{"id":1988,"date":"2024-10-08T04:37:56","date_gmt":"2024-10-08T02:37:56","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1988"},"modified":"2024-10-09T17:55:38","modified_gmt":"2024-10-09T15:55:38","slug":"zu-besuch-bei-den-tayrona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/10\/08\/zu-besuch-bei-den-tayrona\/","title":{"rendered":"Zu Besuch bei den Tayrona-Teyku"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PXL_20241007_1736232672-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich bin einfach nicht f\u00fcr Hostelzimmer ohne Ohropax gemacht. Ab 5 konnte ich deshalb, wie die letzten Tage schon, nicht mehr schlafen. Wer fr\u00fch in den Tag startet, kann viel schaffen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Hostel, ging es zum Markt, wo schon reges Treiben herrschte. Nach ein paar Eink\u00e4ufen, fragte ich mich durch, um den richtigen Bus zu bekommen und sowie ich drin war, f\u00fchren wir los. Das war mal Timing. So hab ich es gern. Es geht raus aus der Stadt in Gr\u00fcne. In Calabazo w\u00fcrde ich herausgelassen und bemerkte nicht, wie direkt hinter mir Izabella aus Berlin zu laufen schien, denn als ich beim Eingang war, tauchte sie auf einmal auf. Wir mussten wiederwillig den viel zu teuren Parkeintritt zahlen und obwohl Regenzeit ist, nahmen sie uns auch nach noch so viel diskutieren, das Geld f\u00fcr die Hochsaison ab. Wir beschlossen gemeinsam durch den Tayrona-Nationalpark zu wandern. Das erste St\u00fcck wurde angepriesen mit: steil, nicht sch\u00f6n, nicht im Wald, mit Verkehr, ohne Tiere; da sie uns eine Fahrt bis zu H\u00e4lfte mit dem Moto-Taxi aufschwatzen wollten. Das einzige, was von den Dingen zutraf, war: steil. Und so schwitzten wir um die Wette. Ein Aussichtspunkt mit H\u00e4ngematten und ein Eistee mit ihren deinem wilden Kraut, das uns die Ureinwohner verkauften, kam uns deshalb gerade recht. Das Leben ist manchmal einfach genial, wenn man in seiner H\u00e4ngematte baumelt und auf gr\u00fcne mit Regenwald bebaumte H\u00fcgel herabschaut. Dann ging es weiter und der Weg immer schmaler. Der Wald war extrem laut, aber zu deuten war das Ger\u00e4usch wirklich schwer. Am Ende fanden wir heraus, dass es Affen waren. Was darf in der Regenzeit nicht fehlen? Regen, ganz genau. Und der kam wie gerufen und l\u00f6schte jedes andere Ger\u00e4usch, bis auf das seines Freundes, den Donner, aus. Wir philosophischen etwas dar\u00fcber, wie es f\u00fcr die Leute ist, t\u00e4glich mit so starkem Regen zu leben und versuchen ihn so zu genie\u00dfen. V\u00f6llig in Gedanken versunken, tauchen wie aus dem Nichts kleine M\u00e4dchen in wei\u00dfen Sackkleidern auf. Die etwas Gr\u00f6\u00dferen haben die Kleineren auf dem Arm. Alle tragen sie das gleiche, nur eben in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen. Etwas unheimlich aber auch super einzigartig. Sie wollen sich etwas Geld verdienen. Zu einer Cola sagen wir nicht nein, da wir bestimmt schon 500ml Schwei\u00df verloren haben. Sie sprechen eine andere Sprache als wir. Auch hier handelt es sich wieder um Ureinwohner, die Tayrona-Teyku, nach dem der Park benannt wurde. Was haben wir f\u00fcr ein Gl\u00fcck, ihnen hier zu begegnen. Da sie sehr sch\u00fcchtern sind, sind sie nicht auf dem anderen Wanderweg, der viel mehr genutzt wird. Die anderen Wanderer bekommen sie also nicht zu Gesicht. Ich durfte ein Bild machen und kann es so mit euch teilen. Frisch gest\u00e4rkt geht es weiter im Regen. Wer das Wetter besonders mag, sind die Fr\u00f6sche, die jetzt zu Hauf \u00fcber den Weg h\u00fcpfen. Durch das viele Wasser wird der Pfad zu einem kleinen Bach und als es noch steiler wird, fangen wir etwas an zu rutschen, aber durch den sandigfelsigen Untergrund haben wir trotzdem gen\u00fcgend Halt und keiner von uns beiden f\u00e4llt. Unsere Aussicht verr\u00e4t uns schon, dass wir bald ankommen werden und auch das Meeresrauschen wird immer lauter. Am Strand angekommen, bekommen wir einen kleinen Schock. Hier sind bestimmt locker 300 Leute. Alle m\u00fcssen auf dem anderen Weg zu Fu\u00df oder mit dem Pferd hierher gekommen sein, denn auf unserem Wanderweg waren wir heute nur zu sechst unterwegs. Naja, was soll man machen, sch\u00f6n ist die Kulisse trotzdem. P\u00fcnktlich mit unserer Ankunft h\u00f6rt auch der Regen auf. Wir k\u00f6nnen uns also ein sch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen am Strand suchen und machen erstmal frische Wraps. Jeder schaut uns neidisch an. Ja, es hat geschmeckt, wir haben es uns aber auch im Gegensatz zu ihnen erlaufen und verdient. Es ist schon sp\u00e4ter Nachmittag und deshalb hei\u00dft es nach ein wenig ausruhen auch schon wieder verabschieden. Izabella bleibt hier und schl\u00e4ft in einem gemieteten Zelt und ich fahre mit dem Boot zur\u00fcck. In der Abendd\u00e4mmerung der Sonne entgegen. Die Pelikane fliegen und die Delfine schwimmen mit uns. Was f\u00fcr ein perfekter Abschluss. Bootfahren ist einfach eine andere Welt und trotz dessen, dass es erst eine Woche her ist, dass ich vom Boot runter bin, hatte ich es schon wieder vermisst, den Fahrtwind in meinem Gesicht zu sp\u00fcren und die Meeresbrise zu riechen. Nachdem alle anderen in Santa Marta abgeliefert wurden, geht es f\u00fcr mich allein mit der Crew ein kleines St\u00fcck zur\u00fcck nach Taganga, einem kleinen Fischerdorf, in dem immer noch reges Treiben herrscht. Ja, hier gef\u00e4llt es mir. Jeder l\u00e4uft in Flip-Flops herum, es gibt keine befestigten Stra\u00dfen und fast nur Motorr\u00e4der. Mitten auf der Stra\u00dfe schlender ich zu meinem Hostel und sauge all die neuen Eindr\u00fccke auf, die sich mir hier bieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin einfach nicht f\u00fcr Hostelzimmer ohne Ohropax gemacht. Ab 5 konnte ich deshalb, wie die letzten Tage schon, nicht mehr schlafen. Wer fr\u00fch in den Tag startet, kann viel schaffen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Hostel, ging es zum Markt, wo schon reges Treiben herrschte. 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