{"id":1899,"date":"2024-09-27T06:11:07","date_gmt":"2024-09-27T04:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1899"},"modified":"2024-09-27T06:11:34","modified_gmt":"2024-09-27T04:11:34","slug":"regentag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/09\/27\/regentag\/","title":{"rendered":"Regentag"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"704\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-704x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1898\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-704x1024.jpg 704w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-206x300.jpg 206w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-768x1117.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-1056x1536.jpg 1056w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-1408x2048.jpg 1408w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-600x873.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240926_2123511543-scaled.jpg 1760w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir wachen auf der Kaffee-Plantage auf, krabbeln aus dem Auto und werden mit Hei\u00dfgetr\u00e4nken begr\u00fc\u00dft. Livia mit einem Kaffee, ich mit einem Agua de Panela. Als die ersten anderen Touristen kommen, werden diese gebeten, nochmal kurz Platz zu nehmen bevor die Tour losgeht und wir werden heimlich ins Esszimmer gesunken, um mit der gesamten Familie Don El\u00edas und den 3 super lieben Guides, mit denen wir gestern schon herumgescherzt haben, zu fr\u00fchst\u00fccken. Wir bekommen ein traditionelles Fr\u00fchst\u00fcck mit Maisfladen, Ei und W\u00fcrstchen und das leckerste Getr\u00e4nk, was ich je getrunken habe. Es wird Avena, also Haferflocken genannt und besteht aus Milch, Haferflocken, Zimt, Nelken, Zucker und Salz. Ich habe Gina, die Frau des Hauses, nach dem Rezept gefragt und werde es nat\u00fcrlich mit euch teilen. Gest\u00e4rkt ging es dann endlich in die Tour. Don El\u00edas, der leider vor 2 Jahren verstorben ist, war der Pionier darin, Kaffee-Touren anzubieten und sein Wissen so zu teilen. Heute ist die kleine organische Farm um ein paar Mitarbeiter reicher, aber immer noch sehr famili\u00e4r. Wir lernen alles \u00fcber den Kaffeeanbau. Vom richtigen Kompost, zum Saatlinge setzen, \u00fcber das Beschneiden, das bestimmen des Alters, das Ernten, die Krankheiten, die eine Kaffeepflanze haben kann und am allerwichtigsten nat\u00fcrlich am Ende die Verarbeitung der geernteten Bohne. Nach dem Sch\u00e4len, Fermentieren, Waschen, Sortieren (gut von schlecht), Trocknen, werden die guten Bohnen vor allem exportiert und die schlechten bleiben in Kolumbien, da sie g\u00fcnstiger und milder im Geschmack sind. Don El\u00edas beh\u00e4lt die gesamte Ernte ein. Nichts wird exportiert. H\u00f6chstens erst, wenn ein Tourist den Kaffee kauft und mit nach Hause nimmt. Der Kaffee wird dann in anderen F\u00e4llen mit Pergamentschale verschifft, um die Bohne zu sch\u00fctzen und dann in den jeweiligen L\u00e4ndern und Kaffeer\u00f6stereien vom Pergament befreit und ger\u00f6stet. Je l\u00e4nger ger\u00f6stet, umso bitterer der Kaffee. Am Ende mahlen wir unsere Bohnen noch und lernen wie man in Kolumbien &#8220;den besten Kaffee&#8221; herstellt. Der erste Aufguss wird weggekippt, da dieser alle Bitterstoffe enth\u00e4lt. Getrunken wird der 2. Aufguss aus einer vorgew\u00e4rmten Tasse, das die Temperaturunterschiede, dem Aroma schaden w\u00fcrden. Als es ans probieren geht, wage ich mich an meinen ersten Schluck Kaffee im Leben. Alle sind begeistert, ich habe mich noch nicht durchgerungen. Nach 5 Minuten und etlichen Malen an- und wieder absetzen koste ich endlich. Nein, das ist nichts f\u00fcr mich. Der beste Kaffee der Welt schmeckt f\u00fcr mich wie dreckiger Tee. Es tut mir wirklich leid aber ich bin einfach 100% Teetrinker. Nun wei\u00df ich aber, dass mir Kaffee wirklich nicht schmeckt und bin wieder um eine Erfahrung reicher. Danach m\u00fcssen wir uns schweren Herzens verabschieden. Wieder einmal muss ich die Worte h\u00f6ren: &#8220;Geh nicht!&#8221;, was es nicht unbedingt einfacher macht. Die anderen Touristen sind schon lange wieder weg, aber wir sind kurzer Hand ein Teil der Familie geworden. Als wir wegfahren f\u00e4ngt es wieder an, wie aus Eimern zu sch\u00fctten. Filandia schauen wir deshalb nur aus dem Auto an. In Pereira suchen wir uns wieder ein Parkhaus und gehen etwas unzufrieden mit der Stadt, dem Wetter und der Gesamtsituation etwas umher. Warum sind wir denn weggefahren, wir h\u00e4tten heute Abend Andres seinen 25. Geburtstag mitfeiern d\u00fcrfen.Wir m\u00fcssen etwas \u00e4ndern. Wenn man von oben eh schon nass wird und sich aber aufw\u00e4rmen m\u00f6chte, macht man am besten was? Ganz genau, in eine nat\u00fcrliche Therme gehen. In Santa Rosa de Cabal haben wir genau das gefunden. Ein riesiger Thermalkomplex mit hei\u00dfem Wasser und daneben das Bild, das sich auf dem Foto des Tages zeigt. W\u00e4hrend wir uns aufheizen, geht die Sonne unter und strahlt den Wasserfall mit einem richtig sch\u00f6nen Licht an. Die Dunstwolken steigen immer heftiger von den Wasserbecken aufw\u00e4rts und nach 5 Stunden im Wasser und am Rand, da die Temperaturen so hei\u00df waren, dass der Kreislauf ab und zu wegsackte, waren uns dann auch Schwimmh\u00e4ute gewachsen und wir fallen direkt auf dem Parkplatz der Therma mitten im Gr\u00fcnen ins Auto ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wachen auf der Kaffee-Plantage auf, krabbeln aus dem Auto und werden mit Hei\u00dfgetr\u00e4nken begr\u00fc\u00dft. Livia mit einem Kaffee, ich mit einem Agua de Panela. 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