{"id":2225,"date":"2025-01-24T01:39:39","date_gmt":"2025-01-24T00:39:39","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2225"},"modified":"2025-01-25T01:06:34","modified_gmt":"2025-01-25T00:06:34","slug":"choquequirao-trek-tag-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/01\/24\/choquequirao-trek-tag-1\/","title":{"rendered":"Choquequirao-Trek: Tag 1"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"612\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-1024x612.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2224\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-1024x612.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-300x179.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-768x459.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-1536x918.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-2048x1224.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250123_160546102.MP2_-600x359.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Einen ganzen Tag wandern. Man sollte meinen, da gibt es nicht viel zu berichten. Grober Denkfehler! Nachdem ich das Auto am letzten freien Spot am Ende der 40km langen Feldweges, den ich ja schon gestern fast komplett gefahren bin, geparkt hatte, startete ich gegen 10 Uhr meine hei\u00df ersehnte Wanderung. Insgesamt werde ich 5 Tage unterwegs sein. 2 Tage hin, 1 Tag in Choquequirao und wieder 2 Tage zur\u00fcck. Das bessere Machu Picchu so hei\u00dft es. Noch viel gr\u00f6\u00dfer, viel billiger und pro Tag nur ungef\u00e4hr 10 Touristen, da ausschlie\u00dflich dieser schwere Wanderweg dorthin f\u00fchrt. Also machte ich mich in aller Ruhe auf die Socken. Schnell h\u00e4tte ich sowieso nicht unterwegs sein k\u00f6nnen, da ich alle 100 m anhielt um noch mehr Fotos zu machen, dementsprechend schwer viel es mir heute ein Foto des Tages auszuw\u00e4hlen. Zun\u00e4chst war die Sicht noch v\u00f6llig verdeckt, ich lief in den Wolken. Als mir der erste Wanderer, er war aus Neuseeland, entgegen kam, erkundigte ich mich erstmal neugierig, wie es ihm gefallen hatte und ob er auch einmal ein wenig Aussicht genoss. Er versicherte mir die Aussicht w\u00fcrde aufkl\u00e4ren, was sie auch direkt nachdem wir uns verabschiedeten und ich einmal eine Sekunde zu lang auf den Weg schaute tat. Gerade noch g\u00e4hnende Leere, sah ich jetzt die Schlucht zu meinen Fu\u00dfen in der ein Fluss tobte. Die gr\u00fcnen H\u00fcgel noch Wolkenverlangen aber das st\u00f6rte mich nicht. Gro\u00dfe Freude fand ich heute auch an den Blumen. Dank Regenzeit gab es am Wegesrand unz\u00e4hlige verschiedene kleine Orchideen, viele Bl\u00fcmlein, die ich noch nie zuvor gesehen hatte und die B\u00e4ume und Felsen waren voller Bromelien. Bin ich hier noch in Peru oder doch schon in Brasilien? Auch die vielen Schmetterlinge erinnern mich sehr daran. Ich genie\u00dfe einfach den Abstieg, solange ich noch kann, denn morgen wird es gnadenlos bergauf gehen. Dass ich den Weg an der gegen\u00fcberliegenden Seite schon einsehen kann, gef\u00e4llt mir gar nicht so gut. Deshalb heute die Sonne genie\u00dfen, Patricia Radio ist auch wieder dabei und ab und an mit den wenigen Wanderern unterhalten, die mir entgegen kommen. Die ersten Verwundeten oder Erm\u00fcdeten werden auch schon auf Pferd oder Esel zur\u00fcck getragen, w\u00e4hrend ich es ruhig angehen und fr\u00f6hlich vor mich hin Pfeife und noch mehr Fotos mache. Und dann wie aus dem Nichts 3 Kondore, sp\u00e4ter bekomme ich nochmals einen zu Gesicht. Einfach nur majest\u00e4tisch, wie sie sich von den Aufwinden durch die Schlucht gleiten lassen. Als ich meinen Mittagssnack zu mir nehme, bin ich so ruhig, dass ein F\u00fcchschen unbemerkt an mir vorbei schn\u00fcrt. So viele Eindr\u00fccke, dass ich als ich ankomme, denke, ich h\u00e4tte bereits gestern mit der Wanderung angefangen. Ich bekomme ein Bett in Chiquisca und da es erst um 2 ist, gehe ich erstmal sch\u00f6n kalt duschen um mir dann vom Wind und der Sonne die Haare wieder trocken blasen zu lassen. W\u00e4hrend ich in meinem Stuhl die Aussicht auf die Schlucht und den Fluss genie\u00dfe, kommen die n\u00e4chsten 2 Wanderer an. Sie waren bereits in Choquequirao, nun das 9. Mal, da sie aus Cusco sind, was ja hier direkt um die Ecke ist. Wir tauschen uns aus, ich bekomme noch viele wertvolle Infos f\u00fcr meine sp\u00e4tere Wanderung nach Machu Picchu und ich verarzte meinen ersten tierischen Patienten, der sich die Pfoten wund gelaufen hat. Die Kommunikation klappt super. Ich freue mich, mein Spanisch wieder aufzutauen und so Unterhalten wir uns noch weit in den Abend hinein. Zum Abendessen bekommen wir Suppe, Lomo saltado (ein typisch peruanisches Gericht) und zum Nachtisch hat sich einer der beiden noch Pancakes gew\u00fcnscht und f\u00fcr mich direkt eine Portion mit bestellt, weil ich mich so liebevoll um seinen Hund gek\u00fcmmert habe. Ich bin erstaunt, dass ich die beiden so gut verstehe. Wir lachen sogar recht viel. Als noch 2 Deutsche, die seit 5 Jahren in Cusco leben, zu uns sto\u00dfen ist die Runde perfekt. Nun f\u00fchle ich mich auf den Huayhuash-Trek zur\u00fcck gebeamt. Liegt die gute Laune, wie auch dort an jedem Abend, an der Ausgeglichenheit durchs Wandern, an der guten Gesellschaft oder doch am Coca-Tee nach einem guten Mahl? Man wei\u00df es nicht. Hauptsache ist doch, man ist gl\u00fccklich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen ganzen Tag wandern. Man sollte meinen, da gibt es nicht viel zu berichten. Grober Denkfehler! 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