten Tamales von Cusco, so hie\u00df es. Als ich denn eine Schlange vor der Frau mit ihren 2 Eimern, die mit Handt\u00fcchern zugedeckt waren sah, fand ich schon mal dahin etwas Best\u00e4tigung. Nachdem ich probiert hatte, konnte auch ich dann best\u00e4tigen, dass sie 1000 mal besser w\u00e4ren, als die, die ich mal in Lima gegessen hatte. Nebenbei f\u00e4llt mal etwas von der Mais-Polenta-Mischung nach unten, wor\u00fcber sich die gierigen Tauben, die sich schon in Angriffsstellung um uns herum versammelt hatten, freuten. Weiter ging&#8217;s ins Museum f\u00fcr regionale Geschichte Cuscos und ab hier fing es steil bergab. Alle Museen, die sich auf dem Ticket befindet, sind von der Regierung gef\u00fchrt und dadurch wirklich recht schlecht. Ein bisschen gelernt habe ich trotzdem immer noch und der Eintritt war ja frei, also konnte man sich nicht beschweren. Vom Museum f\u00fcr Zeitgen\u00f6ssische Kunst ging es ins Museum f\u00fcr beliebte Kunst, was bei mir pers\u00f6nlich am unbeliebtesten war. Witzig an der ganzen Sache war, dass sich die Museen in Geb\u00e4uden der Stadt, also im Wochenbetrieb befindlichen Beh\u00f6rden befanden. Nach dem Museum der St\u00e4tte Qorikancha kam dann das wohl verdiente Mittagessen. Fernando hat ziemlich Spa\u00df daran, mir jegliche Spezialit\u00e4ten zu zeigen und mich so auf eine kulinarische Reise durch Peru zu nehmen. Heute stand also mal wieder etwas sehr au\u00dfergew\u00f6hnliches, f\u00fcr Cusco aber spezielles und traditionelles auf dem Plan. Heute gab es kein Meerschweinchen, Alpaka oder Lama, nein heute gab es Stierhoden. Ja, kein Quatsch. In schmale Scheiben geschnitten, mit Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln und eingelegten Chillis angerichtet. Allein hat es mir absolut nicht geschmeckt, hatte ich aber alles auf der Gabel, wurde eine gute Mischung daraus. Aufessen konnte ich die wie immer viel zu gro\u00dfe Portion trotzdem nicht. Eine kleine Nachmittagspause, um dem Hundi hallo zu sagen und unsere m\u00fcden Beine und qualmenden K\u00f6pfe auszuruhen und es ging schon wieder los. Am Abend gab. Es dann doch noch was gutes vom Ticket. Wir gingen in das Centro Qosqo de Arte Nativo, einer Art Theater, in der uns in 1,5 Stunden auf der B\u00fchne verschiedene T\u00e4nze mit ihren Ges\u00e4ngen, kunterbunten Trachten und Bedeutungen n\u00e4her gebracht wurden. Am meisten gefiel mir der Lama-Tanz. Also ein Tanz, der den Gang der Lamas \u00fcber die Inka-Trails als G\u00fcterverkehr verdeutlichen solle. Bei jedem Lied wurde Quechua dazu gesungen, was eher ein ziemlich hoher Quietsch-Kreisch-Gesang war und alles wurde von einer 12-M\u00e4nner-Band mit mir fast ausschlie\u00dflich unbekannten Instrumenten begleitet. Am Ende klatschten wir alle wild mit und mussten sogar \u00fcber die Show lachen. Das hat sich wirklich mal gelohnt. Nach der Show waren wir dann auch schon wieder hungrig und ich fragte Fernando nach einem Ort, wo man auch mal etwas l\u00e4nger sitzen kann und den Abend verquatschen kann. Er schlug seine Lieblingsbar den &#8220;Irish Pub&#8221; vor. Ich kam nicht so richtig darauf klar, da es mal wieder ein wirklich gro\u00dfer Zufall war, da ich auch Dean aus Nordirland noch einladen wollte und der sich nat\u00fcrlich freuen w\u00fcrde, wenn ich ihm sage, dass wir im Irish Pub auf ihn warten. So kam es dann auch, dass wir uns im h\u00f6chst gelegenen 100% irisch gef\u00fchrtem Irish Pub der Welt wieder fanden und den Abend gem\u00fctlich ausklingen lie\u00dfen, bevor ich mich mal wieder schweren Herzens von jemandem verabschieden musste. Dean f\u00e4hrt morgen Richtung Lima, also in die andere Richtung weiter, hat mich aber schon auf seine Farm in Nordirland eingeladen. Der n\u00e4chste Urlaub ist also schon wieder gesichert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute stand wie die \u00dcberschrift schon verr\u00e4t, mein Museumstag an. 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