{"id":2217,"date":"2025-01-22T23:39:38","date_gmt":"2025-01-22T22:39:38","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=2217"},"modified":"2025-01-22T23:39:48","modified_gmt":"2025-01-22T22:39:48","slug":"sonnenschein-trotz-regenzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/01\/22\/sonnenschein-trotz-regenzeit\/","title":{"rendered":"Sonnenschein trotz Regenzeit"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"375\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-1024x375.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2219\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-1024x375.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-300x110.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-768x281.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-1536x563.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-2048x750.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PXL_20250122_185831577.PANO2_-600x220.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Motivation heute Aufzustehen lie\u00df irgendwie zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, als ich h\u00f6rte, dass es regnete. Also habe ich mit ab um 5, als sie Sonne aufging, noch 3 Stunden im Bett hin und her gewendet. Um acht bin ich dann doch mal aus den Federn gekullert. Komplett unabgesprochen, nur ein paar Minuten sp\u00e4ter, auch die Familie von Edison. Nachdem der Gang zur Toilette vollzogen und mein platter Reifen aufgepumpt waren, wurde ich unerwarteter Weise zum Fr\u00fchst\u00fcck rangepfiffen. Der Geruch, der sich schon den ganzen Morgen auf dem Hof ausbreitete, lie\u00df nichts Gutes erhoffen. Es roch nach frisch geschlachtetem, gekochtem Fleisch. Das zum fr\u00fchen Morgen, ohje. Also rein in die gute Stube, die eher, Schlaf-, Esszimmer und K\u00fcche in einem war, vielleicht 12 m\u00b2 gro\u00df. Meine riesen Sch\u00fcssel H\u00fchnersuppe wartete schon auf mich. Da ich nicht unh\u00f6flich sein wollte, setzte ich mich an den Tisch und fing zaghaft an in der Suppe rumzur\u00fchren. Ein H\u00fchnerbein, ein gekochtes Ei, Reis und Kartoffeln. Na ich probiere mal. Wow, lecker. Als die Mutti noch mit einer Tasse Quinoa um die Ecke kam, dachte ich, ich muss die Suppe erstmal schaffen, das war wirklich eine riesige Sch\u00fcssel. Also lehnte ich h\u00f6flich ab, da ich dachte, der Quinoa soll auch noch in die Suppe. Als Edison dann aber anfing es zu trinken, war meine Neugier wieder geweckt und ich habe doch nach einer Tasse gefragt. Als ich daran roch, gingen die Mundwinkel nach oben und ohne Scheu konnte ich probieren. Es duftete nach Zimt und \u00c4pfel und war etwas z\u00e4hfl\u00fcssig aber super lecker und interessant und da in Peru alle sehr viel Wert darauf legen, dass man genug Kraft hat, ist nat\u00fcrlich noch Quinoa drin. Ruckzuck war die Tasse leer aber meine Suppe habe ich selbst, nachdem die anderen noch Nachschlag hatten, nicht geschafft. Ich war mir sicher, ich brauche bis zum Abend nichts mehr essen, was mir auch Edison versicherte. Seine Mutter erkl\u00e4rte mir noch, wie sie das fremde Getr\u00e4nk zubereitet hatte. Ich werde nat\u00fcrlich mal wieder einen separaten Artikel zu diesem Getr\u00e4nk ver\u00f6ffentlichen und ihn dann auch unten verlinken. Nachdem die M\u00e4uler gestopft waren, kam dann auch die Sonne raus. Die Familie fuhr in ihr L\u00e4dchen, um es zu er\u00f6ffnen und setzten mich noch bei ihrer Llantaria (Gomeria in Argentinien oder zu gut deutsch Reifenbude) des Vertrauens ab, wo man sich anschaute, warum mein Reifen Luft verlor. Das Problem war schnell gefunden, ich bekam ein neues Ventil eingesetzt, der Reifen wurde wieder ordentlich aufgezogen und an der Felge festgeklebt, das Rad wieder angebracht, vorsichtshalber nochmal die anderen Reifendr\u00fccke \u00fcberpr\u00fcft und am Ende hat der ganze Spa\u00df mir sage und schreibe 15 Soles, also etwa 4 \u20ac gekostet. Danach holte ich mir noch etwas Bargeld, da es ja in die Berge geht und die haben es da nicht so mit Kreditkarten, kaufte mir ein neues Paar Latschen, weil meine geliebten Havaianas zu Hause geblieben sind und dann konnte es auch schon losgehen. Alles lief wie am Schn\u00fcrchen. Das war ich nicht gewohnt. Irgendwas passiert doch da noch, aber heute sollte es nicht so sein. Ich k\u00e4mpfte mich erstmal super schnell auf 4000 m hoch und genoss es, die Reisepause gehabt zu haben, da Peru jetzt viel gr\u00fcner ist, als es im November war, aber nat\u00fcrlich regnet es daf\u00fcr auch st\u00e4ndig. Man kann halt nicht alles haben. Da heute alles nach Plan l\u00e4uft, geht es auch wieder nach unten, da ich ja nicht h\u00f6henkrank werden soll. In der kleinen Schweiz Perus, im Cachora-Tal, funktelten die Augen dann noch mehr und da ich Zeit hatte, habe ich kaum die H\u00f6chstgeschwindigkeit von 30km\/h erreicht. Begr\u00fcnte Berge, Blumenwiesen, gr\u00fcne Felder am Berghang, s\u00fc\u00dfe H\u00e4uschen, chillende Schweine am Wegesrand und das alles, w\u00e4hrend mir eine k\u00fchle Brise um die Ohren weht, die nach nassem Eukalyptuswald riecht. Hier ticken die Uhren noch anders. Als ich bei 2850 m ankomme und bereits das Dorf sehe, in dem morgen meine 4-Tages-Wanderung starten soll, setze ich nochmal kurz zur\u00fcck und parke mein Auto mit einer unglaublich sch\u00f6nen Panoramaaussicht, die ich auf dem heutigen Foto des Tages festgehalten habe. Da es erst halb 3 ist, r\u00e4ume ich mein Auto auf, inspiziere alles an Essen, was ich finden kann und bin \u00fcberrascht, nichts v\u00f6llig verdorbenes gefunden zu haben. Das Einzige war mich fast aus den neuen Latschen gehauen hat, war der Geruch, als ich meine Thermoskanne \u00f6ffnete, in der noch Coca-Tee und dessen Bl\u00e4tter drin waren. Ich habe einfach mal beste Jauche hergestellt. Dort wo ich das Ganze ausgekippt habe, sehe ich in 4 Tagen, wenn ich von meiner Wanderung zur\u00fcck komme, sicherlich eine sprie\u00dfende Oase. Leider setzt der Regen bald wieder ein, ich stehe in den Wolken und sehe von dann an nur noch wei\u00df. Aber besser als Schwarz zu sehen! Also geht es ins Auto und ich schreibe meinen Artikel, w\u00e4hrend ab und zu mal die ein oder andere Kuh bei mir am Auto vorbeischaut und lautstark &#8220;hallo&#8221; sagt. Da steht sonst nicht so ein komischer Blechkasten, das ist unsere Wiese. Keine Angst, morgen bin ich wieder weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier geht&#8217;s zum Rezept:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/01\/22\/bebida-de-quinua\/\">https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2025\/01\/22\/bebida-de-quinua\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Motivation heute Aufzustehen lie\u00df irgendwie zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, als ich h\u00f6rte, dass es regnete. Also habe ich mit ab um 5, als sie Sonne aufging, noch 3 Stunden im Bett hin und her gewendet. Um acht bin ich dann doch mal aus den Federn gekullert. 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